Haus der Wissenschaft

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Das Haus der Wissenschaft ist sowohl Treffpunkt für alle wissenschaftlich Interessierten, als auch ein Projekt mit dem Ziel, einer breiteren Öffentlichkeit den Zugang zu Wissenschaft und Forschung zu erleichtern, den Dialog zwischen Gelehrten und Bürgern anzuregen, und aufstrebende Forscher in ihrer Arbeit zu unterstützen. Gegründet von Madame Barneau zu Beginn des Jahres 585, befindet sich das Haus im Gauthier-Anwesen, einem alten Herrenhaus im nordöstlichen Stadtteil von Wegesruh. Das Haus der Wissenschaft steht seit seiner Gründung unter der Leitung des Forschungsreisenden Namir al-Rashid.



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An den Anschlagsbrettern von Wegesruh finden sich regelmäßig Aushänge zu Veranstaltungen und Neuigkeiten rund um das Haus der Wissenschaft. Bei Fragen oder Anliegen können sich Interessierte per Brief an Namir al-Rashid wenden, oder ihn persönlich im Gauthier-Anwesen aufsuchen.



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Der Salon des Hauses, wo Gäste empfangen werden und Gesellschaftsabende stattfinden.



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Das Laboratorium hat einen Bereich für Verzauberungen und Schmuckhandwerk ...



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... sowie einen Bereich für Alchemie.



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Studierzimmer und hauseigene Bibliothek.



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Antworten 14

  • Zeit für ein kleines Update ...


    Im Rollenspiel sind wir weiterhin zusammen mit Magistra Aethyra Marethi in Himmelsrand unterwegs und versuchen, das Geheimnis eines nordischen Clans zu lüften, der vor langer Zeit aus bisher unbekannten Gründen in Ungnade gefallen ist. Wer einen Char in Himmelsrand hat und uns [ic] über den Weg laufen mag, ist gerne willkommen.


    Die Projektvorstellung hier im Forum wurde um einen [ooc]-Text erweitert.


    Statt wie im alten RP-Forum regelmäßig kleine Geschichten von unseren Abenteuern zu posten, gibt es hier nur noch [ooc]-Updates. Dafür wird es in der Geschichtensammlung ... richtig, Geschichten rund um das Haus der Wissenschaft geben. Im alten Forum gab es neben den Forscherhaus-Threads noch eine ganze Menge verstreuter Texte und Briefe, die ich gesichert habe und nach und nach in chronologischer Reihenfolge neu rausbringen will. Von der Vorgeschichte über unsere ersten Gehversuche, die Zusammenarbeit unter anderem mit Twyllagea und dem Orden der Gekreuzten Klingen, Haus Ashere und Haus Abutemal, bis hin zu den düsteren Zeiten rund um die Boethiah-Kultistin Salima al-Maysun ("der Schakal"). Ja, in den letzten 6 Jahren ist doch erstaunlich viel zusammengekommen ;) Zukünftige Plots werden dort ebenfalls als Geschichten zusammengefasst.


    Aktuell loten wir aus, ob und inwieweit eine andere RP-Sammelgilde für uns von Interesse ist, um weitere Spieler ins Wegesruher RP zu locken. Eine erste Idee steht bereits im Raum. Wir wollen zusammen mit der Gildenleiterin für die RP-Neulinge der Gilde eine kleine Vortragsreihe über verschiedene Völker starten. Noch befindet sich aber alles im Anfangsstadium. Mal sehen, was daraus wird.


    Für Anfragen und Kommentare nutzt gerne diesen Thread.

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  • Die Gefährten sind inzwischen aus Himmelsrand zurückgekehrt und haben das Geheimnis um den in Vergessenheit geratenen Nord-Clan gelüftet. Von einer Erholungspause in Wegesruh kann allerdings keine Rede sein. Amrán al Sahid und zwei weitere Begleiter haben das Haus der Wissenschaft aufgesucht und die Gefährten um Hilfe gebeten, den verschleppten Prinz Silann ausfindig zu machen. Während jeder im Haus sich daran beteiligt (einschließlich Aethyra Marethi vom Magierladen), ist Namir erstaunlich zurückhaltend. Ihn interessiert vor allem eine Kiste voller Bücher und Texte, die ihm sein einstiger, für tot erklärter Mentor vermacht hat.


    Wir freuen uns, endlich einmal wieder mit den Kindern der Wüste rp´lern zu können und sind gespannt, wohin die gemeinsame Reise uns dieses Mal führt. Außerdem bahnt sich mit dem Vermächtnis von Namirs Mentor auch schon ein weiterer Plot an. Wir sind also weiterhin gut beschäftigt ;)


    Nun zwei weniger erfreuliche Nachrichten: die Idee, eine Vortragsreihe über verschiedene Völker zu starten (siehe vorherigen Post), liegt erst mal auf Eis. Das Interesse ist einfach zu gering, als dass sich der Aufwand dafür lohnen würde. Und es wird keine regelmäßigen Geschichten mehr über unsere Abenteuer geben, wie ich sie noch im alten Forum verfasst habe. Stattdessen will ich mich in Zukunft ganz der "Bibliothek des Forscherhauses" widmen. Mehr Hintergrundinfos, aber auch eine chronologische Zusammenfassung all dessen, was bisher alles passiert ist. Dazu habe ich aus dem alten Forum so ziemlich alles kopiert, was irgendwie mit dem Forscherhaus zu tun hatte. Und in 6 Jahren kommt so einiges zusammen ...


    Pery (ddrPeryite) steht uns weiterhin als wandelndes Lexikon zur Seite, hat seine Komtess aber schon vor einer Weile erst einmal auf Eis gelegt. Wir suchen daher weiterhin eine Gelehrte oder eine Studentin, die sich uns anschließen will (Männer sind natürlich auch willkommen). Das Fachgebiet ist relativ egal, nur bitte keine Maga oder Magus. Es sind selbstverständlich auch RP-Anfänger willkommen. Und nein, man muss nicht erst den halben Tamriel-Almanach auswendig lernen, um bei uns auch nur Hallo sagen zu dürfen :S

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  • Wir haben eine neue Anwärterin für unser Forscherhaus, eine dunmerische Expertin für Dwemer. Das heisst allerdings auch - wir suchen keine weiteren Spieler und nehmen vorerst niemanden mehr auf. Es hat sich einfach gezeigt, dass eine kleine, gut aufeinander eingespielte Gruppe das RP wesentlich angenehmer macht, als möglichst viele Leute ins Haus zu holen.


    Selbstverständlich sind wir auch weiterhin für Spieler und Projekte offen, die mit uns zusammen rp´lern wollen. Auch wenn wir praktisch von einem Plot in den nächsten geraten und kaum wirklich Plot-Pausen haben, so sind wir dennoch jederzeit anspielbar. Nur weil wir in einem Plot stecken, bleibt das "Drumherum" deswegen ja nicht stehen. Unser RP spielt oft im Housing, was ebenfalls niemanden abschrecken muss. Für uns ist Housing eine stimmige Kulisse und eine Möglichkeit, ungestört von Non-RP´lern zu spielen. RP´ler sind dagegen so gut wie immer willkommen, ob wir nun in einem Plot stecken oder in unserer Bude hocken. Das Haus der Wissenschaft ist schließlich als offenes Projekt gedacht. Sollte es wider Erwarten einmal wirklich nicht passen, werden wir das schon noch freundlich mitteilen.


    Aktuell setzen die Gefährten im Forscherhaus alles daran, Amrán dabei zu unterstützen, den entführten Prinzen Silann zu befreien. Die Vorbereitungen auf einen Schlag gegen die Entführer, deren Schiff derzeit schwer bewacht im Hafen von Wegesruh liegt, laufen auf Hochtouren. Mit einem gefälschten Durchsuchungsbeschluss soll versucht werden, an Bord der Entführer zu kommen und die Mannschaft lange genug abzulenken, während die bosmerische Späherin Liniphia den Prinzen vom Schiff zu schmuggeln versucht.


    Weiterhin eher widerwillig an der Rettungsaktion beteiligt ist Namir, der völlig fixiert ist auf den Nachlass seines einstigen Mentors Victor Guérin, eine Reihe von Aufzeichungen und Skizzen, fast ausnahmslos zum Thema Dwemer/Rourken-Clan, die Guérin dem rothwardonischen Schreiber vermacht hat. Auch wenn Namir eine große Begeisterung für die Dwemer hegt, erklärt das nicht, warum er selbst an der Befreiung seines Weggefährten Silann so wenig Interesse zeigt und lieber jede Gelegenheit nutzt, in Guérins Büchern zu forschen. Es bleibt für die Gefährten vorerst schleierhaft, warum der Schreiber so versessen ist und alles andere vernachlässigt.

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  • Wir mussten unsere Rettungsaktion rund um den rothwardonischen Prinzen Silann Ashere aus [ooc]-Gründen leider pausieren. Wir werden den Plot aber zu gegebener Zeit wieder aufgreifen und den entführten Prinzen befreien.


    Dafür haben wir inzwischen den nächsten Plot gestartet - "Das Amulett des Abal al-Mazzeb". Im Nachlass seines Mentors Victor Guérin hat Namir ein Tagebuch gefunden, das zunächst wie ein klassisches Forschertagebuch begann, mit jeder Seite rätselhafter wurde, und schließlich mit einem kompliziert verschlüsselten Text endete. Magus Aaravos Arden und der Bibliothekar Ghin Korcisis konnten den Text mit Hilfe der Dwemer-Expertin Sylvatica lösen - nur um am Ende herauszufinden, dass Guérin kurz vor seinem Verschwinden einem Artefakt hinterher gejagt war, dessen Existenz höchst umstritten ist. Angeblich einst von einem Dwemer erschaffen, soll das Amulett seinem Träger dank eines Seelensteins und eines komplizierten Mechanismus enorme magische Kräfte verleihen. So behauptete es jedenfalls vor knapp 200 Jahren Abal al-Mazzeb, ein rothwardonischer Gelehrter, der als Einziger je von dem Amulett berichtete.


    Namir ist entsetzt und keinesfalls bereit, die Geschichte rund um das Amulett des Abal al-Mazzeb als bloße Fantasiegeschichte abzutun. So beginnt das Abenteuer zunächst ganz ähnlich wie die Jagd nach dem vermeintlichen Buch von Frandar do Hunding, wo die Gefährten in die Alik´r reisten und am Ende "nur" eine Schrift fanden, die zwar einen gewissen historischen wie finanziellen Wert hatte, aber keineswegs von dem rothwardonischen Helden stammte. Doch schon bald wird sich zeigen, dass hier weitaus mehr dahinter steckt als eine frei erfundene Geschichte - und dass Namir nicht der einzige ist, der an die Existenz des Amuletts glaubt.

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  • Zeit für ein neues (kleines) Update. Unser aktueller Plot nimmt langsam an Fahrt auf. Wir sind voraussichtlich nur noch 2 Spielabende in Wegesruh, bevor wir die nächste Forschungsreise antreten. Über Zufallsbegegnungen für einen einzelnen Abend freuen wir uns sehr, es muss auch keine Begegnung sein, die etwas mit dem Plot zu tun hat.


    Die Geschichten rund um das Haus der Wissenschaft sind in den letzten Wochen leider viel zu kurz gekommen. Ich werde mich bemühen, das zu ändern und die Bibliothek fortzusetzen. Da ich derzeit wieder etwas Zeit zum Schreiben habe, soll es auch mehr Texte im entsprechenden Thread hier im Forum geben.

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  • Die Gefährten sind inzwischen in Schildwacht angelangt - und stecken erneut in Schwierigkeiten. Die gleichen Diebe, die Namir al-Rashid schon 2 Jahre zuvor im Auftrag des Schatzjägers Giraud Rolaine während einer Forschungsreise in die Alik´r entführt hatten, haben nun erneut zugeschlagen und dem Schreiber jene Karte entwendet, die den Weg zum Amulett von Abul al-Mazzeb weist. Und es scheint, als würden die Diebe auch dieses Mal für den bretonischen Schatzjäger arbeiten. Wiederholt sich die Geschichte? Kommt es so wie vor 2 Jahren, als die Gefährten inmitten der Alik´r auf der Suche nach einem historisch bedeutsamen Buch waren? Bisher deutet alles darauf hin, wenngleich Magistra Aethyra zunehmend Zweifel hat und befürchtet, dass weitaus mehr (oder jemand ganz anderes) dahinter steckt.


    Doch die Gefährten haben noch mit einem ganz anderen Problem zu kämpfen. Der rothwardonische Schreiber scheint zunehmend den Kopf zu verlieren und ist völlig fixiert auf die Bergung des Amuletts. Es kommt in Schildwacht zu einem ernsthaften Streit, der die Gruppe beinahe auseinanderbrechen lässt. Teils widerwillig folgen die Gefährten schließlich dem Schreiber in die Alik´r, um den Dieben hinterher zu jagen und ihnen vielleicht doch noch das Amulett abnehmen zu können - wenn es denn tatsächlich existiert. Niemand ahnt zu dieser Zeit, dass die Götter den Zusammenhalt der Gruppe schon sehr bald auf eine noch wesentliche härtere Probe stellen werden.

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  • Das war es also. Das unrühmliche Ende einer völlig überstürzten Forschungsreise, die von Anfang an unter keinem guten Stern gestanden hatte. Sie hatten die Stelle aufgesucht, wo das Amulett des Abul al-Mazzeb angeblich versteckt war. Natürlich kamen sie zu spät, die Diebe waren längst vor ihnen da gewesen und hatten die archäologische Fundstelle (genauer, ein altes bretonisches Grab) längst geplündert. Keine nähere Untersuchung des Grabes, stattdessen eilige Abreise zurück nach Schildwacht, wo bereits die nächsten Probleme warteten.


    Die Diebe hatten das Amulett überstürzt an einen Hehler verkauft, als ihnen klar wurde (oder sie davon überzeugt waren), dass ein Fluch auf dem Amulett lastete und in kürzester Zeit ein Schurke nach dem anderen von einem Rachegeist getötet wurde. Namir war davon überzeugt, dass es nichts mit dem Amulett zu tun hatte, sondern sie es mit einem untoten Grabwächter zu tun hatten. Was die Lage natürlich keineswegs besser machte.

    Dank "Nachforschungen" (oder besser: Drohungen) im Diebesunterschlupf konnten die Gefährten rasch ausfindig machen, wer der Hehler war, in dessen Besitz sich das Amulett befand. Magistra Aethyra gab zu verstehen, dass sie Interesse am Erwerb des Artefakts hätte, und nur 2 Tage später wurde der Köder geschluckt.

    Zhakal, ein schmieriger Rothwardone, suchte die Gefährten im Gasthaus auf und war nur zu gern bereit für ein Geschäft. Doch wieder ging alles gründlich schief. Rückblickend konnte Namir nicht einmal genau sagen, wie es so weit gekommen war. Plötzlich war Ulfriks Faust geflogen, der Hehler hatte benommen an einer Steinsäule lehnend gesessen, und gleichzeitig hatte einer der Gäste laut aufgeschrieen, weil Aaravos ihn mit einer kleinen magischen Flamme angezündet hatte. Ohne dass die anderen es bemerkt hatten, hatte sich wohl ein Streit zwischen dem altmerischen Magus und dem betroffenen Gast entwickelt.

    Die Gefährten waren überstürzt vor die Tore von Schildwacht geflohen (natürlich nicht ohne vorher dem Hehler das Amulett abzunehmen), als nach diesem Tumult Wachen nach ihnen suchten. Ihre Lage hätte kaum schlimmer sein können. Nicht nur hatten Gerüchte die Runde gemacht, eine Gruppe Abenteurer habe ein verfluchtes Relikt bei sich, nun hatten sie auch noch die Wachen von Schildwacht an den Fersen. An eine ungehinderte und problemlose Rückkehr von Schildwacht nach Wegesruh war damit nicht zu denken.


    Im Schutze der Dunkelheit waren Sylvatica und Namir später zurück nach Schildwacht und hatten sich zur Magiergilde geschlichen. Es brauchte einiges Zureden der Gefährten, doch der rothwardonische Schreiber musste sich schließlich eingestehen, dass es in ihrer Lage das beste war, das Amulett zumindest für eine Untersuchung in der Magiergilde abzugeben. Und letztlich war das ja auch das eigentliche Ziel - herausfinden, ob das Amulett des Abul al-Mazzeb tatsächlich existierte, es bergen, und sicher zu einer Magiergilde bringen. Mit etwas gutem Willen konnte man also von einem erfolgreichen Abschluss der Forschungsreise reden, trotz chaotischer Umstände. Namir hatte damit den letzten Willen seines Mentors erfüllt. Sobald sich die Lage in Schildwacht ein wenig beruhigt hatte, konnten sie hoffentlich ohne nennenswerte Schwierigkeiten zurück nach Wegesruh.


    Doch auch wenn dem Schreiber damit eine große Last abgenommen war, ging ihm immer noch vieles durch den Kopf. Zu vieles. Vor allem zweifelte er mehr denn je daran, ob er wirklich ein guter Anführer war. Alleine auf Forschungsreise gehen, das war eine Sache. Doch eine ganze Gruppe Gefährten leiten, die allesamt ihren eigenen Kopf hatten ... Die letzte Forschungsreise war eine einzige Aneinanderreihung von Schwierigkeiten, sie hatten Fehler um Fehler gemacht. Namir al-Rashid kamen immer mehr Zweifel auf, dass er seiner Aufgabe als Leiter des Forscherhauses noch gewachsen war.

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  • Nach den chaotischen Wochen, mit denen das letzte Jahr zu Ende ging, schien es, als beruhige sich die Lage im Haus der Wissenschaft wieder. Die katastrophal verlaufene Forschungsreise in der Alik´r war längst vergessen und aufgearbeitet. Die verworrenen und teils widersprüchlichen Gerüchte über Delias Tod waren ebenfalls geklärt, und es hatte sich herausgestellt, dass die bretonische Heilerin zwar schwer krank, doch keineswegs tot war, wie zunächst fälschlicherweise berichtet wurde.


    Was das Amulett des Abal al-Mazzeb anging, jenes Dwemerrelikt, das lange Zeit nur ein Mythos, wenn nicht gar eine frei erfundene Geschichte des einstigen Gelehrten al-Mazzeb zu sein schien, so hatte sich das Forscherhaus mit der Magiergilde darauf geeinigt, dass das Amulett unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen von Schildwacht nach Wegesruh gebracht werden und in der Gilde verbleiben sollte. Zunächst hatte es Streitigkeiten gegeben, ob das Amulett im Forscherhaus oder doch in der Magiergilde untersucht werden sollte. Einige Gildenmitglieder hatten argumentiert, das Relikt sei an die Magiergilde Schildwacht übergeben worden und somit rechtmäßiges Eigentum der Gilde. Madame Barneau wiederum hatte dem entgegengehalten, dass es sich lediglich um eine Leihgabe gehandelt habe. Schließlich gab die Mäzenin im Interesse einer guten Zusammenarbeit zwischen Gilde und Forscherhaus nach, und der Streit konnte beigelegt werden.


    So weit die offizielle Version. Doch Magister Benry Claverie hatte von Anfang an massive Bedenken gegen eine Aufbewahrung des Amuletts in der Magiergilde. Wenn die Geschichten rund um das Dwemerrelikt wirklich stimmten, dann war das Amulett eine Art machtvoller Speicher für arkane Energie und erlaubte seinem Träger, geradezu unbegrenzt Magie zu wirken. Sicher, es waren nur Geschichten. Doch das Amulett selbst wurde viele Jahrzehnte lang ebenfalls nur als Geschichte abgetan. Die Gefahr, dass auch nur ein einziger Magus oder eine einzige Magistra in Versuchung kam und das Amulett für ganz eigene Zwecke missbrauchen könnte, war in den Augen von Magister Benry einfach zu groß.


    Der Streit zwischen der Magiergilde und dem Haus der Wissenschaft war von Anfang an lediglich ein inszeniertes Schauspiel, um jene Magister zu beruhigen, die beharrlich darauf bestanden, das Amulett in der Gilde aufzubewahren. Insgeheim hatten Magister Benry und Madame Barneau sich darauf verständigt, das Amulett "offiziell" in die Wegesruher Magiergilde bringen zu lassen und es einigen ausgewählten Mitgliedern vorzustellen. So konnte sich jeder vergewissern, dass das Relikt mit Hilfe zahlreicher Schutzvorkehrungen in der Gilde verwahrt wurde. Doch unmittelbar nach der Vorstellung sollte das Amulett heimlich aus der Gilde geschafft und zum Haus der Wissenschaft gebracht werden.


    Im Forscherhaus selbst waren die Gefährten bereits eingeweiht. Im Haus waren Schutzzauber gewirkt worden, und Magus Aaravos und die Dwemerforscherin Sylvatica Aschehauch hatten zusammen einen "arkanen Käfig" konstruiert. So konnten Gefahren, die von dem Amulett ausgingen, möglichst gering gehalten werden, während das Dwemerrelikt untersucht wurde.


    Der Druck, der auf den Gefährten lag, war enorm. Sie hatten es nicht nur mit einem extrem mächtigen Relikt zu tun, bei dem keiner so recht wusste, womit sie rechnen mussten. Auch die Zeit arbeitete gegen sie. Das Amulett konnte schließlich nicht wochen- oder gar monatelang im Forscherhaus aufbewahrt werden, ohne dass der Diebstahl unbemerkt blieb.


    Sollte sich das Amulett als harmlos herausstellen, konnte es stillschweigend zurück zur Gilde gebracht werden. War das Amulett allerdings wirklich so gefährlich wie befürchtet, konnte es weder im Haus der Wissenschaft noch in der Magiergilde verbleiben, und es musste nach einer anderen Lösung gesucht werden. Doch zunächst hieß es, auf die Ankunft des Relikts zu warten.


    Dass ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt ein knapp gehaltener Brief im Forscherhaus eintraf, in dem ein vermeintlicher Bekannter sich mit dem Schreiber im Gasthaus Zur trüben Neige treffen wollte, um über eine dringliche Angelegenheit zu reden, passte Namir so rein gar nicht.

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  • Es war ein einfacher, knapp gehaltener Brief, eigentlich sogar nur eine kurze Notiz. Irgendeine unbekannte Dame wollte sich mit Namir im oberen Stockwerk des Gasthauses Zur trüben Neige treffen, ohne nähere Angabe, worum es ging. Der Rothwardone war der Bitte um ein Treffen nachgekommen, nicht ahnend, dass er damit das Tor zu einem längst vergessen geglaubten Alptraum erneut weit aufstossen würde.


    Als das Treffen beendet war, lief der Rothwardone völlig verängstigt die Treppe hinab und stellte sich an die Theke des Gasthauses. Die Anwesenheit von Magistra Aethyra und Komtess Vanesé Laurent, die ebenfalls an der Theke standen, nahm Namir allenfalls am Rande wahr. Spätestens, als der Schreiber einen Schnaps bestellte und seine Hand so sehr zitterte, dass ein gehöriger Teil der Flüssigkeit aus dem Gläschen schwappte, wusste die Magistra, das etwas nicht stimmte. Unter einem Vorwand nahm die dunmerische Gelehrte Namir an ihre Seite und verließ mit ihm das Gasthaus, um geradewegs das Haus der Wissenschaft aufzusuchen.


    Dort angelangt berichtete der Schreiber völlig überstürzt über sein Treffen im Gasthaus, und Aethyra hatte anfangs einige Mühe, zu verstehen, was genau vorgefallen war. Als Namir sich endlich so weit beruhigt hatte, dass er halbwegs verständlich erklären konnte, was passiert war, hatte die Magistra allerdings nur noch mehr Fragen als Antworten.

    Die Erforschung des Dwemer-Amuletts war schon unter den bisherigen Umständen ein äußerst gewagtes Unterfangen. Das Auftauchen zweier "alter Bekannter" aus der Vergangenheit ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt machte die Angelegenheit noch wesentlich gefährlicher und verworrener.

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  • Das Amulett des Abal al-Mazzeb war in Wegesruh eingetroffen und der Magiergilde übergeben worden. Einige ausgewählte Magister begutachteten das Relikt und stellten Namir al-Rashid allerlei ausführliche Fragen dazu. Wo es gefunden wurde, wie er und seine Gefährten an den Fund kamen, ob es irgenndwelche Auffälligkeiten gab, und so weiter ...


    Rasch wurde das Amulett von Magister Benry und zwei weiteren, in den Plan eingeweihten Magistern in einen gut abgesicherten Raum gebracht - wo der Khajiit Kharjan-dar bereits darauf wartete, im Auftrag von Madame Barneau das Relikt an sich zu nehmen und aus der Gilde zu schmuggeln. Im Forscherhaus angekommen, legte der Dieb das Amulett nach den Anweisungen von Magus Aaravos in eine speziell dafür konstruierte Art magischen Käfig. Damit war der erste Teil des von Magister Benry und Madame Barneau erdachten Plans aufgegangen. Nun hieß es, schnellstmöglich das Geheimnis des Amuletts zu lüften, bevor jemand in der Magiergilde Verdacht schöpfte.


    Auch Maga Marion Tremblay war im Forscherhaus anwesend, als das von Dwemern erschaffene Amulett übergeben wurde. Sie wurde schnell misstrauisch und stellte Aaravos allerlei Fragen über die sichere Verwahrung des Relikts. Auf ihre Einwände hin erklärten Aaravos, die Dwemerforscherin Sylvatica Aschehauch und Magistra Aethyra sich bereit, das Relikt auf Illusionen und Transformationen hin zu untersuchen. Dank der Untersuchungen konnte bestätigt werden, dass sie es hier wirklich mit einem Amulett zu tun hatten. Doch die vermeintlich einfache Aufgabe stellte sich als weitaus anstrengender und magiefordernder heraus als erwartet. Alle Beteiligten hatten ein höchst ungutes Gefühl. Dwemer-Relikte, egal welcher Art, waren immer eine heikle Angelegenheit, erst recht, wenn sie nie zuvor erforscht und gänzlich unbekannt waren. In diesem Fall allerdings schien noch weitaus mehr dahinter zu stecken.

    Das aktuelle Forschungsprojekt allein war schon äußerst riskant - und wurde durch weitere Neuigkeiten keineswegs einfacher. Die Boethiah-Kultistin Salima al-Maysun, besser bekannt als der Schakal, hatte zusammen mit der untoten Nekromantin Loriel einige Zeit in Wegesruh Angst und Schrecken verbreitet und durch eine Intrige beinahe das Haus der Wissenschaft in den Abgrund gestürzt. Die Nekromantin konnte damals bezwungen werden, doch der Schakal war entkommen. Und auch die Vampirin Orlionne Lalis, die von Loriel zur "Zusammenarbeit" gezwungen worden war und in deren Auftrag kurzzeitig Namir al-Rashid entführt hatte, konnte damals entkommen.

    Salima war zurück in Wegesruh und hatte Magistra Aethyra in ihrem Emporium Arcanum aufgesucht, um die dunmerische Gelehrte vor dem Amulett zu warnen. "Es ist nicht das, was es zu sein scheint." war die kryptische Aussage der Kultistin. Nur wenige Tage später war Orlionne Lalis aufgetaucht und wollte mit dem rothwardonischen Schreiber einen Handel vereinbaren. Die Gefährten, vor allem aber Namir, kannten die wahre Identität von Orlionne. Das Forscherhaus sollte Stillschweigen wahren und würde im Gegenzug Informationen darüber erhalten, was Salima plante. Namir wandte sich sofort an Magistra Aethyra und weihte auch Madame Barneau umgehend über die Begegnung mit Orlionne ein.


    Salima al-Maysun war den Gefährten ohne Frage einmal mehr einen Schritt voraus. Entweder wollte sie alle in falsche Sicherheit wiegen und das Amulett im richtigen Moment stehlen. Oder sie war wirklich nicht daran interessiert und kannte die Wahrheit über das Relikt. In Anbetracht der Macht, die offenbar in dem Amulett steckte, stellte sich die Frage, welche Option besorgniserregender war. Doch warum warnte sie die Gefährten?

    Auch bei Orlionne stellten sich einige Fragen. Wollte sie Rache an Salima nehmen? Wusste sie von dem Amulett? Zumindest hatte sie es bisher mit keiner Silbe erwähnt oder danach gefragt. Ging es der Vampirin wirklich nur darum, wieder in die Adelsgesellschaft aufzusteigen? Inwieweit konnte man ihr trauen, wenn es darum ging, Salima auszuspionieren?


    Ein verworrenes Netz, bei dem nicht klar war, was miteinander zusammenhing, und wer welche Pläne und Absichten verfolgte. Dazu ein machtvolles Dwemer-Amulett im Haus, für das nicht wenige einen Mord oder schlimmeres begehen würden, wenn sie davon wüssten. Namir sehnte sich nach den Tagen, als während seiner Forschungsreisen Goblins und Rotkrähen seine ärgsten Probleme waren und das größte Rätsel für ihn darin bestand, wo Ghin schon wieder eines seiner Bücher verlegt hatte.

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