Beiträge von KambaLuca

    Ein Brief geht durch einen Boten aus Windburg in der Amtsstube der Hexenjäger in Wegesruh ein. Teures Papier, feine Schrift, jedoch ohne jegliche Schnörkel. Das Papier duftet leicht nach Sandelholz und Patschuli. Adressiert ist der Brief an einen gewissen „Adrien Gelves“.


    Grüße Monsieur Gelves,


    ich habe erst kürzlich die drei Damen, die von den Gefolgsleuten der Báthorys festgehalten wurden und die wir aus den Fängen der Gefolgsleute und außerhalb von Wegesruh retten konnten, zurück zu ihren Familien und nach Windburg gebracht. Durch den andauernden Genesungsprozess der Damen und durch die derzeitige Gefahr durch die Dreugh hat sich dieses Unterfangen etwas verzögert. Nun sind die drei Frauen wieder in Windburg und ihrem Geburtsort bei ihren Verwandten.


    Für den Fall, dass Ihr sie nochmals zu den Geschehnissen befragen wollt, findet Ihr sie dort.

    Gleiches gilt für mich. Jedoch nur noch für absehbar kurze Zeit, ehe es mich weiter in den Norden verschlagen wird.


    Einen Brief, an das Gasthaus in Windburg gesendet, dürfte ich die nächsten Tage noch erhalten, einen hinterlegten Brief im Gasthaus in Wegesruh „Zur Trüben Neige“ dürfte ich mit Sicherheit vorfinden, sobald ich die Hafenstadt erneut besuche. Sobald ich zurück sein werde.


    Mit freundlichen Grüßen,
    Lucan Aurellius

    Ein Schreiben geht in der Amtsstube der Hexenjäger in Wegesruh ein. Teures, nach Rosen duftendes Papier. Dunkel gehalten mit dem ungebrochenen Siegel der Adelsfamilie der Báthorys - ein schwarzer Brunnen auf rotem Feld. Der Bote stammt aus Kluftspitze. Der Verfasser des Schreibens ist nicht explizit erwähnt. Es fehlt jegliche Unterschrift.


    Werte Hexenjäger,


    Die Nachricht der vergangenen Geschehnisse, die sich in und um Wegesruh ereilt haben, sind an die Mauern unseres Adelshauses gebrandet und haben uns in tiefem Schock zurückgelassen.


    Das Haus Báthory überbringt sein tiefstes Bedauern an die Familien, denen durch die Grausamkeit der zutiefst in Ungnade gefallenen Männer, welche die Sprösslinge besagter Familien schlecht behandelt haben, Unrecht getan wurde.


    Das Haus Báthory verlangt danach, die festgenommenen Männer, welche durch die Recken der Hexenjäger gefasst wurden, auszuliefern, sodass sich das Adelshaus selbst um die Verderbten kümmern kann. Wir werden Männer schicken, die sich dem annehmen werden.


    Zudem wird ein Botschafter des Hauses Báthory in Bälde nach Wegesruh entsandt, um Klärungsbedarf mit dem Königshaus und den Adelsfamilien in Wegesruh in Bezug auf die Vorfälle, anzugehen, um die guten Bindungen zwischen Sturmhafen und Kluftspitze weiterhin aufrechtzuerhalten.


    Für das Bündnis. Für Gerechtigkeit.

    [DB] Wegesruh - vereinzelt auch in manchen Unterkünften der Magiergilde außerhalb von Wegesruh


    Ein Schrieb geht in Wegesruh um, welcher das Siegel der Magiergilde trägt und zu Beginn von Mitgliedern der Gilde verbreitet wurde. Man könnte den Schrieb per Handreichung erhalten, beispielsweise auf dem Marktplatz und während der Einkäufe, er wäre jedoch auch an diversen Stellen innerhalb der Stadt ausgehangen, beispielsweise im Gasthaus „Zur Trüben Neige“. Auch einigen Händlern, welche die Stadt voraussichtlich bald wieder verlassen, wird das Schreiben in die Hand gedrückt.


    Hört! Hört! Bürger von Wegesruh!

    Die Dreugh-Plage hält weiterhin unsere schöne Stadt in ihren Klauen. Die Dreugh sind nicht zu unterschätzen. Doch die Lage ist unter Kontrolle - auch durch das Mitwirken der städtischen Magiergilde.


    Es ist wichtig, in diesen Zeiten zusammenzuhalten. Helft den Flüchtigen, die von außerhalb der Stadt kommen und möglicherweise ihr Obdach oder auch schlimmeres verloren haben.


    Die Stadtwache ist stets bemüht, die Flüchtigen einer genauen Prüfung zu unterziehen, ehe sie in unsere Stadt gelassen werden. Und welcher anständige Bretone hilft keinem anderen anständigen Bretonen?


    Von Ausritten nach Dreughseit oder in die Nähe von Dreughseit wird dringend abgeraten. Sowohl von der Magiergilde selbst, als auch von der Stadtwache und den hier stationierten Löwengardisten, die sich ebenfalls schon bald der Sache annehmen wollen und derzeit Truppen zusammenziehen und Pläne schmieden.


    Sollte es doch zu Begegnungen mit den Dreugh kommen, ist es wichtig, diese bei der Stadtwache zu melden. Besonders wichtig ist mitzuteilen, wo sich die Begegnung ereilt hat, um das Gebiet, in dem die Dreugh unterwegs sind, eingrenzen zu können.


    Die Tiere sind gefährlich und angriffslustig. Jeglicher Kontakt mit diesen Wesen wird mit ziemlicher Sicherheit in einem Angriff der Tiere enden. Lasst euch dies als Warnung gesagt sein!


    Die Dreugh sind zahlreich, wild und koordiniert. Sie greifen in Gruppen an und schrecken nicht davor zurück, Gruppen von Reisenden anzufallen.

    Es ist von höchster Dringlichkeit, Wege zu meiden, die zu nahe an Dreughseit vorbeiführen und es ist dringend angeraten, auf Umwege auszuweichen. Denkt an euer Leben!


    Die Zuständigen tun alles in ihrer Macht stehende, um der Dreugh-Plage Einhalt zu gebieten und die Sicherheit in unserer Stadt wieder herzustellen, die den tüchtigen Bürgern von Wegesruh zusteht!


    Gezeichnet,

    Petyr Alcoven, Mitglied der Magiergilde und derzeit stationiert in der Gildenunterkunft in Wegesruh.



    [DB] Wegesruh


    Im Gasthaus "Zur Trüben Neige":


    Ed: "... na und dann sehe ich diese wirklich herausgeputzten Adelsleute diesen Weg entlanglaufen, begleitet von einigen Wachleuten und die schauen uns natürlich nicht mal mit dem Arsch an, weil-..."


    Gustav: "Na, Männer! Entschuldigt mal wieder meine Verspätung. Meine Frau hat mich noch zum einkaufen verdonnert, weil sie morgen Abend zusammen mit irgendwelchen Freundinnen ein Treffen in unserem Haus arrangieren möchte und ich musste ihr doch wirklich sehr detailreich erklären, weshalb ich den morgigen Abend dann lieber in der hiesigen Schenke verbringen werde."


    Frederic: "Hör auf mit dem Geschwätz, setz dich und wie immer haben wir dir schon ein kühles Helles bestellt, Gustav. Lausche, was Ed zu erzählen hat. Der Kerl scheint einige Adelige der Stadt und von außerhalb gesehen zu haben."


    Gustav: "Adelige? Von außerhalb?"


    Ed: "So wahr ich hier sitze, könnt ihr mir glauben. Auf einer der großen Straßen von Wegesruh und in Richtung des Palastviertels."


    Gustav: "In Richtung des Viertels, wo diese ganzen aufgeblasenen Kretins ihre Ärsche plattsitzen, Wein schlürfen und die Nasen in die Luft recken."


    Frederic: "Verflucht, Gustav, du hast ja recht, doch solltest lieber leiser sein. In den heutigen Zeiten können einem solche Aussagen ganz schnell großen Ärger bereiten."


    Gustav: "Bei den Göttern, verflucht... Ed, erzähle weiter."


    Ed: "Ich habe mich natürlich etwas genauer Informiert und die Gerüchteküche der Stadt kocht ja auch so gut wie jeden Tag ihr feuriges Süppchen... also: War wohl eine Feier des Adeligen Meetswell - ein Herzog und am Hof des Königs tätig. Hat hier einige Immobilien in der Stadt und auch einen festen Sitz im Palastviertel."


    Gustav: "Zu welchem Anlass eine Feier? Dass uns die Dreugh die Tore einrennen? Dass in den Gassen schreckliche Massaker stattfinden, oder zu Ehren der Bankräuber des wohl stattgefundenen Bankraubes? Das ist ja auch so eine Sache: Viele sprechen darüber, doch niemand kann es so ganz beweisen... ich frage mich immer noch, wie Räuber überhaupt in die Bank gelangen sollten... mein Geld bleibt unter meinem Kopfkissen und fertig!"


    Frederic: "Ich vermute fast, diese adeligen Leute brauchen keinen wirklichen Anlass... und falls doch... hm, die Sonne hat die letzten Tage über etwas mehr geschienen und es wurde etwas wärmer... das könnte diesen Fatzken schon reichen, was?"


    Ed: "Der Anlass soll anscheinend tatsächlich zur Feier der schwierigen letzten Zeit sein, welches das Haus Meetswell durchgemacht hat und nun wohl hinter sich lassen konnte."


    Gustav: "Sitzen auf einem Berg von Münzen und Immobilien und reden von schwierig..."


    Ed: "Die Dreugh scheinen den Handel des Hauses Meetswell schwer getroffen zu haben. Zudem Missernten. Wer weiß, wo diese Adeligen ihre gepuderten Finger noch überall drin haben."


    Frederic: "Erzähle noch, was du mir zuvor erzählt hast, Ed. Als Gustav noch nicht hier war."


    Ed: "Ach, ja... man erzählte sich, dass trotz des feierlichen Anlass der Herzog Meetswell gegen Ende des Abends im Zwist mit einem Grafen lag... Graf Montseignac... es ging wohl um Immobilien an der Küste von Galen. Da haben beide ein Auge drauf geworfen."


    Gustav: "Verfluchte Mistkerle... lasst uns nun lieber darüber streiten, wer die nächste Runde Bier bezahlt, Männer!"


    [DB] Wegesruh


    An einem Brunnen in Wegesruh


    Josephe: "Ah, Mara, Kind, gut dass ich dich hier erwische!"


    Mara: "Josephe. Guten Tag. Ein herrlicher Tag, nicht?"


    Josephe: "Könnte nicht herrlicher sein! Vor allem ist er dadurch gesüßt, dass die Götter meine Gebete wohl erhört zu haben scheinen!"


    Mara: "Die Götter haben dich... erhört?"


    Josephe: "Kind, Kind, bei der Göttin nach der du benannt wurdest, hast du es noch nicht mitbekommen? Na, ich sehe anhand deines verdutzten Blickes, dass du deine Gedanken ganz wo anders hast... man munkelt, Kind, dass die Flüchtigen, die durch die Dreugh-Plage zu uns und in unsere Stadt gelangen, vermehrt von den Wachleuten überprüft werden. Ist das nicht wunderbar?"


    Mara: "Ähm... Josephe, ja... wunderbar. Es sind wirklich viele Flüchtige derweil unterwegs."


    Josephe: "Na stell dir doch nur mal vor: Sicherheit auf den Straßen! Nicht mehr jedem dahergelaufenen wird getraut. So muss es sein. Das ist ein erster Schritt in die Richtige Richtung! Und wo wir beim Thema 'Richtung' sind, Kind: Du bleibst dennoch schön fort von den dunklen Gassen und den fremden Männern, haben wir uns da verstanden?"


    Mara: "Natürlich, Josephe. Nichts läge mir ferner. Was gibt es auch Interessantes an Flüchtigen, die von weither kommen... von außerhalb... und Geschichten zu erzählen haben... über Dreugh und... Abenteuer und... ähm... ja, völlig uninteressant, Josephe, natürlich."


    Josephe: "Das will ich doch hoffen. Nun schnell, schnell! Hole deinen Eimer wieder nach oben, ich habe nicht den ganzen Tag Zeit, Kind. Na, wunderbar! Und grüße deine Eltern von mir!"

    [OOC]-Triggerwarnung: Im Folgenden werden detailliertere Folterszenen beschrieben. Es findet sich eine gewisse Brutalität in den Beschreibungen der folgenden Szene(n) wieder. Lesen auf eigene Verantwortung.

    [OOC]-Information: Verfasst wurde das Geschriebene von Valdrigue und KambaLuca .


    [DB] Wegesruh



    An einem der Brunnen in Wegesruh an einem Tag, an dem die Sonne nur selten zwischen den Wolken hervorlugte.


    Mara: „Er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich, er liebt…“


    Josephe: „Heh, Mara. Kind, wie lange willst du denn noch brauchen, um Wasser zu holen? An diesem düsteren Tag? Sieh zu, dass du dich beeilst und dir nicht eine Erkältung einfängst, bei allen guten Göttern!“


    Mara: „Ah, Josephe. Schön dich zu sehen. Ja, ja, das Wetter ist schlecht, so schlecht.“


    Josephe: „Kind, leg diese Blumen aus der Hand, was machst du denn damit?“


    Mara: „Ich reiße Blüten…“


    Josephe: „Immer noch wegen diesem Adrien? Soll diesen Orden doch der Daedra holen… huch, so laut darf man das gar nichts sagen, verdammt… Kind, ich sehe, wie du errötest. Schwamm drüber. Jeder hat sich mal in den Falschen verguckt. Nun mach schon, hol dein Wasser aus dem Brunnen. Und halte dich auf jeden Fall fern vom Westtor. Und allen, die dort hindurchgelassen werden, falls das noch getan wird. Vor allen Flüchtigen solltest du dich fürchten, Kind, hast du verstanden?“


    Mara: „Sie sind doch nur wegen der Dreugh auf der Flucht? Die Dreugh scheinen derzeit viel Ärger rund um Wegesruh zu machen.“


    Josephe: „Natürlich Kind, natürlich. Doch sind darunter auch sicherlich ein paar Halunken, die ein Mädchen alleine am Brunnen gerne auffinden würden. Würde ihnen den Tag erhellen, selbst wenn von der Sonne noch kein einziger Strahl durch die Wolken gegangen ist.“


    Mara: „Ich verstehe nicht ganz…“


    Josephe: „Halte dich einfach fern von denen. Ich hoffe ja, dass diese Sache nicht mehr so lange andauern wird. Gestern, Kind, sah ich, wie eine gute Truppe an gerüsteten Löwengardisten und vier unterschiedlich gekleidete Leute in die Stadt gekommen sind. Über und über beschmutzt mit Blut – Dreughblut. Du kannst es dir nicht vorstellen, wie beschmutzt sie waren. Und manche von ihnen auch ziemlich lädiert. Aber das ist gut, das ist gut, Kind. Das bedeutet, dass etwas gegen diese Biester getan wird. Ich hörte auch, und das ist nur ein Gerücht, dass manch einer ganz gut daran verdienen kann, wenn er im Namen der Stadtwachen ein paar Dreugh niedermacht. Da sollen einige Münzen für springen. Das wiederrum, wenn bereits Dritte angeworben werden müssen, ist schlecht, sehr schlecht. Ich halte große Stücke auf die Stadtwache, doch warum gehen sie nicht einfach raus, allesamt und machen diesem Graus ein Ende…?“


    Mara: „Wären wir dann nicht einige Zeit alleine mit den ganzen Flüchtigen hier in der Stadt?“


    Josephe: „Äh… Kind, ähm… los, hol dein Wasser jetzt. Es beginnt schon wieder zu nieseln. Schrecklich dieses Wetter. Grüße deine Eltern von mir, ja? Und gehe auf dem schnellsten Weg nach Hause. Und nicht durch die Gassen, nicht durch die Gassen. Ich hörte von einem Blutbad dort… vor nicht allzu langer Zeit soll es ein wahres Blutbad gegeben haben!“


    Mara: „Ähm… ja… dann einen schönen Tag, Madame.“


    Josephe: „Ja, ja, beeil dich, Kind, beeil dich.“

    [DB] Wegesruh



    An einem der Brunnen in Wegesruh:


    Mara: „Du, Josephe, hast du es auch gehört? Was sich so herumspricht?“


    Josephe: „Was sich herumspricht? Kind, hol deinen Eimer schneller nach oben, hier sind noch andere, die etwas Wasser haben wollen, verstehst du?“


    Mara: „Ja… ja, ist ja gut, ich beeile mich. Aber hast du nichts davon gehört? Dass die Hexenjäger gesehen wurden? Wie sie mit Gefangenen in die Stadt geritten sind? Zwei Gefangene. Und beide haben sie so an ihre Pferde gebunden, dass sie hinter ihnen her geschleift wurden.“


    Josephe: „Kind… Kind, du hast eine wirklich blühende Fantasie. Solltest einem der hiesigen Barden mal davon erzählen, der spinnt dir glatt eine Geschichte draus. Könntest berühmt werden… wenn dieses Bardenpack nur nicht generell darauf aus wäre, Mädchen wie dich in die Kiste zu bekommen… zieh, zieh schneller, Mara, und pass auf, du verschüttest ja alles Wasser auf dem Weg nach oben, Kind, Kind, langsam, langsam… was diese Hexenjäger anbelangt: Ebenfalls ein Lumpenpack! Die Leute, die sie schnappen… sind doch alle unschuldig. Die morden unter den Augen der Stadtwache fröhlich und keinen juckt es… sollen sie doch allesamt die Läuse befallen. Was auch immer du da redest, hör auf, den Namen dieses… dieses vermaledeiten Ordens zu nutzen. Mögen die Götter uns beistehen. Ein lausiges, versifftes Pack. Allesamt. Hast du deinen Eimer jetzt, Kind?“


    Mara: „Ich habe meinen Eimer… es heißt, dieser Adrien hätte jemanden geschnappt. Jemanden sehr böses. Der es wirklich verdient hat. Ach, Adrien…“


    Josephe: „Kind, ich kann deinen Blick wohl deuten. Und die Röte auf deinen Wangen. Schlag dir das aus dem Kopf. Bei deiner lieben Mutter willen! Nicht alles, was schön ist, ist auch nett und freundlich. Schlag dir das aus dem Kopf! Denke nicht mal mehr an diesen verlumpten Scharlatan, bei den Göttern!“




    Im Gasthaus „Zur Trüben Neige“:


    Ed: „… na und dann, da ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen. Das müssen zwei dieser verfeindeten Banden gewe-…“


    Gustav: „Na, Männer! Entschuldigt meine Verspätung. Meine Frau hat meine Stiefel nicht ordentlich sauber gemacht. Da musste ich ihr deutlich mitteilen, wie schön es doch wäre, würde sie dies beim nächsten Mal besser machen.“


    Frederic: „Hör auf mit dem Geschwätz, setz dich, Bier haben wir dir schon bestellt, und lausche, was Ed zu erzählen hat. Der Kerl scheint nur knapp dem Tod entronnen zu sein. Die Götter mögen uns beistehen.“


    Gustav: „Dem Tode entronnen? Was?“


    Ed: „Bei den Göttern, so war es. Nicht lange her. Auf dem Nachhauseweg. Ich nehme eine kleine Abkürzung durch einige kleinere Gassen, was man ja eigentlich nicht tun sollte. Vor allem zu dieser Tageszeit, denn der Abend nahte bereits… nun, ich nahm die Abkürzung, wissen die Götter warum, und wurde Zeuge eines Massakers. Ein Blutbad. Acht Leute. Die meisten Bewaffnet. Treffen sich einfach irgendwo in den Gassen und sprechen miteinander. Konnte nichts verstehen. War auch kaum Zeit, denn kurz darauf, ziehen die blank und schlachten sich gegenseitig ab… sowas habt ihr noch nicht gesehen. So viel Blut. Einfach abgeschlachtet haben die sich. Müssen Banden gewesen sein, ganz sicher! Irgendwelche kriminellen Dreckskerle. Sahen auch allesamt aus wie Kretins und Halsabschneider. Ich werde nicht mehr in die Gassen gehen… keine Abkürzungen mehr.“


    Gustav: „Bei den Göttern, was erzählst du da? Wo hat sich das ereignet?“


    Ed: „Auf dem Nachhauseweg. Ich habe es dir doch mal gezeigt… die Gassen… die man gehen könnte. Du erinnerst dich?“


    Gustav: „Ich erinnere mich. Was ein Zufall… unweit von dort ist etwas geschehen, von dem ich, werte Freunde, euch erzählen wollte… doch im Vergleich zu deiner furchtbaren Geschichte verblasst meine.“


    Frederic: „Er lebt ja noch, er lebt ja noch. Wobei ich mich langsam frage, für was ich meine Steuern zahle, wenn die Stadtwachen scheinbar auf beiden Augen blind sind. Aber zu deiner Geschichte, zu deiner, Gustav.“


    Gustav: „Ich habe von dem Schwager meiner Frau… ähm… naja, dem Schwager meiner Affäre eher… ihr wisst doch… ähm… wie dem auch sei, ich habe erfahren, dass Hexenjäger und auch die Stadtwache anscheinend ein Haus gestürmt haben. Unweit von den Gassen, Ed. Und dass sie dort wohl Gefangene gemacht haben. Irgendwelche Leute von einem Adelshaus. Was auch immer die wieder verbrochen haben.“


    Ed: „Da sieht man, wo die Steuergelder hinfließen. Die Stadtwachen kümmern sich um den verfluchten Adel, während der einfache Mann auf der Strecke bleibt. Unfassbar. Abschaffen sollte man diesen verfluchten Adel.“


    Frederic: „Dein Wort in die Ohren der Götter… ah, seht, die Schankmaid bringt neues Bier.“




    Das Verfolgen dunkler Machenschaften



    In der Amtsstube


    Cinis Ienith durchblättert ein Buch, während Adrien Gelves Papiere über die Báthorys sichtete und Lucan Aurellius, der Mann hinter dem Pseudonym 'Wolf', die Tür zum Amtshaus der Hexenjäger öffnete und eintrat.


    Durch das geborgene Buch über Nekormantie und die Informationen, die Adrien während seiner Suche erhalten konnte, wird eines klar: Es wird deutlich, dass eine sofortige Handlung erforderlich ist, um einen gewissen Iven Berrand zu konfrontieren, bevor er die Stadt verlässt.


    So machen sie sich zusammen mit der Altmer Shael auf den Weg.



    In den Gassen


    In den düsteren Gassen von Wegesruh spielte sich ein spannendes Geschehen ab, als die Truppe aus Hexenjägern und Verbündeten auf die Schergen des Hauses Báthory traf. Adrien Gelves, der Anführer der Gruppe, versuchte zunächst auf freundliche Weise, Informationen von den Männern zu erhalten. Doch als sie auf störrische Ablehnung stießen, zog er seine Klinge und drohte, den Anführer der bewaffneten Gefolgsleute der Báthorys zu durchbohren.


    Cinis zog ebenfalls ihre Waffe und stellte sich bereit, Adrien beizustehen. Shael mischte sich mit scharfen Worten ein, um die Situation zu entschärfen, während Lucan Aurellius die Lage aufmerksam beobachtete.


    Die Spannung in der Luft war greifbar, als die Schergen des Hauses Báthory zögerlich reagierten und sich darauf beschränkten, zu beteuern, dass die Hexenjäger nur nach einem bestimmten Mann namens Berrand suchen mussten, und sie in Frieden lassen sollten.


    In einem spannungsgeladenen Moment entbrannte ein Kampf, der die Luft erfüllte mit dem Klirren von Stahl und dem Stöhnen der Verwundeten. Adrien und Cinis kämpften mit eiskalter Effizienz. Die vier Gefolgsleute der Báthorys fielen einer nach dem anderen.


    Doch die Gefahr war noch nicht vorüber. Als sie vor dem Haus der Báthorys standen, welches diese für ihren Aufenthalt in Wegesruh angemietet hatten, wurde ihre Anwesenheit bemerkt. Shael warf ein Säckchen mit dunklem Pulver, das die Luft erfüllte mit einem reizenden Nebel, der Atemnot und Blindheit verursachte.


    Die Spannung stieg weiter, als die Gruppe sich darauf vorbereitete, in das Haus einzudringen und den Feind von innen heraus zu bekämpfen.


    Shael, ruhig und bedacht, zog eine Brille und ein Tuch hervor, um sich vor dem Pulver zu schützen, bevor sie sich dem Haus näherte.


    Adrien Gelves, der Hexenjäger, lauschte den Geräuschen im Inneren des Hauses, während er ungeduldig auf weitere Entwicklungen wartete. Seine Anweisungen waren klar: Frauen sollten gefunden und Männer ausgeschaltet werden.


    Im Haus selbst herrschte ein Chaos aus hustenden Männern und ängstlichen Frauen. So konnten die restlichen Wachleute schnell gefangen genommen werden.


    Shael nutzte ihre arkane Begabung, um verborgene Energien zu erkennen und sich durch den Nebel zu navigieren. Mit einer gezielten Bewegung ihrer Hand ließ sie das Pulver beiseite wehen, während sie nach Beweisen suchte. Ihre Entdeckungen führten sie zu fünf ängstlichen Frauen, die sich im Inneren des Hauses befanden. Jede von ihnen wirkte kränklich, bleich und schwach. Jede hatte deutliche Male an ihren Armen, die auf einen Aderlass hindeuteten.


    Anschließend durchkämmten Cinis und Shael das Haus auf der Suche nach Hinweisen. In einem versteckten Raum stießen sie auf Utensilien für alchemistische Experimente und Schlaftränke. Doch das Fehlen von Dokumenten oder Schriften deutete darauf hin, dass wichtige Beweise bereits entfernt worden waren.


    Die Ankunft weiterer Ordenskrieger verstärkte die Bewachung des Hauses, während die Untersuchung weiterging. Doch die düstere Atmosphäre und die verstörenden Entdeckungen ließen die Frage nach der wahren Natur der Gefolgsleute der Báthorys und ihrer Machenschaften unbeantwortet. So machten sich die vier -Adrien, Cinis, Shael und Lucan-, schließlich auf dem Rücken von Pferden des Ordens auf, um den entflohenen Berrand zu verfolgen. Dieser war nicht innerhalb des Hauses aufzufinden und laut den geborgenen Informationen bereits zuvor aus Wegesruh abgereist. Zusammen mit einigen Gefolgsleuten der Báthorys und drei jungen Frauen.



    Das Verfolgen von Berrand


    In einem kleinen Dorf, dessen friedliche Szenerie von der Ankunft unerwarteter Besucher gestört wurde, nehmen Adrien Gelves, Lucan Aurellius, Shael und Cinis Ienith die Sache in die Hand. Ihre Mission, eine Spur von dunklen Machenschaften zu verfolgen, führt sie zu einem alten Fachwerkhaus, dessen Fassade den Zahn der Zeit spürt. Hier haben die Gefolgsleute der Báthorys, unter ihnen der gesuchte Berrand, Zuflucht gesucht.


    Mit autoritärer Entschlossenheit fordert Adrien das aus dem Haus kommen von Berrand. Die Spannung in der Luft stieg, als die Dorfbewohner sich regen und neugierige Blicke durch die Fenster warfen. Gefolgsleute eines Adelshauses und Hexenjäger – eine ungewöhnliche und aufregende Mischung für das beschauliche Örtchen.


    Die Situation spitzte sich zu, als sich einer der Wachmänner der Báthorys in den Weg der Hexenjäger stellte. Sein hartes Äußeres und sein stummer Widerstand gegen die Ankömmlinge sprechen Bände. Doch Adrien blieb standhaft und verlangte erneut, dass Berrand das Haus verlassen sollte, in dem sich die Gefolgsleute der Báthorys niedergelassen hatten.


    Inmitten des aufkeimenden Konflikts bewahrten die Reiter ihre Ruhe und Kontrolle über ihre Pferde, während die Bauern murmelten und hinter vorgehaltener Hand heimliche Pläne schmiedeten, schleunigst die Wachen zu rufen. Das Schicksal des mysteriösen Iven Berrand schien jedoch unausweichlich.


    Die Situation spitzte sich zu, als ein gut gekleideter Mann namens Berrand aus dem Haus trat, begleitet von weiteren bewaffneten Wachleuten.


    Die Hexenjäger stellten Berrand zur Rede. Doch der Mann zeigte sich trotzig und versuchte zu fliehen, während seine Männer die Schwerter zogen. Ein dramatischer Kampf entbrannte, bei dem Adrien Gelves mit kraftvollen Schlägen und blitzschnellen Bewegungen seine Gegner niederstreckte.


    Währenddessen blieb Shael im Hintergrund, beobachtet aufmerksam das Geschehen und kommentierte sarkastisch die dramatischen Ereignisse. Cinis Ienith nutzte magische Blitzkugeln, um weitere Wachleute außer Gefecht zu setzen und drang mit Adrien ins Haus vor.


    Im Inneren des Hauses entdeckten sie ein makabres Labor, in dem an Frauen und deren Blut experimentiert wurde. Nekromantische Schriften, blutige Reagenzien und drei gefangene Frauen deuteten auf grausame Machenschaften hin. Adrien trug eine der geschwächten Frauen behutsam nach draußen, während Lucan die beiden anderen Frauen sicher aus dem Haus brachte.


    Letztendlich gelang es der Gruppe, die bedrohlichen Machenschaften im Dorf aufzudecken und die gefangenen Frauen zu befreien. Doch die Wahrheit hinter den grausamen Experimenten blieb noch im Dunkeln, während die Dorfbewohner fassungslos das Geschehen verfolgten.


    Nun folgte eine gründliche Inspektion des Labors durch Shael und Cinis. Währenddessen kehrte Adrien Gelves zurück und kümmert sich um Berrand, indem er ihn unsanft fesselte und an sein Pferd band. Er bereitete ihn darauf vor, die Rückreise als Anhängsel verbringen zu müssen, welches hinter dem Pferd her geschleift wird. Dazu band er Berrand mit langen Seilen an den Sattel, um ihn später hinter sich her schleifen zu können. Den gesamten Weg nach Wegesruh zurück.


    Shael sammelte derweil Notizen und Proben ein, während Cinis die Bücher mitnahm. Die Dorfbewohner kümmerten sich um die Frauen, während die Hexenjäger ihre Aufmerksamkeit auf die Gefangenen und die bevorstehende Rückreise richteten.


    Die Truppe kommt schließlich in den Stallungen in Wegesruh an, wo Adrien den Gefolgsmann des Hauses Báthory für die Befragung vorbereitete und von weiteren Ordensleuten abholen ließ.



    Im Untergrund von Wegesruh



    Ein erstes Aufeinandertreffen


    Die düsteren Gassen des Untergrundes von Wegesruh öffneten sich vor den beiden Hexenjägern Adrien und Cinis wie ein finsteres Labyrinth aus Verbrechen und Intrigen. Ein Brief, unterzeichnet mit dem einfachen Namen "Wolf", wies ihnen den Weg in die tiefen Untergründe der Stadt, wo Schmuggler und Diebe ihre finsteren Geschäfte abwickelten.


    Der Gestank von Feuchtigkeit und Verfall lag schwer in der Luft, während sie durch enge Gassen und verfallene Tunnel wanderten, nur vom flackernden Licht der Fackeln erhellt. Schließlich erreichten sie einen ausladenden Raum, bevölkert von düsteren Gestalten, Kartenspielern und Kriegsversehrten.


    Ein Mann ohne Bein und ein anderer ohne Arm kreuzten ihren Weg, bettelnd um eine Münze für die Kriegsversehrten. Doch Adrien und Cinis ließen sich nicht ablenken, sondern folgten den Anweisungen des Briefes, eine steinerne Treppe hinauf.


    Dort oben wurden sie Zeugen eines Faustkampfes zwischen zwei Männern, der die Menge zum Toben brachte. Geld wechselte die Besitzer, während der Sieger, ein kühl wirkender Mann namens "Wolf", triumphierte.


    Doch ihre Begegnung wurde gestört, als drei Männer sich ihnen näherten, offensichtlich feindselig gesinnt. Ein kurzer Schlag von Adrien gegen einen der Männer entzündete die Situation, als die anderen beiden mit gezogenen Dolchen auf sie zustürmten.


    Adrien und Cinis waren bereit, sich zu verteidigen, während um sie herum die düsteren Gassen von Wegesruh ihren Atem anhielten, in Erwartung des kommenden Kampfes.


    Adrien packt einen der Angreifer und brach sein Handgelenk, während Cinis eine blendende Kugel warf, und damit einen anderen Angreifer überwältigte. Schlussendlich konnten sich die Hexenjäger erfolgreich zur Wehr setzen.


    „Wolf“, ein Kaiserlicher mit eisblauen Augen, erzählte anschließend von einem gefährlichen Buch über Nekromantie, das er in der Kutsche eines Adelshauses gefunden hatte – nahm man es genau, hatte er es gestohlen.


    Er warnte vor den Gefolgsleuten einer Adelsfamilie aus Kluftspitze, die, laut seinen Aussagen, junge Frauen entführten, und nun in Wegesruh waren und er erzählte, er sei vor ihren Wachen, die sich in Wegesruh aufhielten, auf der Flucht – eben wegen des Diebstahls des Buches, dass er in einer der Kutschen des Adelshaues gefunden hatte.


    Adrien und Cinis fordern weitere Informationen und Shael, eine Altmer, gesellte sich hinzu und befragte ebenfalls kritisch.


    Adrien Gelves, Cinis Ienith und Shael diskutierten die nächsten Schritte, wobei jeder seine eigenen Motive und Sorgen hatte. Die Atmosphäre war gespannt, als sich die Anwesenden darauf einigten, das von „Wolf“ gefundene Buch zu bergen.


    Der Kaiserliche hatte dieses außerhalb des Untergrundes vergraben, um nicht mit einem Buch über Nekromantie gesehen zu werden. Den Ort kannte nur er.


    Während Adrien sich auf den Weg machte, um Informationen in der Stadt zu sammeln, blieben die anderen zurück, um sich von „Wolf“ zu dem Ort führen zu lassen, an dem dieser das Buch versteckt hatte.



    Die Bergung des Buches


    Die abendlichen Straßen von Wegesruh waren erfüllt von einem faszinierenden Kontrast aus goldenen Sonnenstrahlen und schattigen Gassen. „Wolf“ und Cinis Ienith streiften durch die engen, dunklen Wege der Stadt, hier und dort begafft von einigen neugierigen Blicken. Sie passierten den Markt, wählten dann jedoch bewusst einen Weg durch schlammige Gassen, wachsam vor den Gefahren des Adels, die „Wolf“ nicht auf die leichte Schulter zu nehmen schien. Die Gefolgsleute des Adelshauses Báthory scheinen den Diebstahl ihres Buches ebenfalls nicht weniger ernst zu nehmen. Ein zufälliges Aufeinandertreffen könnte schwerwiegende Folgen nach sich ziehen.


    Als Shael hinzukam, die sich zuvor etwas von Cinis und „Wolf“ entfernt hatte, sprachen sie kurz über den Orden und die Definition des Bösen.


    Shael äußerte Missmut über einen vermeintlichen Stümper namens Darius, während sie gemeinsam einen Weg aus der schmutzigen Gasse suchten. Schließlich erreichten sie eine gepflasterte Straße und machten sich auf den Weg zu ihrem Ziel. Dann kamen sie an einem abgelegenen Ort an, wo Lucan vorschlug, nach dem Buch zu graben, während die anderen aufpassen sollten.


    Anschließend trennten sich die drei wieder. Während der stinkende „Wolf“, gehüllt in seine heruntergekommene Kleidung, den Weg zurück in den Untergrund suchte, wo er sich mehr Sicherheit vor den Gefolgsleuten der Báthorys erhoffte, begaben sich Cinis und Shael in Richtung der Amtsstube des Ordens in Wegesruh. Cinis trug derweil das geborgene Buch über Nekromantie bei sich.

    Ein unscheinbarer Brief in einem grauen, an einigen Stellen durchnässten Umschlag wird bei der Unterkunft der Hexenjäger in Wegesruh abgegeben. Das Papier ist billig und riecht nach Gosse. Dafür ist die Schrift erstaunlich klar.



    Hochgeschätzte Mitglieder des ehrwürdigen Ordens der Hexenjäger,


    mit tiefer Besorgnis und einer Dringlichkeit, die den Pulsschlag der Zeit selbst zu umarmen scheint, wende ich mich an euch. In den kurzen Momenten, die meine Schritte durch die gepflasterten Gassen von Wegesruh geleitet haben, bin ich auf ein Netz düsterer Erkenntnisse gestoßen, von denen ich glaube, dass sie euer Interesse wecken werden.


    Verzeiht mir, wenn ich mich nicht im Stande sehe, in diesem Schreiben die zersplitterten Muster des Unheils im Detail zu entfalten. Es ist von höchster Wichtigkeit, dass ein persönliches Gespräch zwischen den Mitgliedern eurer ehrenwerten Gemeinschaft und mir selbst stattfindet, auf dass wir das Labyrinth der Dunkelheit gemeinsam durchdringen.


    Die Schatten von verbotener Magie haben ihre finsteren Fäden um das Herz von Wegesruh gewoben, und die Unschuldigen sind in ihren eisigen Klauen gefangen. In diesem Augenblick steht das Leben unschuldiger Seelen auf dem Spiel, gefährdet durch die dunklen Praktiken, die in den verborgenen Winkeln dieser Stadt gedeihen.


    Mit einem Gewicht schwer wie das Grollen eines nahenden Sturms musste ich mich in die Schatten zurückziehen, um den Augen derjenigen zu entkommen, deren dunkle Geheimnisse ich aufgedeckt habe. Doch allein kann ich nicht gegen die Finsternis kämpfen, die über Wegesruh hereinbricht.


    Ich bitte euch, hochgeschätzte Mitglieder der Hexenjäger, eilt herbei und bietet eure wackeren Klingen dem Licht an. Ein Treffen ist unerlässlich, denn die Dringlichkeit dieser Angelegenheit lässt keine Zeit für Zögern oder Verzögerung.


    Die Koordinaten meines derzeitigen Rückzugsortes sind in sorgfältiger Feder auf die Rückseite dieses Schriftstückes gekritzelt. Findet mich dort, und gemeinsam werden wir gegen die Schatten kämpfen, die über Wegesruh hereinbrechen.


    Gezeichnet,

    Wolf

    Jean-Pierre beendet derweil sein Laute-Spiel. Mit einigen lieblichen Klängen gegen Ende hin. „Tja Kumpel, läuft, läuft…“ Er grinst frech vor sich hin und zwinkert Aidan verschmitzt zu. „Ich denke, meine Arbeit ist getan. Es liegt an dir, die Ernte einzuholen, was?“ Er knöpft sich einige Knöpfe an seinem Jackett zu, während er spricht. „Versau es nicht Kumpel, ich sehe, wenn eine Frau Interesse hat… sehe ich direkt in ihrem Blick.“ Er atmet tief ein und lange wieder aus, als hätte er gerade eine Schwerstarbeit geleistet. Sein Gesicht ist geziert von einem stolzen Ausdruck. „Mit dem Hämmern kennst du dich ja aus, hah!“ Der Barde lacht hell, stößt den Schmiedegesellen nochmals freundschaftlich mit dem Ellenbogen an die Schulter und wird sich dann mit federnden Schritten zurückziehen. Wahrscheinlich zurück in das Gasthaus „Zur Trüben Neige“.

    Als die gesuchte Schankmaid dann schließlich im Blickfeld erscheint, schleicht sich ein schiefes, leicht verschmitztes Grinsen auf Aidans Züge. Amélies Blick wird von dem Schmiedegesellen ein wenig verlegen erwidert.


    Dann jedoch verfolgt er verdutzt und etwas sprachlos den Wortwechsel von Amélie zum Barden mit. Ein wortloses „Öh…“ formt sich mit seinen Lippen.


    Aidan beginnt dann beschwichtigend mit der freien Hand abzuwinken und Jean-Pierre vor dem Groll der Schankmaid in Schutz zu nehmen. „Mademoiselle… Bitte entschuldigt… ohne meinen werten Freund hier hät‘ ich nie den Mut hierzu gehabt.“


    „Ja, die sind für Euch.“ Aidan reicht Amélie die Blumen mit seiner großen Hand, in der die Blümchen schon leicht schwach geworden… eh… gewelkt sind.


    Als Amélie nun vor ihnen steht, beginnt Jean-Pierre damit, leise Akkorde mit schwebendem Klang zu spielen. Er rückt sich dabei nicht in den Vordergrund, sondern möchte wohl Aidans folgende Worte mit der Musik untermalen, um ihnen eine ganz bestimmte Note zu geben.


    Jetzt, wo der Barde offensichtlich etwas zu tun hat… erhöht sich der Druck auf Aidan und er räuspert sich ungemütlich. Sein Blick sinkt auf das Dekolleté… äh…. die Blumen in Amélies Händen hinab und er stammelt langsam und mit tiefem Stimmklang vor sich her. Die Worte hat er sich scheinbar wirklich lange überlegt: „Werte Mademoiselle Amélie… ich weiß, ich habe nicht viel zu bieten. Aber ihr habt mir seit meinem ersten Abend im Gasthaus sehr gefallen. Daher… möchte ich Euch fragen, ob Ihr mich heute Abend zum Abendessen begleiten wollt?“


    Der Schmiedegeselle blinzelt leicht und sieht dann zur Schankmaid auf. Ihm fällt just in dem Moment auf, dass seine ineinander verkrampften Hände eigentlich wieder frei verfügbar sind und fährt sich gleich mit der linken Hand nervös in den säuberlich gestutzten Bart.

    Anschließend gehen die beiden Männer auf den Markt und kaufen Blumen. Die Auswahl ist um diese Stunde nicht mehr die Beste. Aidan deutet etwas unbeholfen auf einige grüne Stengel mit weißen Blüten und bezahlt die Blumendame mit ein paar Münzen. Jean-Pierre würde, als sie vom Markt weggehen, nochmals in einem der Vorgärten wildern, der auf dem Weg liegt und dort einige Blumen rupfen – hoffentlich ungesehen.


    „Bei Zenithar…“ flucht der Schmiedegeselle da unterdrückt, als der Barde plötzlich über einen Gartenzaun springt. Aidan sieht sich dann rasch über seine Schultern um und geht dann einfach humpelnd einige Schritte weiter, um mit dem Blumendieb nicht gemeinsam erwischt zu werden. Der Barde erhält einen stechenden Blick von dem Schmiedegesellen, als er nach vollbrachter Tat wieder aus dem Garten der Sünde zurückkehrt. In diesem Fall heiligt wohl der Zweck alle Mittel und Aidan erspart sich jeglichen Kommentar, als er die Blümchen von Pierre ausgehändigt bekommt.


    „Ein schöner Strauß“, meint Pierre, als Aidan schließlich einen solchen in der Hand hält. „Also: Ein Tisch in einem der guten Gasthäuser, Blumen… wir haben alles, hm? Fehlt nur noch, die Unterkunft der Dame aufzusuchen, uns unter ihr Zimmer zu stellen und meine Musik wirken zu lassen, was?“ Der Barde lacht hell vor sich hin.


    „Scheint so.“ murmelt Aidan und langsam macht sich dann doch etwas die Nervosität breit. Er fährt sich mit seiner großen Hand durch den frisch gekürzten Bart und scheint sich versichern zu wollen, dass sein Kinn damit noch vor fremden Blicken beschützt wird. Dann winkt der Schmiedegeselle den Barden mit sich und die beiden Männer marschieren zielstrebig in ein anderes Stadtviertel.


    Anschließend kann man die beiden dabei beobachten, wie sie vor der Unterkunft einer gewissen Amélie, die im Gasthaus „Zur Trüben Neige“ arbeitet, Halt machen, und wie Jean-Pierre seine Laute richtet, während er Aidan dazu anweist, kleine Kieselsteine gegen das Fenster von Amélie zu werfen. Der Schmiedegeselle runzelt leicht die Stirn als hätte er noch nie mit Steinen auf Fenster geworfen. Er atmet daraufhin tief durch, nimmt einen kleinen Stein vom Straßenrand auf und zielt auf das Fenster, wo er Amélies Zimmer vermutet. So ganz sicher ist sich Aidan da nicht.


    Der erste Wurf geht daneben, also folgen noch ein paar kleinere Steinchen nach: Klack, klick, klack. Drei Steinchen haben das Glas getroffen und erzielen möglicherweise ihre Wirkung. Hoffnungsvoll blickt der Schmiedegeselle zum Fenster hinauf. Ob die gesuchte Dame wohl da wäre?

    Hört! Hört!


    Nachdem die Festlichkeiten zu Neujahr ihr Ende genommen haben, werden Gerüchte laut, dass der dort aufgetretene Barde, ein gewisser Jean-Pierre O’Donell, seines Amtes genialer Verseschmied und Eroberer der Herzen, die turbulenten Gefühle der Veranstaltung erneut aufleben lassen möchte.


    Man munkelt sogar, dass er hierfür eine ganze Reihe neuer Lieder komponiert hat, die er mit seiner, gerüchteweise unfassbar perfektionierten Kunst des Laute-Spielens -möglicherweise wurden die Gerüchte auch vor allem von ihm selbst in Umlauf gebracht-, in einen harmonischen Einklang zwischen Singstimme und dem Saitenzupfen bringt und dem breiten Publikum vortragen möchte.


    Thematisch ist der Rahmen also gelegt – eine Rekapitulation des vergangenen Festes und seiner Helden!


    Terminlich hat sich der Barde scheinbar darauf geeinigt, den kommenden Sundas zu wählen. Zur Abendstunde und in dem Gasthaus „Zur Trüben Neige“.