• Die Legende von Nammu.

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    Es gibt viele Geschichten und Gerüchte über ihn, dass einem im Grunde schon alleine deswegen klar sein dürfte, dass vermutlich mindestens die Hälfte davon entweder übertrieben oder einfach nur ausgedacht sein müssen. Umso geheimnisvoller, umso interessanter und so hat sich das Mysterium um einen unheimlichen Dunmer, dessen Identität bis heute keinem bekannt ist, über die Jahre entwickelt. Was sich hartnäckig hält, ist die Geschichte eines Dunkelelfen, der in einfachen Verhältnissen ohne besonderen Stand irgendwo in Steinfälle aufgewachsen sein soll. So wird unter anderem erzählt, dass dieser unscheinbare Mer blutige Rache an denen nahm, die seine Familie überfielen und töteten. Als sie ihm die Liebsten nahmen, nahm er sich ein einfaches Messer, suchte sie und schlachtete sie brutal ab. Danach tauchte er ab, ward nie mehr gesehen. Seine Rache war derart brutal, dass sich die Nachricht darüber schnell verbreitet hat, mit den entsprechenden Ausschmückungen. Und so begannen sie, die Geschichten um Nammu, dem Namenlosen.waffen15.png


    nammu_13.pngEbenso mysteriös sind neben seiner Identität auch seine Künste im Umgang mit der Klinge, insbesondere dem Messer. Viele fragten sich, wer sie ihm beibrachte, diesem scheinbar einfachen Dunmer, aufgewachsen auf einem Hof, unter einfachen Verhältnissen. So machte es sodann die Runde, dass er womöglich ein bereits ausgebildeter Assassine der Morag Tong oder gar der Dunklen Bruderschaft sei. Doch gibt es bis heute keine Belege dafür, dass einer dieser beiden Vermutungen stimmen könnte. Die Tatsache, dass jemand seinen Opfern die Haut im Gesicht abzog, ist sicherlich nicht gänzlich neu, doch verstörend allemal. So haben diesen Taten Potential für weitere Geschichten, die man sich gerne beim Wein oder Sujamma in den Tavernen der Städte erzählt.
    Auch ist bis heute nicht geklärt, welchem Haus er zugehörig ist.


    Als nächstes tauchte Nammu angeblich in Davons Wacht auf, was zwei Tote in einer Gasse nahe des Hafens anscheinend belegen sollen. Ein dürrer, unscheinbar wirkender Dunmer ward gesehen, als er den Ort verließ, an dem zwei einschlägig bekannte Diebe ihre Leben und ihre Gesichter verloren. So war schnell klar, dass es die Tat von Nammu gewesen sein muss. Andere erzählten aber auch von einer schlanken Mer, mit langem Haar, die man in der Nähe beobachtete. Und so gab es erste Gerüchte, ob Nammu nicht vielleicht gar weiblich sei. Oder dass es zwei seien, statt nur eine Person. Die Geschichten waren wahrlich reichlich übertrieben, wobei die Vorgehensweise der Taten für denselben Täter sprach, oder Täterin.nammu_14.png


    Nach zwei weiteren ähnlichen Vorfällen im Gesetzlosenunterschlupf von Davons Wacht, wurde es aber still um Nammu.

    So als hätte es ihn, oder sie, nie gegeben, sodass auch zunächst die Gerüchte verstummten.

    Erst viel später kam es auf Vvardenfell, in der Hafenstadt Seyda Neen, zu einer Tat, die doch wieder auf Nammu hinweisen konnten.

    Einer der Matrosen eines Handelsschiffes fand den Tod, auf bekannt brutaler Art und Weise, gefolgt von zwei weiteren Toten nahe Balmora.

    Rasch befeuerte der Tratsch der Seeleute wieder die Geschichten um Nammu, dem Todbringer, der seinen Opfern ihr Gesicht nimmt

    und den es wohl nun gen Vvardenfell hingezogen haben muss.


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    Zu dieser Zeit machte eine Bande von Verbrechern, die sich Dunruhn nennt und die dem Verbrechersyndikat Camonna Tong angeschlossen sein soll, Balmora und deren Umgegend unsicher. Es ist nicht bestätigt, ob sich Nammu Dunruhn schon vorher anschloss und zunächst als unscheinbare Person im Hintergrund wirkte, doch kam der Tag, als auch der damalige Anführer Malol Vendthren sein Leben und sein Gesicht verlor. Es war der Tag, als sich Nammu an die Spitze von Dunruhn setzte, weiterhin in seiner Identität unbekannt. Und es war die Zeit, als zwei andere kamen, die Geschicke der Organisation offiziell zu leiten. Mit Midyn Andaai und seiner Schwester Iveffyn Andaai im Vordergrund, steuerte Nammu von da an die Geschicke von Dunruhn im Schatten, die Fäden im Hintergrund ziehend.nammu_18.png



    Ob die beiden Geschwister wissen, wer Nammu wirklich ist, ist nicht unbekannt.

    Womöglich ist es ja auch eine Dunmer, gar nicht männlich, wie viele behaupten.

    Oder es sind gar Zwei.

    Doch vielleicht sind all die Gerüchte um Nammu, der oder die Namenlose, im Nachhinein alle nur bewusst gestreut.

    Vielleicht gibt es diese Person gar nicht, wie ein von langer Hand gesteuerter Schachzug, um andere vor ihren eigenen Taten zu schützen.

    Unter Umständen alles nur ein Hirngespinst, eine fixe Idee, getragen von allerlei Geschichten.


    Am Ende sind es jene Gerüchte, sowie der Tratsch darüber in den Tavernen und Gassen der Städte, die vielleicht mehr Kraft entwickeln und Geschichten beeinflussen,

    als so manche Streitmacht oder mächtiger Zauber.


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