Beiträge von Ahladia

    „Hadi, hör mal her!“, rief die Fischhändlerin, während sie den frischen Fang auf Eis türmte. „Im Haus Ashere brennt wieder Licht bis spät in die Nacht! Vier Leute, sage ich dir, vier! Und einer davon – stell dir vor – eine neue Kämpferin, mit Bogen und Augen so scharf wie der Morgenwind!“

    Der Korbflechter hob den Kopf, seine Hände noch in den Weidenruten verheddert. „Eine Neue? Und Alexia?“


    „Ach, Alexia!“ Sie klatschte einmal in die Hände, dass ein paar Fische auf dem Eis wackelten. „Die macht nur eine Pause, heilt sich aus. Kommt stärker zurück, sag’ ich dir. Die Neue soll nur das Loch füllen, bis Alexia zurück ist. Der Fürst würde sie niemals ersetzen, das weiß hier jeder mit Verstand!“

    Sie schnippte eine Garnele auf den Stand daneben und lachte kurz. „Aber man munkelt, er hat die Neue geprüft – mit Fragen und Blicken, die wie Pfeile durch die Luft fliegen. Rajana-Lua? Die saß still wie immer, aber die Augen – die sprechen Bände!“


    Der Korbflechter grinste und zog an seiner Pfeife, während Kinder neugierig um den Stand scharten. „Wenn das stimmt, dann wird’s bald wieder Bewegung geben im Haus Ashere.“


    „Ha!“, rief sie und klopfte kräftig auf den Tisch. „Solange Alexia zurückkommt, ist mir alles recht. Und die Neue? Nun, wenn sie was taugt, wird sie’s beweisen!“

    Die Zusammenkunft


    Das Kaminfeuer im opulenten Empfangssaal des Hauses Ashere tanzte, warf lange, goldene Schatten und malte die Gesichter der vier Rothwardonen in warmes, nervöses Licht. Die Weinkaraffen und das üppige Mahl auf dem polierten Tisch wirkten wie eine Kulisse für die sehr reale, knisternde Spannung im Raum. Dies war kein Festessen – es war beinahe ein Gericht.


    In der Mitte, wo das Feuer am hellsten leuchtete, saß Fürst Amran al-Sahid. Sein Blick war wach, herausfordernd. Oder einfach nur neugierig. Wer weiß das schon? Er hatte die Besprechung einberufen, und seine Entschlossenheit strahlte härter als das Goldgeschirr. Nach Alexias Weggang wollte er endlich jemanden finden, der die Lücke vielleicht füllen konnte. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Zeit bis zu Alexias Genesung eine schmerzliche Leere hinterlassen hat. Ob sie jemand ausfüllen kann?


    Neben ihm, nahe genug, um seine Hand zu berühren, saß Rajana-Lua. Ihre Augen waren dunkel vor Sorge, ihre Blicke hafteten an dem Fürsten. Sie war mehr als nur seine Braut – sie war die künftige Fürstin, die sanfte Seele für ihn und sein Haus. Jeder Blick, den sie ihm zuwarf, war eine stille Ermutigung, eine Mahnung an ihr gemeinsames Schicksal, das auf der Klinge dieser Besprechung tanzte. Unsere Zukunft hängt von seiner Überzeugung ab, dachte sie, während sie ihre Hände unter dem Tisch fest zusammenpresste. Und sie wusste, dass er so viel Einfühlungsvermögen besaß wie ein Waschbrett.


    Ihnen gegenüber saß Fayek bin Hatem al-Said, der Nomade. Er strahlte eine ruhige, besonnene Härte aus, die im Gegensatz zur drängenden Energie des Fürsten stand. Fayek war hier, um zu prüfen, zu wachen – und im Notfall zur Waffe zu greifen. Wahrscheinlich vermisste er Alexia genauso, mit der er gerade erst Freundschaft geschlossen hatte, wie Prinz Amran und Rajana. Seine Augen waren wachsam, fast urteilend. Seine Anwesenheit machte die Besprechung hitzig, denn sie musste eine echte Verhandlung zwischen ungleichen Ansichten sein.

    Die hitzige Besprechung hatte ihren Zweck erfüllt und ging in die ruhige Vorbereitung auf den Krieg über – auf die Suche nach dem Kult, der Prinz Silann und seiner Frau Ahladia das angetan hatte.

    Die Allianz um ihn herum formte sich nun klarer:


    Die Anwesenheit seiner Braut Rajana-Lua – eine emotionale Stütze, der er blind vertraute und die auch kämpfen konnte.

    Ein Nomade wie Fayek bin Hatem al-Said – mit potenziell widersprüchlichen Interessen, der dennoch schnell das Vertrauen aller gewonnen hatte.

    Und schließlich die vierte Person am Tisch, eine Frau, offensichtlich eine Bogenkämpferin – ihre Haltung und die Spuren ihrer Reisen verrieten es. Sie hatte gerade ihre Prüfung beendet und saß am Kopfende, die wahrscheinlich neue Verbündete.


    Doch konnte man ihr trauen? Konnte sie die Lücke füllen, die Alexia hinterlassen hatte? Diese Gedanken gingen Rajana nicht aus dem Kopf. Immer wieder fiel ihr Blick auf den leeren Stuhl, wo Alexia gesessen hatte. Zwischendurch fragte sie leise ihren Mann: „Was macht wohl Alexia jetzt? Ob es ihr gut geht?“ Niemand litt darunter so wie Rajana. Innerlich verfluchte sie den Kult, der Alexia dies angetan hatte.

    „Euer Wort ist stark, Bogenkämpferin“, sagte Fayek, seine Stimme tief und abwägend. „Aber der Preis für unsere Hilfe ist hoch. Kann euer Mut die Entschlossenheit eures Fürsten stützen, wenn die Stunde der Tat schlägt?“


    Amran sah Fayek nicht an; sein Blick galt der neuen Rekrutin. Er hatte sie ausgefragt und ihre Loyalität und ihr Können auf die Probe gestellt. Nur mit neuen Kräften und dem Vertrauen aller Anwesenden würde seine Strategie aufgehen.

    Die Bogenkämpferin erwiderte Amrans Blick, ihre Augen fest und klar. Ihr Schweigen war die letzte Antwort.

    Es war entschieden. Amran nickte. Eine Anspannung wich von seinen Schultern, die nur Rajana-Lua vollständig verstand. Die Bogenkämpferin war aufgenommen. Die Gruppe war wieder vollständig.


    Jene hitzige Besprechung hatte ihren Zweck erfüllt und ging in die ruhige Vorbereitung auf den Krieg gegen den Kult über.

    Das Feuer im Kamin flackerte, als hätte es die Entscheidung selbst gehört.

    Das Lager in der versteckten Höhle – Das riskante Ritual in allen Sinnen

    Die Sonne war gerade über den Wüstendünen aufgegangen, als wir mit den Vorbereitungen begannen. Alexias Hand glühte weiterhin schwach, und das Symbol pulsierte leise wie ein Herz aus flüssigem Feuer. Jeder Atemzug fühlte sich schwer an, die Luft war warm und trocken, und wir wussten: Ein falscher Schritt, eine unbedachte Bewegung – und die Folgen könnten tödlich sein.


    Prinz Amran führte uns erneut in die Höhle. Alexia bewegte sich vorsichtig hinter der Gruppe, jeder Schritt bedächtig. Amrán schützte sie, seine Augen unablässig die Schatten scannend. Rajana spähte in jede Ecke, jedes Spaltmaß der Steine, bereit, Bewegungen von Feinden oder Fallen zu erkennen.

    Die Höhle roch nach altem Rauch und die Luft war dicht, fast greifbar. Nach einer unruhigen Nacht erwachten wir. Alexia ging es schlechter. Der Heiltrank hatte nur kurzzeitig für eine Besserung gesorgt.


    Der Heiltrank hatte Alexia geholfen, doch sie begann, ihren Verstand zu verlieren. Sie benahm sich sehr kindlich, was für sie ungewöhnlich war.Fayek war sehr besorgt um Alexia. Er murmelte ständig vor sich hin und man merkte ihm die Schuldgefühle an. Vielleicht fühlte er sich schuldig? ... Das ist totaler Unsinn. Ich hielt die zerbrochene, spiegelnde Flasche, die ich gefunden und zerschlagen hatte, hoch und hob einen heruntergefallenen Splitter vorsichtig auf.

    Ich ergriff glühende Kohle aus dem Lagerfeuer mit der bloßen Hand, platzierte sie in einer kleinen Schale und tränkte sie mit einigen Tropfen meines Blutes, das aus meiner verbrannten Hand floss. Die Flammen zischten, Funken sprangen, Lichtblitze tanzten auf den Höhlenwänden.

    Ich richtete das gebündelte Licht auf Alexias Hand, hielt den Splitter so, dass das Symbol darunter brannte. Meine Stimme bebte, als ich sprach:


    „Feuer, nimm meinen Atem,

    Sand, nimm meine Kraft,

    doch verschone ihr Herz!

    Was ihr fremd – sei nicht das ihre!“


    Das Symbol wand sich wie eine lebendige Schlange, zischte schrill und ließ den Boden vibrieren. Alexia schrie auf, als das Symbol zu brennen begann. Prinz Amran hielt sie ohne Probleme fest. Funken sprangen in die Luft und der Geruch von verbranntem Fleisch vermischte sich mit dem süßlich-schweren Duft meines Blutes. Ich spürte die Hitze auf meiner Haut, meine Glieder wurden schwer und jeder Atemzug war ein Kampf gegen die Dunkelheit, die nach mir griff. Doch ich wusste, dass es kein Aufgeben geben durfte. Der Fluch hatte mich aus Alexia erreicht. Für Alexia konnte man nur zu den Göttern beten, dass sie es schafft und wieder normal wird.


    Fayek kniete neben mir. Er hatte mich aufgefangen, als ich ohnmächtig geworden war. Er wollte zuvor unterbrechen, was ihm Prinz Amran und auch ich jedoch nicht gestatteten, egal was passierte. Er legte mich auf den Boden, ging an seine Tasche und holte einen Trank – nein, zwei –, einen für mich und einen für Alexia. Als ich wieder zu mir kam, reichte er mir den Trank und sagte, ich solle etwas davon trinken. Um ihm einen Gefallen zu tun, tat ich so, als hätte ich etwas getrunken … Bitter, süß, ein fast schneidender Geschmack – das konnte ich riechen und leicht schmecken, als etwas meine Lippen benetzte.


    Halb bewusstlos sank ich neben das Feuer. Meine Lippen waren trocken, mein Atem flach. Funken tanzten über meine Hände und die Wände der Höhle warfen lange, tanzende Schatten. Doch dann sah und hörte ich es. Etwas, an das ich nicht geglaubt hatte, trat ein.


    Allmählich verflüchtigte sich Alexias Kindlichkeit. Ihre Augen gewannen wieder an Tiefe, ihre Gesten wurden bedachter und ihre Stimme klarer. Amrán blieb dicht an ihrer Seite und sprach leise Worte, die nur für sie bestimmt waren. Die Gruppe erkannte, wie nah ich dem Tod beinahe gewesen war. Mein Gesicht war um Jahre gealtert – und dass wir mehr als Gefährten waren.


    Doch als ich merkte, dass ich so dachte, fragte ich mich gleich: Wie lange wird es so bleiben?

    Halb flüsternd murmelte ich:


    „Fayek, du sagtest, ich helfe niemandem außer Prinz Amran. Aber ich konnte nicht zusehen, auch wenn sie mir nicht vertraut hat. Ich habe es getan, denn auch wenn du es nicht glaubst: Sie sind meine Familie.“


    Meine Hand sank, mein Kopf neigte sich und kurz umhüllte mich die Dunkelheit. Doch ich kam schnell, wenn auch völlig kraftlos und geschwächt, auf die Beine.....


    Alexia überlebte. Ihr Geist hat sich dank des Heiltranks von Fayek schnell regeneriert. Wir haben gelernt: Familie ist mehr als Blut. Wir tragen einander durch Feuer, Fluch und alles, was noch kommen mag.


    Während die Schatten der Höhle im flackernden Licht tanzten und Funken wie Glühwürmchen durch die Luft sprangen, spürte ich die Nachwirkungen des Rituals in jeder Faser meines Körpers. Mit schwerem Herzen und erschöpften Kräften drängte sich ein leiser Gedanke in mein Bewusstsein:


    Doch was passiert mit mir …? Diesen Gedanken behalte ich für mich und sage es niemandem. Sogar Prinz Amran hat man angemerkt, dass er sich gefreut hat, dass Alxia wieder die Alte wird. Und auch, dass Fayek so schnell reagiert und geholfen hat. Prinz Amran ist in die Kammer gegangen, in der Rajana bereits auf ihn gewartet hat. Noch nie zuvor habe ich ihn so beschwingt gehen sehen.

    Hoffentlich lassen wir dieses Lager bald hinter uns.

    Tavernen-Gerücht – „Feuer in der Wüste“

    Die Taverne stank nach Rauch, Bier und verschüttetem Wein. Am Stammtisch drängten sich Männer und Frauen, Krüge klirrten, Stimmen überschlugen sich, Gelächter und Flüche mischten sich. Ein Krug fiel scheppernd zu Boden, jemand stieß mit dem Ellbogen gegen den Tisch, und Funken vom Kamin sprangen auf die Tischkante – alles wirkte wie ein einziges Durcheinander.


    Eine junge Frau lehnte sich vor, wollte dem Mann neben ihr einen Kuss aufdrängen. Er lächelte, Lippen schon leicht geöffnet – da donnerte ein alter Karawanenführer quer durch die Taverne:


    „Ey! Habt ihr letzte Nacht das Feuer in der Wüste gesehen?! Mitten auf der Route – verdammtes Licht! Funken, die über die Dünen sprangen! Hab fast die Augen verbrannt gekriegt!“


    Der Mann fuhr hoch, die Augen weit aufgerissen, stolperte fast über den Stuhl und stieß die Frau halb zurück. „Verdammt, hört ihm bloß zu!“, rief er, die Hände fest auf den Tisch gepresst, völlig gebannt vom Bericht. Funken, Lichtblitze, schemenhafte Bewegungen – alles spannender als ein Kuss.


    Die Frau blinzelte überrascht, stolperte ein paar Schritte rückwärts, kicherte nervös und griff erneut nach ihm. Er wich aus, drehte den Kopf, die Augen starr auf den Karawanenführer gerichtet. „Ey, halt dich zurück, verdammt!“, rief er, während er fast gegen den Tisch stolperte und ein Bier fast über den Rand kippte.


    „Keiner weiß genau, was los war!“, mischte sich die Kräuterhändlerin ein, Augen zusammengekniffen. „Die Führer, die unterwegs waren, haben’s gesehen – nur schemenhaft. Bewegungen im Feuer, Lichtblitze, Funken… Kein Schrei, nichts! Nur dieses verdammte, tanzende Licht über den Dünen.“


    „Scheiße!“, rief ein Gewürzhändler, während er Säckchen durcheinander warf. „Und der Prinz … der würd sowas niemals zulassen! Außer aus Notwendigkeit … Verheiratet, Kind – ihr wisst schon.“


    „Dann plötzlich – Puff! Alles weg!“, murmelte ein weiterer Karawanenführer, Bier schwappte über den Rand seines Krugs. „Das Licht, die Bewegungen – einfach vom Wüstenwind verschluckt. Nur wir auf der Route haben’s gesehen. Mehr konnte niemand erkennen.“


    „Ey, habt ihr gehört, dass die Frau, die dort im Feuer gesehen wurde, stark und wild gewesen sein soll? Manche sagen sogar Hexe … nur schemenhaft, aber man soll gesehen haben, wie das Licht und die Funken beherrscht wurde. Verrückt, oder?“


    Die Stimmen überschlugen sich, alle redeten gleichzeitig, lachten, fluchten, unterbrachen sich. Gläser klirrten, Stühle knarrten, jemand stieß einen Krug um. Jeder fügte Details hinzu, jeder übertrieb ein bisschen. Lichtblitze, Funken, schemenhafte Bewegungen – keiner wusste genau, wer oder was dahinterstand, doch jeder gab seinen Senf dazu.

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    Fortsetzung der Aufzeichnung – Die Nachwirkungen der Markierung

    niedergeschrieben von Jasira

    Am nächsten Morgen begannen die Vorbereitungen, um die Spuren des Schlangenkultes besser zu verstehen und mögliche Gefahren zu umgehen. Alexia konnte ihre Hand nur teilweise beruhigen, das Symbol glühte weiterhin schwach. Die Gruppe war sich bewusst, dass jeder Fehler fatale Folgen haben könnte.


    Prinz Amran entschied, dass sie die Höhle noch einmal kurz aufsuchen müssten, um sicherzugehen, dass sie keine weiteren Fallen oder Hinweise übersehen hatten. Da Alexia noch markiert und daher besonders gefährdet war, bewegte sie sich vorsichtig hinter der Gruppe, wobei Amran ihr stets Schutz bot. Rajana beobachtete aufmerksam die Umgebung, um jede Bewegung oder Spur potenzieller Feinde zu bemerken.


    In der Höhle fand die Gruppe alte Maschinen, von denen einige aktiviert waren, sowie Spinnweben, die seltsam gleichmäßig um die Mechanik verliefen – offenbar Manipulationen des Schlangenkultes. Auf dem Boden befanden sich Ritzen mit getrocknetem Blut, die von vergangenen Kämpfen zeugten. Jasira wies darauf hin, dass die frische Blutspur vermutlich nur wenige Stunden alt war, wodurch die Dringlichkeit ihrer Mission unterstrichen wurde.

    Alexia untersuchte die Schriften und Tafeln. Darauf waren Symbole des Schlangenkultes eingraviert, die teilweise mit alten, noch funktionierenden Mechanismen verbunden waren. Als sie eine Metalltafel berührte, löste sie unbeabsichtigt ein weiteres Klacken aus. Amran stellte fest, dass die Mechanik nur teilweise aktiviert wurde – sie schien bewusst manipuliert worden zu sein, um die Gruppe zu warnen oder zu testen. Jasira vermutete, dass der Kult die Gruppe beobachten könnte, eventuell durch die Markierung auf Alexias Hand.


    Zurück im Lager, bereiteten sie das Ritual zur Neutralisierung der Markierung vor. Fayek führte die Anweisungen aus, während Alexia stillhielt und sich auf ihre innere Kraft konzentrierte. Jasira beobachtete die Durchführung, da das Ritual Präzision erforderte. Die Hand begann langsam, ihre ursprüngliche Temperatur zurückzugewinnen; das Symbol glimmte noch schwach, jedoch ohne Schmerzen zu verursachen. Jasira notierte, dass der Fluch nur teilweise gelöst war und weitere Maßnahmen nötig sein könnten.


    Die Gruppe besprach die nächsten Schritte: Sie mussten mehr über den Schlangenkult herausfinden und mögliche alte Dwemer- oder Schmiedehöhlen erkunden. Gleichzeitig mussten sie sicherstellen, dass Alexia weiterhin geschützt war. Amran stellte fest, dass die Kombination aus alter Technik und kultischen Symbolen äußerst gefährlich war und sie nur gemeinsam vorgehen konnten. Rajana zeigte sich besonders wachsam, während Fayek weiterhin an Alexias Seite blieb, um die Verbindung zwischen Ritual und Kultbeeinflussung zu überwachen.


    Sie verbrachten die Nacht wieder mit Wachen. Die Spannung blieb hoch und Jasira notierte, dass jede Entscheidung nun über Leben und Tod entscheiden könnte. Sie warnte die Gruppe eindringlich, dass jede Ablenkung, jedes Misstrauen oder vorschnelles Handeln fatale Folgen haben könnte – insbesondere für Alexia. Die Erfahrung hatte sie gelehrt, dass der Kult nicht nur hinter ihnen her ist, sondern auch genau beobachtet, wie sie reagieren.

    Zitat

    Aufzeichnung über die Geschehnisse in der Oase und der darunterliegenden Höhle

    niedergeschrieben von Jasira
    Teil 1


    Die Gruppe erreichte eine abgelegene Oase, deren Ursprung unklar blieb. Nach einem kurzen Austausch über die Lage wurde darüber gesprochen, ob unsere Anwesenheit Zufall war oder ob uns jemand gezielt hierhergeführt hatte. Der Verdacht fiel schnell auf die Anhänger des Schlangenkultes. Prinz Amran bestand darauf, dass sich niemand von der Gruppe entfernte.


    Kurz darauf kam es zu einem Steinschlag, der Alexia nur knapp verfehlte. Die Steinstruktur wies auffällige Risse auf und es waren eingeritzte Symbole im Fels erkennbar. Außerdem wurde eine hüllenartige Schlangenhaut gefunden – ein erster Hinweis darauf, dass der Kult bereits in der Nähe war oder den Ort genutzt hatte.


    Die Gruppe setzte den Marsch fort, wobei Fayek die Nachhut übernahm. Schließlich entdeckten sie eine natürliche Höhle – der Eingang wirkte zunächst dwemerischer Herkunft. Im Inneren wurden frische Blutspuren und Zeichen im Sand sichtbar. Eine steinerne Treppe führte uns tiefer hinein, durch einen mit dichtem Efeu bewachsenen Gang. Dort standen Götzenbilder, die nicht zur Architektur der Dwemer passten. Im Hintergrund waren schwache Geräusche von Dwemer-Maschinen zu hören. Ein herabfallender Stalagmit löste einen kurzen Schreckmoment aus, wurde aber als mögliche Falle erkannt.


    Unmittelbar darauf erklang eine fremde, krächzende Stimme, die von den Anwesenden als die des Rätselmeisters erkannt wurde. Seine Worte deuteten darauf hin, dass unsere Ankunft erwartet worden war.

    In einem tiefer gelegenen Raum fanden wir eine alte Schmiede, mehrere vergilbte Pergamente sowie Schädel und Steintafeln, die eindeutig mit Symbolen des Schlangenkultes versehen waren. Beim Betreten des Raumes zerfiel ein Schädel, und ein weiterer rollte bis vor Alexias Fuß. Als sie ihn aufhob, zeigte sich ein aufglühendes Zeichen in seinen Augenhöhlen. Der Schädel wurde so heiß, dass Alexia ihn fallen ließ. Kurz darauf erschien auf ihrer Handfläche ein Symbol, das aus zwei ineinander verschlungenen Schlangen bestand.


    Aufgrund der Art des Symbols ist davon auszugehen, dass Alexia von den Kultisten markiert oder mit einem Fluch belegt wurde. Da solche Kennzeichnungen üblicherweise der Beobachtung oder der Vorbereitung auf ein Ritual dienen, ordnete Prinz Amran den Rückzug aus der Höhle an.

    Im Lager wurde die Hand mit Wasser gekühlt. Um die Markierung zu entfernen oder zu neutralisieren, wären bestimmte Kräuter, reines Wasser und ein geeigneter Ort notwendig. Es wurde vorgeschlagen, dass Fayek ein entsprechendes Ritual durchführen könnte, sofern er die geeigneten Handlungen kennt. Da für eine solche Reinigung jedoch Vertrauen und Konzentration notwendig sind, soll die Entscheidung zu einem späteren Zeitpunkt gemeinsam getroffen werden. Der Prinz kündigte an, bei Tageslicht nach den benötigten Mitteln zu suchen. Die Nacht verlief mit abwechselnder Wache.

    Gerücht auf dem Basar von Schildwacht


    „Hast du’s gehört?“ – die Kräuterfrau lehnt sich verschwörerisch über ihre Auslage hinweg und rückt ein Bündel getrockneter Blätter zurecht. „Die Karawane, die gestern eingetroffen ist, hat erzählt, dass eine kleine Gruppe tief in der Wüste unterwegs sein soll. Man munkelt, sie hätten etwas gefunden … etwas, das neugierig macht. Aber niemand weiß, was es ist.“


    Der Fischhändler schnaubt, während er eine Forelle auf das Brett knallt. „Pah, Reisende erzählen viel, wenn der Abend lang ist und der Krug leer. Am Ende ist’s nur Sand und Steine.“


    „Und trotzdem redet jeder darüber“, mischt sich ein Gewürzhändler ein, der gerade bunte Säckchen zurechtrückt. „Die Karawane schwört, sie hätten es von verlässlichen Ohren gehört – aber genaues weiß natürlich keiner. Reines Gerede.“


    Ein Junge, der zwischen den Ständen umherschleicht, grinst breit. „Na, wenn’s geheimnisvoll klingt, wird’s schon stimmen!“, ruft er frech, bevor er lachend im Menschengewühl verschwindet.

    Von Stand zu Stand wandert das Geflüster weiter – jeder fügt etwas hinzu, jeder tut so, als wüsste er mehr, und doch weiß keiner wirklich etwas. Nur das Gerücht bleibt zurück, schwer greifbar wie der Wüstenwind.

    *Schmunzel*


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    Gerücht vom Basar in Schildwacht

    Man hört es flüstern zwischen den bunten Ständen von Schildwacht, wo Händler ihre Waren anpreisen und die Schatten der Palmen sich im Wüstenwind wiegen:


    Die Karawane des Prinzen Amran musste unerwartet Rast machen – mitten in der unerbittlichen Wüste. Ein lahmes Kamel zwang die Gruppe zu einer ungeplanten Pause, und die alten Seher am Basar tuscheln, dies sei kein bloßer Zufall, sondern ein Zeichen der Ahnen oder der Geister des Sandes selbst.


    Man sagt, die Karawane nutze diese Zwangspause, um ihre Kräfte zu sammeln – denn die Reise, so vermuten die Weisen, ist noch lange nicht vollendet. Was genau hinter dieser Rast steckt, bleibt ein Geheimnis, das tief in den Dünen verborgen liegt. Doch die Stimmen in Schildwacht verhallen nicht, und das Gerücht wächst weiter …



    Aufgeschnappt in der Taverne „Zum Krummsäbel“, Schildwacht – zwischen Dattelbier, staubigen Stiefeln und zu vielen Meinungen:

    Ein Teppichhändler mit krummer Nase erzählt, während er sich Dattelkuchen aus dem Bart klopft:


    Also hör zu, ich sag’ dir, wie’s war – im Haus Ashere war’s neulich lauter als bei der Kamelauktion! Jasira, diese Beduinin, die Tante von der stillen Rajana, stand plötzlich wieder vor der Tür. Der Prinz? Nicht gerade erfreut. Erst hat er sie fortgeschickt, als dieser windige Forscher da war … aber was macht sie? Lauscht an der Tür! Ich mein – sie hat's erst abgestritten, hat was vom Basar gefaselt … aber dann hat sie’s selbst zugegeben.


    Und das war noch nicht alles. Am nächsten Abend stand sie wieder da – voller Stolz, als wär’s ihr Haus. Und dann hat sie den Prinzen vor allen einen „sturen Kamelhengst“ genannt. Ha! Kamelhengst! Ich bin fast vom Hocker gefallen.

    Er wischt sich mit dem Ärmel über die Stirn.

    Der Prinz, sagt man, war froh, sie zu sehen … aber noch froher, als sie wieder ging. Doch irgendwie – irgendwie hat sie ihn überzeugt.


    Sie zieht jetzt mit ihm los, heißt es. Nicht für Ruhm, nicht für Gold – und schon gar nicht für ihn. Vielleicht wegen der Leute. Vielleicht, weil sie weiß, wie’s ist, unten zu stehen. Früher soll sie selbst gestohlen haben, um ihre Familie durchzubringen. Ihren Bruder – ein Trinker, sagt man. Fünf Mäuler, die sie allein ernährt hat.


    Und irgendwann … wurde sie dann eine, der man zuhört. Keine Weise oder so – aber jemand, den man fragt, wenn’s hart kommt.

    Vielleicht will sie einfach, dass andere auch nochmal neu anfangen dürfen.

    Er seufzt, dann prostet er in die Runde:

    „Auf zweite Chancen, eh?“

    Chronikeintrag:


    „Von Wunden, Worten und zweiter Würde – Haus Ashere“

    Der Abend über Schildwacht war lau, doch in den Mauern des Hauses Ashere lag etwas in der Luft – eine Spannung, die nicht aus Eisen oder Stahl bestand, sondern aus Worten, Vergangenheit und unausgesprochenen Entscheidungen.

    Prinz Amran, Alexia, Fayek – sie waren versammelt.

    Rajana fehlte, unpässlich, so hieß es. Und vielleicht war es besser so. Denn an ihrer Stelle erschien eine andere – jene, die sie großgezogen hatte: Jasira, ihre Tante.

    Nicht gerufen, nicht geladen – und doch trat sie ein, mit jener Entschlossenheit, wie sie nur eine Beduine kennen kann, die weiß, was auf dem Spiel steht.


    Jasira war einst eine Diebin,

    aufgewachsen zwischen Hunger, Not und Verantwortung.

    Als Rajanas Mutter starb, zerbrach ihr Bruder –

    Einst Kämpfer, dann Schuster, schließlich ein vom Leben müder Mann.

    Jasira nahm ihn und seine fünf Kinder auf,

    schuf mit dem Wenigen, das sie hatte, ein Zuhause im Lager ihres Stammes.

    Einst war sie nur eine Diebin,

    später die, die andere durchbrachte –

    Mit klarem Blick, hartem Willen und dem Mut, Verantwortung zu tragen.

    Man nennt sie heute eine Weise ihres Volkes.

    Nicht, weil sie es forderte –

    Sondern, weil sie es wurde.

    Jetzt aber sprach sie nicht für sich –

    Sondern für jemand anderen.


    Sie kam, um über jenen jungen Mann zu sprechen,

    der vor kurzem das Haus Ashere betreten hatte,

    auf der Suche nach einem Gönner.

    Kein Krieger, kein Händler –

    Ein Forscher, Sharif al-Kaheem, sein Name, wie er sagte.


    Einst ein Dieb, nun mit dem Wunsch nach einem Neuanfang.

    Er wollte reisen, allein, fern der Gruppe,

    und versprach, Informationen zu liefern –

    Gegen Gold.


    Die Gruppe hatte ihn abgewiesen. Zu vage, zu fordernd, zu ungebunden.

    Doch Jasira widersprach – mit Feuer in der Stimme.


    Woher sie all das wusste?

    Zunächst behauptete sie, es seien nur Gerüchte gewesen, aufgeschnappt an den Basarständen Schildwacht.

    Doch Prinz Amran ließ nicht locker –

    und schließlich gab sie es zu:

    Sie hatte gelauscht.

    Damals, an jenem Abend, war sie aus dem Raum gewiesen worden – wie ein Kind.

    Sie war nicht weit gegangen.

    Sie lauschte, weil ihr Herz misstrauisch war.

    Ein Fremder, der Geld wollte, ohne Teil zu werden.

    Einer, der nichts bot außer Versprechen –

    Ein Bild, das sie zu gut kannte.

    Sie wollte wissen, wer er war.

    Nicht, weil sie misstrauisch war –

    Sondern, weil sie Verantwortung fühlte.

    Und vielleicht auch, weil sie selbst wusste,

    wie es war, einen Neuanfang zu brauchen.


    Alexia, spitz wie ihr Blick, nannte sie daraufhin ein „singendes Vögelchen“.

    Doch Jasira richtete sich auf –

    und ihre Stimme klang, wie die Wüste selbst:

    „Ich bin eine stolze Rothwardonin. Eine Beduine! Keine Kaiserliche wie Ihr.“

    Es wurde still.

    Fayek sprach schließlich –

    Mit jener Ruhe, die nur wenige besitzen.

    Ein Mann, der meist schweigt,

    aber wenn er spricht, dann so,

    dass selbst Wind und Sand zuhören.

    Und in seinen Worten

    fand Jasira mehr als Widerspruch:

    Sie fand Achtung.

    Als sie sich schließlich abwandte,

    bereit zu gehen,

    fragte Prinz Amran sie knapp – beinahe wie ein Befehl:

    „Kommt Ihr mit?“

    Jasira drehte sich halb um, stolz das Kinn erhoben.

    „Nein. Ich bin keine von Euch.“


    Es war nicht das erste Mal, dass sie so aufeinanderprallten –

    er, der sich nicht verbog,

    sie, die sich nicht beugen ließ.

    Zwei Naturgewalten mit Sand in den Stimmen

    und Geschichte in den Blicken.

    Sie nannte ihn später

    einen „sturköpfigen Kamelhengst“ –

    Aus tiefster Zuneigung.

    Und Amran?

    Nun … er freute sich durchaus, sie zu sehen,

    doch noch mehr freute er sich,

    wenn sie ging

    – am liebsten mit dem Rücken zu ihm.


    Später, als die Runde sich auflöste,

    waren es nicht Amrans Worte,

    nicht Alexias Spott,

    die Jasira zum Nachdenken brachten –

    Sondern Fayeks Schweigen.


    Und so entschied sie:

    Sie würde mitgehen.

    Nicht wegen eines Prinzen.

    Nicht wegen alter Schuld.

    Sondern weil sie in dieser Gruppe aus Streit, Stolz und Unsicherheiten

    etwas sah, das ihr vertraut war:

    Eine Familie.

    Niedergeschrieben unter den Sternen,

    von einer, die einst stahl –

    Und heute Würde gibt.

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    Eine modernisierte Version vom Lied *Schlampenfieber *


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    Schatten in der Stadt – Die Tante hilft

    Nachdem ihr gemeinsam beschlossen hattet, euch zur Beratung in die Unterkunft von Prinz Amran zurückzuziehen, versammelt ihr euch nun dort.


    Die Flammen der Öllampen werfen tanzende Schatten an die Wände, während wir ausharren. Die Ereignisse der letzten Stunden haben uns keine Wahl gelassen – zu gefährlich ist es geworden, sich weiter ungeschützt in der Stadt zu bewegen. Nach der Entdeckung der mysteriösen Hammerfragmente und der wachsenden Gefahr durch unbekannte Spione haben wir entschieden, Rajanas Tante um Hilfe zu bitten. Ihr Wissen über alte Magie und verborgene Zeichen könnte euch die Antworten liefern, die wir so dringend brauchen.


    Die Tür öffnet sich leise. Rajanas Tante tritt ein, ihre Bewegungen sind gemessen, ihre Haltung aufrecht, die Ruhe einer Frau ausstrahlend, die schon viele Geheimnisse dieser Welt gesehen hat. Sie ist eine Beduinin, tief verbunden mit den alten Traditionen ihres Volkes. Ihr Gesicht ist gezeichnet von Sonne und Sand, ihre Hände kräftig, aber sanft. Ein leises Murmeln entfährt ihren Lippen – ein Gebet in der Sprache ihrer Ahnen. Dann lässt sie den Blick über die Fragmente schweifen. Zwischendurch haben Prinz Amran und die Tante ihre schon normalen Neckereien, als Amran ernst wird und plötzlich ungewohnt ernst zu sprechen beginnt. Dabei schaut er teils in die Leere, als wären seine Gedanken weit in der Vergangenheit und dann wieder in der Gegenwart:


    Wenn diese Bande schon in den Verstand eindringen kann, warum dann nicht auch ihn zu Handlungen zwingen?

    Mit erhobener Stimme, in der die Dringlichkeit der Situation klar spürbar ist, blickt Amran in die Runde.„Ich habe es gesehen, ich habe es erlebt – und daher müssen wir auf alles gefasst sein. Wenn ein Geist in der Lage ist, den Verstand zu verwirren, was dann ein Kult, der Magie beherrscht?


    Wir als Gruppe schweigen aus Respekt einen Moment, jeder von uns spürt die Schwere seiner Worte.

    „Ich erlebte es im Haus der Wissenschaft, bei jenem unheilvollen Ort nahe dem Friedhof von Wegesruh. Wir waren auf der Jagd, und einer von uns – ein treuer Kamerad, ein Freund – wurde plötzlich … anders. Er handelte nicht mehr aus freiem Willen. Wie eine Marionette zog er uns in die Dunkelheit, zwang uns zu Taten, die wir nie von ihm erwartet hätten.“


    Alexia und Rahjana sehen in das Gesicht von Amran, der Gedanke an einen Verräter in den eigenen Reihen ist nicht schön.

    „Es war der Abend vor der entscheidenden Stunde, der Moment, in dem wir alles verlieren könnten, wenn wir uns nicht richtig entscheiden. Ein Magier von uns konnte helfen. Er kannte sich mit solchen Dingen aus – aber es war knapp, zu knapp. So etwas darf nicht wieder geschehen, Freunde!“


    Die Erinnerung an die verzweifelte Lage und den magischen Kampf um das Leben eines Gefährten lässt Amran kurz innehalten.

    „Dieser böse Geist, der uns manipulierte, ließ uns nicht frei. Und auch dieser Kult – wenn er in der Lage ist, mit seiner Magie in den Verstand einzudringen, dann kann er noch mehr tun.“


    Die Worte kommen aus Amrans Inneren, aus einer Erfahrung, die ihn geprägt hat. Amran hat die Gefahr erlebt, die diese Art von Magie mit sich bringt – und er weiß, wie schnell das Vertrauen in die eigenen Reihen zerrinnen kann.

    „Deshalb erzähle ich euch davon. Es ist nicht nur eine Frage von Kämpfen und Schlachten. Wenn die Gefahr so tief in uns eindringt, können wir uns nicht sicher sein, wer noch an unserer Seite steht. Und wir können uns nicht sicher sein, wie lange wir uns selbst noch vertrauen können.“


    Amran sieht in die Runde und wir uns an, denn so kennen wir Amran nicht.


    „Seht euch vor. Ein solcher Zauber könnte uns alle zu Werkzeugen machen. Wir müssen vorbereitet sein, auf all das, was uns erwarten könnte. Die Gunst des Allvaters und die Weisheit eines jeden von uns werden uns vielleicht retten – aber wir dürfen uns nicht täuschen lassen. Unsere größte Gefahr ist nicht nur der Kult selbst, sondern der unsichtbare Feind in unseren eigenen Köpfen.“


    Die Spannung im Raum ist fast greifbar. Niemand wagt es, das Wort zu ergreifen, als die Tante dann mit einer bedächtigen Geste Sand aus einem kleinen Beutel nimmt und langsam über die Überreste des Hammers rieseln lässt. Ein Zittern geht durch das feine Pulver, ein kaum wahrnehmbares Beben. Und dann – ein Flüstern, nicht laut, nicht deutlich, aber es ist da.


    Rajanas Tante hebt den Kopf. Ihre dunklen Augen ruhen auf euch, voller Wissen und Entschlossenheit.

    „Sie beobachten uns.“

    Ihre Stimme ist ruhig, aber eindringlich.

    „Doch die Erde vergisst nie. Sie kennt jeden Schritt, jeden Atemzug. Wenn sie uns finden wollen – dann werden wir sie zuerst finden.“


    Ohne zu zögern, kniet sie sich auf den Boden, zieht einen Kreis aus feinem Staub und beginnt mit einem uralten Ritual. Ihre Finger tanzen über den Sand, zeichnen Muster, die keiner von uns, außer der neue vielleicht, versteht. Worte in der Sprache der Beduinen fließen von ihren Lippen, getragen von einer Kraft, die älter ist als das Licht der Stadt. Die Magie ihrer Ahnen fließt durch sie, eine Verbindung zur Erde selbst. Der Staub beginnt zu vibrieren, hebt sich in feinen Schlieren, als würde er eine eigene Existenz entwickeln. Dann – mit einem letzten, kraftvollen Wort – bäumt sich eine Welle aus Sand auf und legt sich wie eine Landkarte auf den Boden.


    Rajanas Tante öffnet die Augen. Ihr Blick ist ernst, durchdringend. Sie zeigt auf die feinen Linien, die sich im Staub abzeichnen – Pfade, Wege, Orte, an denen eine Spur liegt. Doch wer oder was dort lauert, bleibt ungewiss.

    „Sie sind nahe. Doch nun wissen wir, wo.“


    Die Erkenntnis trifft uns mit voller Wucht. Wir sind nicht nur Beobachter – wir sind längst ein Ziel. Unsere Feinde kennen unsere Spuren, doch nun haben wir einen Vorteil: WIR kennen ihre ebenfalls.

    Weiter gehen die Beratungen.

    Fortsetzung folgt

    Nach einiger Zeit der Unterredungen und Planungen.

    Schatten in der Stadt – Fortsetzung

    Die Nacht hängt schwer über der Stadt, als ihr eure nächsten Schritte plant. Die Gassen sind voller Stimmen, Schritte hallen über das Kopfsteinpflaster – doch ihr wisst, dass einige dieser Geräusche nicht zufällig sind. Vielleicht beobachten sie euch bereits. Vielleicht seid ihr längst ins Visier geraten.


    Die Hammerstücke könnten eine Spur sein – oder eine Falle. Rajanas Tante soll sie untersuchen, doch es ist zu gefährlich, dass ihr euch zu ihr begebt. Also kommt sie zu euch. Ein scheinbar harmloser Spaziergang, nicht mehr. Ein Plan, der euch vielleicht einen Vorteil verschafft – oder euch entlarvt. Doch es wird gemeinsam beschlossen, dass sie zu uns kommen soll.


    Rajana steht an der belebten Straße, ihre Tante taucht auf, eine Frau mit wachsamen Augen und einem ruhigen, fast berechnenden Lächeln. Sie reden über Belanglosigkeiten – den Markt, das Wetter, die neueste Schneiderei. Doch jeder Satz ist Tarnung. Jeder Blick wandert unauffällig über die Menge.


    Ihr seid nicht untätig. Alexia sitzt in einer kleinen Taverne mit Blick auf die Straße, scheinbar entspannt, doch jeder Muskel angespannt. Prinz Amran hält sich im Schatten einer Gasse und lässt die Tante und seine Frau Rahjana, nicht aus den Augen, er ist bereit jeden Verdächtigen zu verfolgen.


    Und dann – ein Schatten in der Menge. Eine Gestalt mit Kapuze, die zu lange hinsieht. Ihr Weg ist ziellos, aber ihre Augen nicht. Sie bleiben an Rajana und ihrer Tante hängen.

    Ein kurzer Moment der Stille. Dann Bewegung. Der Unbekannte setzt sich langsam in Bewegung, folgt ihnen mit sicherem Abstand. Zufall? Oder seid ihr entdeckt worden? Ihr müsst handeln – jetzt.


    Wer wird den Verfolger abschütteln? Wer bleibt in Deckung? Und was, wenn das alles ein Trick ist, um euch aus der Reserve zu locken?

    Die Nacht hält den Atem an.




    Das erste Zeichen

    Die Nacht brach herein, und das Feuer ihrer kleinen Gruppe brannte in einem geschützten Bereich des Strandes nieder. Der Wind trug die Geräusche der Wellen ans Ufer, und für eine Weile schien es, als könnten sie wirklich ruhen.

    Doch tief in der Nacht erwachte Amran.

    Nicht durch ein Geräusch. Nicht durch eine Bewegung.

    Sondern durch eine Stimme.

    "Warum läufst du? Warum versteckst du dich? Ich bin überall, wo Schatten sind…"


    Sein Atem wurde flach. Sein Blick wanderte über das Lager, doch alles war still. Rahjana schlief nahe der Felsen, Alexia hatte sich halb in ihren Mantel gewickelt, doch ihre Hand lag auf dem Griff ihres Schwertes.

    Doch dann – eine Bewegung.

    Hoch oben in den Felsen.

    Einen Wimpernschlag später löste sich ein kleiner Stein, rollte die Klippe hinab und landete leise im Sand.

    Ein dunkler Schatten huschte über die Felsen – schnell, lautlos.

    Amran griff nach seinem Dolch. Sein Herz schlug schneller.

    War es eine Täuschung? Oder war der Feind bereits näher, als sie dachten?

    Er wollte gerade aufstehen, als ein Geräusch die Stille durchschnitt.

    Ein dumpfes, hohles Klappern.

    Dann – ein schwerer Aufprall.

    Etwas war gefallen. Direkt in ihr Lager.

    Ein Totenschädel.

    Er war aus den Schatten gefallen, fast so, als hätte ihn eine unsichtbare Hand gestoßen. Der leere Blick der hohlen Augenhöhlen war auf Amran gerichtet.

    Und dann – ein leises Kichern.

    Nicht menschlich. Nicht ganz von dieser Welt.

    Alexia riss ihre Klinge aus der Scheide, sprang auf die Beine. Auch die anderen erwachten, Rahjana zog ihren Dolch, während sie sich aufrichtete.

    Doch da war nichts.

    Nur der Schädel.

    Und die dunklen Schatten, die sich um ihre Gruppe schlossen.


    "Ihr seid nicht allein…"

    Das Flüstern war wieder da. Doch dieses Mal hörte es nicht nur Amran.

    Dieses Mal hörten es alle.

    Und in den Felsen über ihnen bewegte sich etwas.

    To Be Continued…

    Die Dunkelheit der Krypta

    Die Luft war schwer und stickig, durchzogen vom beißenden Geruch nach feuchtem Stein und altem Tod. Eine gefundene Krypta schien seit Jahrhunderten unberührt, doch die Gruppe wusste es besser. Kein Ort war jemals wirklich verlassen.

    Die Schatten bewegten sich, als würden sie atmen.


    Prinz Amran führte den Trupp vorsichtig an. Seine Finger ruhten auf dem Griff seines Schwertes, während er die unheimliche Stille in sich aufnahm. Hinter ihm folgte Alexia, stets wachsam, bereit, jeden Feind mit ihrer Klinge zu empfangen. Rahjana blieb dicht hinter ihnen, ihre Augen ruhten auf den uralten Wänden, in denen sich Geschichten aus vergangenen Zeiten verbargen.


    Dann – ein Flüstern.

    Leise. Zischend.

    "Ihr seid nicht willkommen…"

    Amran erstarrte.


    Es war keine Einbildung – sie alle hörten es. Ein kalter Hauch streifte seine Wange, und dann – ein dumpfes Geräusch.

    Ein Skelettkopf fiel aus dem Nichts und schlug vor ihm auf den Boden auf.

    Seine leeren Augenhöhlen starrten ihn an. Für einen Moment bewegte sich sein Kiefer, als würde er lachen. Dann zerfiel er zu Staub.

    "Die Schatten kennen deinen Namen, Prinz …"


    Der Boden bebte. Ein dröhnendes Grollen hallte durch die Krypta. Die Gruppe riss die Waffen hoch, als die Wände zu zittern begannen.

    Dann brach er aus der Dunkelheit hervor.

    Ein Golem.

    Nicht aus gewöhnlichem Stein – dunkle Magie pulsierte durch seine gewaltigen Gliedmaßen. Er war erschaffen worden, um zu töten. Sein Brüllen ließ den Staub von der Decke rieseln, als er mit gewaltiger Kraft zuschlug.

    Der Kampf war brutal. Alexia wich einem Hieb aus, der den Boden aufbrechen ließ. Rahjana schleuderte einen Dolch, der wirkungslos von der steinernen Haut des Ungetüms abprallte. Amran sprang zur Seite, zog sein Schwert – und zielte auf die Risse im Golem.

    Ein langer Kampf folgte. Klingen schlugen Funken, Magie flackerte. Schließlich gelang es ihnen, den Golem zu Fall zu bringen – er zerschellte mit einem markerschütternden Knall in tausend Stücke.


    Als die Ruhe einkehrte, glitt Alexias Blick über die Trümmer.

    Ein Fragment blitzte auf.

    Sie hob es auf – ein Hammerkopf, uralt und mit Symbolen verziert.

    "Das könnte wichtig sein…"


    Doch dann – eine Bewegung in den Schatten.

    Eine Gestalt trat aus dem Halbdunkel. Eine Frau, gehüllt in dunkle Gewänder, ihre Haut schien im Fackelschein fast schuppenartig. Ihre Augen waren schmal, golden, ihr Lächeln so kalt wie das Gift einer Kobra.

    Niemand hatte sie eintreten hören.

    Niemand hörte sie gehen.

    Ein Wimpernschlag, und sie war verschwunden.


    Die Freunde verließen die Krypta so schnell sie konnten, doch wollten sie wiederkommen. Prinz Amran fasste einen Plan.

    Sie brauchten Ruhe.

    Der Kampf gegen den Golem, das unheimliche Flüstern, die Begegnung mit der Schlangenfrau – all das hatte Spuren hinterlassen. Selbst ein Krieger musste einmal innehalten.

    Nach den Strapazen der vergangenen Wochen brauchte die Gruppe eine Auszeit – oder zumindest die Illusion davon. Amran entschied, dass sie sich für einige Tage zurückziehen sollten. Sie ritten nach Westen, dorthin, wo das Meer auf den Sand traf und der Wind den ewigen Kampf gegen die Wüste austrug.

    Die Bucht, die sie erreichten, war ein Ort der Schönheit und des Friedens. Das Wasser funkelte unter der Sonne, die Klippen warfen lange Schatten auf den goldenen Sand. Für einen Moment schien es, als könne hier kein Unheil sie erreichen.

    Alexia, stets wachsam, zeigte dennoch ihre Fähigkeiten im Fischen und sorgte für ein einfaches, aber gutes Mahl. Amran erzählte alte Geschichten aus seiner Kindheit, während Rahjana auf einem Felsen saß und die Wellen beobachtete. Trotz ihrer Ruhe sah man in ihren Augen, dass ihre Gedanken noch bei dem Sohn waren, den sie in Schildwacht zurückgelassen hatte.


    Doch so sehr sie sich auch in diesen Moment flüchten wollten – der Schatten hatte sie bereits erreicht.

    Hoch über ihnen, zwischen den Felsen, lag ein Mann verborgen. Ein Spion des Kultes. Er hatte ihre Spuren aufgenommen, seit sie die Stadt verlassen hatten, und war ihnen lautlos gefolgt. Er beobachtete, er wartete.

    Denn er wusste, dass sie sich in Sicherheit wähnten.

    Und das war sein Vorteil.

    So ist es weiter gegangen,

    Die Schatten von Schildwacht

    Die salzige Meeresbrise trug den Klang der fernen Wellen ans Ufer, als die Gruppe auf ihren Pferden durch die Tore von Schildwacht ritt. Im warmen Licht der Abendsonne strahlte die Stadt, doch ihre Mauern verbargen mehr als nur die Schatten der Dämmerung.

    Prinz Amran atmete tief durch. Sein Sohn würde hier, unter dem Schutz seines Bruders Silann und dessen Frau Ahladia, sicher sein. Silann, noch immer geschwächt von den letzten Auseinandersetzungen, wurde den Heilern übergeben und erholte sich langsam. Ahladia wich nicht von seiner Seite, während Amran und seine Getreuen bereits neue Pläne schmiedeten.

    Es gab noch keine Spur zum wahren Anführer des feindlichen Kultes, der die Entführung inszeniert hatte. Ein geheimes Treffen am Rande der Stadt könnte neue Hinweise liefern. Doch Schildwacht war ein Ort voller Spione, und man wusste nie, wer sich bereits hatte kaufen lassen. Vorsicht war geboten. Deshalb mischten sich die Gefährten als Beduinen unter das Volk, lauschten Gesprächen und suchten nach Hinweisen.

    Doch dann fiel die Entscheidung: Eine kurze Atempause. Nach Wochen der Flucht, des Kampfes und der Geheimnisse verdiente jeder eine Auszeit. Ein Ritt ans Meer, eine Flucht in die scheinbare Idylle der Küste, sollte ihnen Erholung bringen.


    Die trügerische Ruhe

    Die Reise zur einsamen Bucht führte sie durch goldene Dünen, bis sie schließlich das glitzernde Blau des Meeres erreichten. Hier, fernab der Stadt, errichteten sie ihr Lager. Rahjana, die Amrans Sohn stets bei sich trug, genoss die Ruhe, während Alexia mit geschickten Händen Netze auslegte, um frischen Fisch zu fangen.

    Amran, von der Sonne gewärmt, erzählte Geschichten vergangener Tage. Lachen hallte über den Strand, und für einen Moment schienen all die Schrecken der letzten Wochen vergessen.

    Doch die Schatten rührten sich bereits.

    Unbemerkt beobachteten fremde Augen das Lager. Ein Spion des Kultes, lautlos wie die Wellen, hatte sich an ihre Fährte geheftet. Er wartete. Lauert. Sucht nach einem Moment der Schwäche.


    Die erste Warnung

    Es begann in der Nacht.

    Amran erwachte. Ein Flüstern trug sich mit dem Wind – ungreifbar, kaum mehr als ein Hauch, doch die Worte drangen ihm ins Mark:

    "Ihr seid nicht allein..."

    Er richtete sich langsam auf. Die Nacht war still, zu still. Das Knistern des Lagerfeuers war das einzige, was seine Sinne fand. Dann, aus den Felsen, eine Bewegung.


    Ein dunkler Schatten, kaum mehr als ein Wimpernschlag lang sichtbar.

    Vielleicht nur eine Laune des Mondlichts. Oder...

    Seine Hand glitt instinktiv zu seiner Waffe. Ein kühler Schauer lief ihm über den Rücken.

    Die Schatten beobachteten ihn.

    Der Frieden war eine Illusion.


    To be continued...