Schwarzes Brett - Gerüchte und Aushänge aller Art

  • Der Goldene Löwe öffnet seine Tore!


    Nach langer Vorbereitung und mit viel Liebe zum Detail öffnet Der Goldene Löwe am 8. Tag des Ersten Saatmonds endlich seine Pforten!

    Betretet eine Taverne, wie es sie in Himmelswacht noch nie gegeben hat – ein Ort, an dem Altmerische Eleganz auf khajiitische Wärme trifft, wo Geschichten am Feuer erzählt und köstliche Speisen serviert werden, die sowohl Reisende als auch Einheimische verzaubern.

    Lasst euch nieder und taucht ein in die Atmosphäre eines Hauses, das euch stets willkommen heißt.

    Wann? Der 8. Erste Saatmond (8. März)

    Wo? Der Goldene Löwe bei Himmelswacht

    Kommt mit leeren Mägen, aber offenen Herzen – und feiert mit uns eine Nacht voller Genuss, Geselligkeit und guter Geschichten.

    „Mögen eure Becher stets gefüllt und eure Teller niemals leer sein!“

    Wir erwarten euch in Himmelswacht !


    OOC :
    Samstag den 08.03 um 19:30 Uhr
    Anker : DerFabelwolf
    Mehr Infos unter Projekte --> Goldener Löwe .

  • [AD] Himmelswacht - Heimkehr und neue Gerüchte


    Am Morndas Vormittag sah man Magus Bates dann auch wieder in der Stadt, hatte Er diese doch am Turdas der vergangenen Woche mit Reisegepäck über ein Portal der Magiergilde verlassen.


    Dieses Mal den Rucksack - ungemein unüblich - nur mit einem Gurt über die Schulter geworfen, wirkt er ein wenig zerzaust und nicht so recht… ausgeschlafen? Dazu eine gewisse Ernsthaftigkeit im Blick, dass man glauben könnte, etwas sei vorgefallen. Was sich dann auch bewahrheitet hat, glaubt man den Tratschweibern.

    Denn auf halber Strecke nach Hause, wurde er dann auch von zwei Stadtwachen aufgehalten, die ihn so weit belagerten, dass er den Wachen sogar in die Amtsstube folgte, bevor er gut eine Stunde später nach Hause ging.


    Was er in der Amtsstube machte, bleibt jedoch Inhalt von Gerüchten. Manch einer sagte, der Bretone hatte etwas im Rucksack, das er nicht hätte haben dürfen! Andere hingegen schwören darauf, das seine Kleidung Blutflecken auf sich trug und sogar eine Einstichstelle zu erkennen war!

    Gesehen hat das jedoch kein anderer. Vor allem auch dann nicht ,als er die Amtsstube verlassen hatte. Denn ab diesem Moment, trug Magus Bates den Rucksack wieder normal auf dem Rücken und hatte auch die zerzausten Haare etwas gerichtet.

    Was da bloß wieder los ist?

  • Gerücht um die Gruppe [Rothwardonen RP] Kinder der Alik´r


    Es wird erzählt, dass die Gruppe um Prinz Amran kürzlich einen gefährlichen Pfad in der Wüste betrat, verfolgt von den dunklen Machenschaften des Schlangenkultes. Ihr Ziel war es, das gestohlene Tagebuch von Rahjana zurückzuholen, und das zerbrochene Artefakt – der Hammer von Alexia. Doch das, was sie in der Wüste fanden, war weit mehr als nur die Schatten des Kultes. Auf der Spur eines Spähers kamen sie schließlich an einen Ort, den niemand gerne betreten sollte: eine verlassene Höhle, voll von Fallen und uralten Geheimnissen. Sie kämpften gegen einen Golem, der das Geheimnis der Höhle zu bewahren schien, und stießen auf eine mystische Frau, deren wahre Absichten niemand genau zu kennen schien. Manche sagen, sie sei eine Hexe, andere behaupten, sie sei eine treue Anhängerin des Kultes.


    Seitdem verfolgen sie mit unerbittlicher Entschlossenheit die Fährte des Kultes und dessen finstere Anhänger. Doch nicht nur der Kult hat ihre Spur aufgenommen. Dunkle Magie scheint die Gruppe zu verfolgen, und immer häufiger berichten sie von seltsamen Visionen und Stimmen, die ihre Gedanken quälen. Was ist wahr und was nur Einbildung? Eines ist sicher: Die Gruppe um Prinz Amran hat sich tief in das Netz des Schlangenkultes verstrickt, und jeder Schritt könnte sie näher an den Abgrund führen.


    Sicher alles nur Gerüchte oder etwa doch nicht?

    Ihr werdet aufatmen, einatmen. Mit jedem Zug der euer Körper senkt und erhebt in die Freiheit!

  • DB [Wegesruh]


    "Habt Ihr es schon vernommen? Der Großkönig plant ein Fest, wie es Wegesruh so noch nicht gesehen hat – einen Abend der Eleganz, der Masken und des Tanzes! Man sagt, jedermann sei geladen, ob Hochgeboren oder einfacher Bürger, solange er in feinem Zwirn und mit einer Maske erscheint. Offiziell soll es den Frühling begrüßen und den Sieg über die Dreugh besiegeln, doch einige munkeln, es sei ein geschickter Schachzug, um die Gunst des Volkes zu sichern. Böse Zungen fragen sich hingegen, was für Pläne wohl hinter all diesen Masken verborgen liegen …"


    OOC: Hier erfahrt ihr mehr -> RE: Rollenspiel im Dolchsturz-Bündnis


  • Geflüster im Schatten von Wegesruh.


    Ein neuer Tag und nichts hat sich geändert, so möchte man meinen. Personen gehen ein- und aus, man geht seinem Tagwerk nach und ja...hier und da kommt auch mal ein Reiter. So auch heute. Gekleidet in simple Stoffe und verhüllt unter einer Kapuze stellt ein weiterer Reisender sein Pferd im Stall ab. Für einen simplen Reisenden doch ein recht edles Ross mit einem braunen Sattel und blonder Mähne.


    Der Blick wird auf die Stadt gerichtet und ein tiefer Atemzug der Stadtluft genommen. Also wollte man den ganzen Eindruck auf einmal sich wirken lassen, Geschmack und Gestank inklusive!

    Sachte nickt die Gestalt. "Dafür lohnt es sich zu kämpfen." Wiederholt er es leise zu sich selbst, wenn auch die Situation nun eine gänzlich andere ist.

    Heute einfach mal als Niemand und mit einer Hand auf dem Knauf seiner Klinge, wird dieser Kerl schnell eins mit der Menge der Stadt. Blicke werden auf die Straßen, Häuser und Personen geworfen als würde man ein Kunststück kritisch betrachten.

    Das Ziel waren die ärmeren Bereiche der Stadt, wo jene lebten, denen das Schicksal nicht ganz so wohl gesonnen war.

    Dort mischt sich dieser scheinbar Suchende unter das Volk und beginnt an verschiedensten Ecken Fragen zu stellen.

    Fragen, die manch einer sicher als unangenehm betrachten würde. Es sollte nämlich um den Orden der Hexenjäger gehen. "Was haltet Ihr von ihnen?" Ist wohl eine der simpelsten Fragen.

    "Was tun sie hier überhaupt?" Erkundigt er sich andernorts, sich dabei stets als neugieriger Reisender ausgebend.


    Würde man all die Fragen mitverfolgen, könnte man meinen dieser Kerl möchte ein Gefühl für die Einstellung gegenüber des Ordens unter dem Volk ertasten, ohne dabei zu aufdringlich zu sein.

  • [DB] Dolchsturz


    Würde man Bürger oder Adelige in Dolchsturz auf Magus Valec ansprechen, die meisten würden es wohl mit einem ratlosen Achselzucken quittieren. Der eine oder andere hatte vielleicht schon mit ihm in der Magiergilde zu tun gehabt, doch war der Magier so unscheinbar, dass man sich im Nachhinein gar nicht so recht an ihn erinnern konnte. Geschweige denn, dass er je nennenswert etwas von sich preisgab. Würde man zudem nach Sharif al-Kaheem fragen, wäre das Achselzucken wohl noch größer.


    Unter den Magiern in Dolchsturz dagegen waren beide Personen nicht nur bestens bekannt, sie waren zugleich Mittelpunkt von Klatsch und Tratsch, der selbst in einer ehrbaren Einrichtung wie der Magiergilde anscheinend nicht fehle durfte. Der dunmerische Magus Valec galt selbst unter seinen Kolleginnen und Kollegen als geheimnisvoll und verschwiegen, was in einer Gesellschaft von geheimnisvollen und verschwiegenen Mitgliedern ohne Zweifel eine bemerkenswerte Leistung sein dürfte. Wahrscheinlich war das völlig übertrieben, und der Dunmer selbst kommentierte solcherlei "Geschwätz" nur damit, dass er sich auf seine Arbeit konzentriere, statt seine Zeit mit belanglosen Plaudereien zu verschwenden.


    Kein Geschwätz, sondern handfeste Tatsache dagegen war, dass Magus Valec sich nur selten bis gar nicht mit Abenteurern jeglicher Art abgab, die regelmäßig aus verschiedensten Gründen die Gilde aufsuchten. Umso bemerkenswerter, dass der dunmerische Magier sich seit einiger Zeit nicht nur einen Gehilfen leistete, nämlich den bereits zuvor erwähnten Abenteurer Sharif al-Kaheem. Sondern dass der Magus eben jenen Gehilfen nun auch noch darin unterstützte, ein Amateurforscher zu werden. Nicht wenige Gildenmitglieder rümpften die Nase ob dieser merkwürdigen Entscheidung. Der rothwardonische Abenteurer galt als unerfahren, zuweilen kopflos handelnd, und nicht sonderlich zuverlässig. Was hatte Sharif al-Kaheem nur an sich, dass er für Magus Valec von so großem Interesse war?


    Und noch etwas war bemerkenswert. Der zukünftige Amateurforscher brauchte natürlich einen Mäzen, einen Geldgeber für Forschungsarbeiten und Reisen. Doch die Suche nach einem Mäzen begann nicht etwa in Dolchsturz, was der wohl naheliegendste Ort gewesen wäre. Sondern in Schildwacht, genauer beim Adelshaus Ashere. Vor kurzem soll al-Kaheem in die rothwardonische Hauptstadt gereist sein, ausgestattet mit einem Empfehlungsschreiben seines Herrn, um sich bei Prinz Amrán persönlich vorzustellen. Warum ein Adelshaus in Schildwacht, wo es unmittelbar vor der Haustür von potentiellen Mäzenen nur so wimmelte?


    Es war keineswegs so, dass sich jemand in der Gilde ernsthaft in die Angelegenheiten von Magus Valec einmischen wollte. Es war vielmehr die Mischung aus Geheimnissen, die es hier offensichtlich gab, und der wunderbaren Gelegenheit zum Tratschen. Eine herrliche und kurzweilige Ablenkung von der anstrengenden Studienarbeit.

  • [DB] Wegesruh

    Wegesruh erhebt sich – Mit Würde, Wachs und Wunderwerk!

    Wegesruh, Kronjuwel des Dolchsturz-Bündnisses, Hort der Klugheit und Bastion des Fortschritts, hat schon manch finsteren Schatten überstanden. Doch selbst unter den Schleimspuren der Belagerung - als Dreugh die Tore belagerten und der Westen nach Ozean und Unheil roch - hat unser unermüdlicher Geist nicht geruht. Während andere klagten, forschten wir. Während andere verbrannten, konservierten wir. Und so kam es, dass die Gelehrten der ehrwürdigen Magiergilde, flankiert von den besten Alchemisten, Modisten und Küchenmeistern der Stadt, sich einer einfachen Frage widmeten:


    „Was tun mit all dem Krabbengetier?“


    Die Antwort? Ein Feuerwerk der Innovation:


    Dreughcrème

    Glanz der Tiefe

    Für eine Haut so glatt, dass selbst Altmer vor Neid erblassen!


    Krabb’ & Knusper

    Dreughklauen in heißem Öl

    Knusprig. Köstlich. Knapper Vorrat. Greifen Sie zu, bevor die Kinder alles fressen!


    Chitin-Chic von Meister Georence

    Hüte, die schreien: „Ich war dabei!“ und das nicht nur modisch. Jeder ist ein Einzelstück. Manche leben noch!


    Essenz der Seehexe

    Vertreibt Elfen!

    Ein Spritzer genügt, und Elfen fliehen, als hätte man ihnen das Steuerformular für Wegzoll gereicht.


    Wegesruh lebt. Mehr denn je.

    Dank Mut, Magie und einer überraschend vielseitigen Krustentierplage.

    Erhältlich bei ausgewählten Händlern, an Gildenständen und im Chironasium.

    Von der Hafenmeisterei nur bedingt empfohlen. Anwendung auf eigene Gefahr.



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  • Aufgeschnappt in der Taverne „Zum Krummsäbel“, Schildwacht – zwischen Dattelbier, staubigen Stiefeln und zu vielen Meinungen:

    Ein Teppichhändler mit krummer Nase erzählt, während er sich Dattelkuchen aus dem Bart klopft:


    Also hör zu, ich sag’ dir, wie’s war – im Haus Ashere war’s neulich lauter als bei der Kamelauktion! Jasira, diese Beduinin, die Tante von der stillen Rajana, stand plötzlich wieder vor der Tür. Der Prinz? Nicht gerade erfreut. Erst hat er sie fortgeschickt, als dieser windige Forscher da war … aber was macht sie? Lauscht an der Tür! Ich mein – sie hat's erst abgestritten, hat was vom Basar gefaselt … aber dann hat sie’s selbst zugegeben.


    Und das war noch nicht alles. Am nächsten Abend stand sie wieder da – voller Stolz, als wär’s ihr Haus. Und dann hat sie den Prinzen vor allen einen „sturen Kamelhengst“ genannt. Ha! Kamelhengst! Ich bin fast vom Hocker gefallen.

    Er wischt sich mit dem Ärmel über die Stirn.

    Der Prinz, sagt man, war froh, sie zu sehen … aber noch froher, als sie wieder ging. Doch irgendwie – irgendwie hat sie ihn überzeugt.


    Sie zieht jetzt mit ihm los, heißt es. Nicht für Ruhm, nicht für Gold – und schon gar nicht für ihn. Vielleicht wegen der Leute. Vielleicht, weil sie weiß, wie’s ist, unten zu stehen. Früher soll sie selbst gestohlen haben, um ihre Familie durchzubringen. Ihren Bruder – ein Trinker, sagt man. Fünf Mäuler, die sie allein ernährt hat.


    Und irgendwann … wurde sie dann eine, der man zuhört. Keine Weise oder so – aber jemand, den man fragt, wenn’s hart kommt.

    Vielleicht will sie einfach, dass andere auch nochmal neu anfangen dürfen.

    Er seufzt, dann prostet er in die Runde:

    „Auf zweite Chancen, eh?“

    Ihr werdet aufatmen, einatmen. Mit jedem Zug der euer Körper senkt und erhebt in die Freiheit!

  • Gerücht vom Basar in Schildwacht

    Man hört es flüstern zwischen den bunten Ständen von Schildwacht, wo Händler ihre Waren anpreisen und die Schatten der Palmen sich im Wüstenwind wiegen:


    Die Karawane des Prinzen Amran musste unerwartet Rast machen – mitten in der unerbittlichen Wüste. Ein lahmes Kamel zwang die Gruppe zu einer ungeplanten Pause, und die alten Seher am Basar tuscheln, dies sei kein bloßer Zufall, sondern ein Zeichen der Ahnen oder der Geister des Sandes selbst.


    Man sagt, die Karawane nutze diese Zwangspause, um ihre Kräfte zu sammeln – denn die Reise, so vermuten die Weisen, ist noch lange nicht vollendet. Was genau hinter dieser Rast steckt, bleibt ein Geheimnis, das tief in den Dünen verborgen liegt. Doch die Stimmen in Schildwacht verhallen nicht, und das Gerücht wächst weiter …



    Ihr werdet aufatmen, einatmen. Mit jedem Zug der euer Körper senkt und erhebt in die Freiheit!

  • [DB] Schildwacht


    Verbrechen waren -bedauerlicherweise- auch in Schildwacht ein fester Bestandteil des täglichen Lebens. Alles andere als alltäglich war allerdings ein dreister Diebstahl, der vor kurzem im Haus des wohlhabenden Händlers und Kunstsammlers Bahadur al Ghani stattgefunden hatte. Diebe hatten kurzerhand den Wachmann ausser Gefecht gesetzt, waren in das Haus des Händlers eingebrochen, und hatten dort eine wertvolle und besonders gut gesicherte Figur aus Saphir, den "blauen Salamander", gestohlen. Die Diebe schienen sehr genau zu wissen, was sie wollten und waren laut den Stadtwachen bei ihrem Beutezug äußerst zielstrebig und professionell vorgegangen. Andere wertvolle Kunstgegenstände, die weitaus risikoloser hätten gestohlen werden können, wurden völlig ignoriert, das Interesse der Diebe galt allein dem "Salamander".


    Die Stadtwachen vermuteten, dass es sich bei dem Diebstahl um einen gezielten Auftrag handeln könnte und sehr wahrscheinlich ein weiterer Kunstsammler dahinter steckte. Der "blaue Salamander" galt als eine von insgesamt drei Saphirfiguren, die bei Sammlern extrem begehrt waren. Jede einzelne Figur war schon ein kleines Vermögen wert, alle drei zusammen galten als praktisch unbezahlbar.


    Man werde mit unnachgiebiger Härte und Konsequenz nach den Dieben und ihren Auftraggebern suchen, so der Hauptmann der Stadtwachen. Doch in der Bevölkerung wusste man nur zu gut, dass das nur leere Worte waren. Manch einer fragte sich indessen, wie wohl Bahadur al Ghani auf den Diebstahl und die sich daraus ergebende Schmach reagieren würde. Hegte der wohlhabende Händler einen Verdacht, wer hinter dem Raub steckte? Drohte gar ein Krieg zwischen Kunstsammlern? Unterhaltsam war es allemal, jedenfalls für die einfachen Bürger, von denen manch einer durchaus eine gewisse Schadenfreude hegte, dass es auch mal die Reichen erwischte. Und hier und da eine gewisse Sympathie für die raffinierten Diebe ließ sich auch nicht leugnen.

  • [DB] Wegesruh

    Warnung vor der Hexe!

    Nur einen Tag nach den Enthüllungen der Silberzunge sorgte ein neuer Aushang für Aufregung in der Stadt. Er hing nicht nur an jedem Anschlagbrett. Sogar einige Boten wurden beauftragt die Botschaft in ganz Wegesruh und sogar in den umliegenden Dörfern zu verteilen.

    Vera - eine neugierige Händlerin:
    „Ich hab Kinder verschwinden sehen, nachdem sie einer lächelnden Fremden folgten. Fragt nicht, was aus ihnen wurde. Wenn Amaure Geschenke bringt… haltet eure Türen verriegelt.“


    Seline - eine fromme Pilgerin:
    „Seid auf der Hut! Wer Süßes für lau verteilt, trägt den Schatten Nocturnals im Herzen. Ich werde den Tempel warnen – eine solche Verführerin darf nicht frei umherstreifen.“


    Ordrik - ein alter Nord, am Feuer sitzend:
    „Man sagt, wer ihre Gabe ablehnt, wacht auf mit Ratten in der Kehle. Wer sie annimmt… verliert Stück für Stück sein eigenes Gesicht. Ich werd sicher kein Risiko eingehen.“


    Gustav - ein alter Priester, mit brüchiger Stimme:
    „Es gibt eine Falschheit im Licht, das sie ausstrahlt. Ein Schatten hinter jedem Lächeln. Wer sie meldet, hat vielleicht noch eine Chance auf die Gnade der Götter. Wer schweigt, wird mit ihr untergehen.“


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  • Gerücht auf dem Basar von Schildwacht


    „Hast du’s gehört?“ – die Kräuterfrau lehnt sich verschwörerisch über ihre Auslage hinweg und rückt ein Bündel getrockneter Blätter zurecht. „Die Karawane, die gestern eingetroffen ist, hat erzählt, dass eine kleine Gruppe tief in der Wüste unterwegs sein soll. Man munkelt, sie hätten etwas gefunden … etwas, das neugierig macht. Aber niemand weiß, was es ist.“


    Der Fischhändler schnaubt, während er eine Forelle auf das Brett knallt. „Pah, Reisende erzählen viel, wenn der Abend lang ist und der Krug leer. Am Ende ist’s nur Sand und Steine.“


    „Und trotzdem redet jeder darüber“, mischt sich ein Gewürzhändler ein, der gerade bunte Säckchen zurechtrückt. „Die Karawane schwört, sie hätten es von verlässlichen Ohren gehört – aber genaues weiß natürlich keiner. Reines Gerede.“


    Ein Junge, der zwischen den Ständen umherschleicht, grinst breit. „Na, wenn’s geheimnisvoll klingt, wird’s schon stimmen!“, ruft er frech, bevor er lachend im Menschengewühl verschwindet.

    Von Stand zu Stand wandert das Geflüster weiter – jeder fügt etwas hinzu, jeder tut so, als wüsste er mehr, und doch weiß keiner wirklich etwas. Nur das Gerücht bleibt zurück, schwer greifbar wie der Wüstenwind.

    Ihr werdet aufatmen, einatmen. Mit jedem Zug der euer Körper senkt und erhebt in die Freiheit!

  • [EP]


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    Balmora auf Vvardenfell, bei Grubesha nahe der Taverne...


    Wieder einmal treffen die beleibte Aphrose Aralovas und ihre Freundin Reloori Moabvo am Stand von Grubesha aufeinander.

    Nicht nur, um einzukaufen, sondern um vielmehr den neuesten Trasch und Klatsch auszutauschen.

    Man will ja auf dem neuesten Stand sein.

    Und nichts ist so sexy wie das neueste Gerücht zu übermitteln, das der Gegenüber womöglich noch nicht kennt.


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    Aphrose Aralovas und Reloori Moabvo treffen sich am Stand von Grubesha.


    "Hast Du schon dem Schlachtfest vor Seyda Neen gehört ?", will Reloori grinsend und schon siegessicher von Aphrose wissen.

    "Den Ebenerz-Transport? Klar, hat mir Ruram Girith, der Kistenschlepper vom Kanal erzählt.", kommt prompt die Antwort.

    "Du...weißt es schon?"

    Reloori ist das Entsetzen ins Gesicht geschrieben.

    Was für eine Niederlage.

    "Dann weiß es ja wohl schon die ganze Stadt."

    Aphorse zuckt mit den breiten Schultern.

    "Gut möglich. Auf jeden Fall hat es keiner überlebt, sagt man."

    "Wirklich niemand? Was ist denn genau passiert?"

    "Es heißt, eine Gruppe von Indoril-Soldaten habe einen recht großen Transport von Ebenerz aus der hiesigen Erzmine von Shulk gen Seyda Neen begleitet, als sie auf dem Hauptweg überfallen und brutal niedergemetzelt wurden."

    "Wie schrecklich! Und das ganze Erz?"

    "Weg, gestohlen. Allerdings fehlt auch jede Spur von dem leitenden Indoril."


    Reloori nickt und lädt ihre Freundin ein, ein Stück mit ihr zu gehen.

    "War das nicht dieser fesche groß gewachsene Indoril mit den langen Haaren?", will sie wissen.

    "Nein. Edrados Doveim Indoril ist sein Name und der ist halb verbrannt, überall Narben. Fesch ist was anderes.", winkt Aphrose ab.

    "Gibt es schon Verdächtige? Wer könnte es gewesen sein?"

    "Man hat noch keine heiße Spur, wie ich hörte. Aber diese Neue, Soris Naroom, soll die Untersuchungen leiten, heißt es."

    "Ist das die, die mit diesem Dicken seit einiger Zeit in Balmora weilt?"

    Aphorse nickt.

    "Sieht gut aus und soll ebenso gut sein bei dem was sie tut. Kommt wohl aus Vivec."

    "Also eine mit höherem Rang?"

    "Davon gehe ich aus, aber ich weiß nichts genaues."


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    Soris Naroom soll die Untersuchungen zu dem Überfall leiten.


    Beide nicken und so schlendern sie weiter durch die Straßen von Balmora und lenken schon recht schnell das Thema auf Ruram Girith, dem Kistenschlepper vom Kanal, und seinen Künsten im Schlafgemach...

    "Du kannst nicht warten, bis das Leben nicht mehr schwer ist, bevor du dich entscheidest, glücklich zu sein." - Zitat von Nightbirde beim Auftritt bei America´s Got Talent 2021, gezeichnet vom Krebs - gestorben am 19.02.22


    "Nichts hat einen Wert, wenn man nicht dafür gekämpft hat." (zitiert von Enric Milnes aus < Die Alik´r - Zweite Ära>)


    "Niemals tut man so vollständig und so gut das Böse, als wenn man es mit gutem Gewissen tut." (Blaise Pascal, 1623 - 1662)

    2 Mal editiert, zuletzt von Spiffypurse ()

  • Tavernen-Gerücht – „Feuer in der Wüste“

    Die Taverne stank nach Rauch, Bier und verschüttetem Wein. Am Stammtisch drängten sich Männer und Frauen, Krüge klirrten, Stimmen überschlugen sich, Gelächter und Flüche mischten sich. Ein Krug fiel scheppernd zu Boden, jemand stieß mit dem Ellbogen gegen den Tisch, und Funken vom Kamin sprangen auf die Tischkante – alles wirkte wie ein einziges Durcheinander.


    Eine junge Frau lehnte sich vor, wollte dem Mann neben ihr einen Kuss aufdrängen. Er lächelte, Lippen schon leicht geöffnet – da donnerte ein alter Karawanenführer quer durch die Taverne:


    „Ey! Habt ihr letzte Nacht das Feuer in der Wüste gesehen?! Mitten auf der Route – verdammtes Licht! Funken, die über die Dünen sprangen! Hab fast die Augen verbrannt gekriegt!“


    Der Mann fuhr hoch, die Augen weit aufgerissen, stolperte fast über den Stuhl und stieß die Frau halb zurück. „Verdammt, hört ihm bloß zu!“, rief er, die Hände fest auf den Tisch gepresst, völlig gebannt vom Bericht. Funken, Lichtblitze, schemenhafte Bewegungen – alles spannender als ein Kuss.


    Die Frau blinzelte überrascht, stolperte ein paar Schritte rückwärts, kicherte nervös und griff erneut nach ihm. Er wich aus, drehte den Kopf, die Augen starr auf den Karawanenführer gerichtet. „Ey, halt dich zurück, verdammt!“, rief er, während er fast gegen den Tisch stolperte und ein Bier fast über den Rand kippte.


    „Keiner weiß genau, was los war!“, mischte sich die Kräuterhändlerin ein, Augen zusammengekniffen. „Die Führer, die unterwegs waren, haben’s gesehen – nur schemenhaft. Bewegungen im Feuer, Lichtblitze, Funken… Kein Schrei, nichts! Nur dieses verdammte, tanzende Licht über den Dünen.“


    „Scheiße!“, rief ein Gewürzhändler, während er Säckchen durcheinander warf. „Und der Prinz … der würd sowas niemals zulassen! Außer aus Notwendigkeit … Verheiratet, Kind – ihr wisst schon.“


    „Dann plötzlich – Puff! Alles weg!“, murmelte ein weiterer Karawanenführer, Bier schwappte über den Rand seines Krugs. „Das Licht, die Bewegungen – einfach vom Wüstenwind verschluckt. Nur wir auf der Route haben’s gesehen. Mehr konnte niemand erkennen.“


    „Ey, habt ihr gehört, dass die Frau, die dort im Feuer gesehen wurde, stark und wild gewesen sein soll? Manche sagen sogar Hexe … nur schemenhaft, aber man soll gesehen haben, wie das Licht und die Funken beherrscht wurde. Verrückt, oder?“


    Die Stimmen überschlugen sich, alle redeten gleichzeitig, lachten, fluchten, unterbrachen sich. Gläser klirrten, Stühle knarrten, jemand stieß einen Krug um. Jeder fügte Details hinzu, jeder übertrieb ein bisschen. Lichtblitze, Funken, schemenhafte Bewegungen – keiner wusste genau, wer oder was dahinterstand, doch jeder gab seinen Senf dazu.

    Ihr werdet aufatmen, einatmen. Mit jedem Zug der euer Körper senkt und erhebt in die Freiheit!

  • [EP]



    Balmora auf Vvardenfell…


    Nachdem jüngst eine Ebenerz-Transport überfallen und bis auf einen, alle niedergemetzelt wurden, erreicht Balmnora die Kunde von einem weiteren Überfall.

    Diesmal war ein Transport aus der Mine von Vassir-Didanat Opfer der Banditen, die vermutlich dieselben waren, wie vorher schon.

    Wieder gab es schrecklich zugerichtete Leichen und von einigen fehlt jede Spur, ähnlich wie bei dem Überfall zuvor...und alles nahe Balmora.

    Auch jetzt wurde Ebenerz gestohlen, was kein Zufall sein kann.


    Man erzählt sich, dass Soris Naroom, die Untersuchungen dazu übernommen hat und nun ermittelt.

    Die Dunmer ist seit einigen Wochen in der Stadt, scheint eine höhere Stellung einzunehmen und aus Vivec gen Balmora abkommandiert zu sein.

    Es wird viel über sie getuschelt, insbesondere über ihr Verhältnis zu Vadeelos Avanndes, einem kleinen dicken Dunmer, der aus gutem Haus zu kommen scheint und mit ihr nach Balmora kam.


    Wie durch ein Zufall führt der Weg der beleibten Aphrose Aralovas dieser Tage am Haus der Familie Lerano vorbei, wo sie den Fischer Revelot mit dem neuesten Tratsch über einen Überlebenden des Überfalls des Ebenerz-Transportes zu beeindrucken versucht.


    Und nun trifft die Kunde ein, dass Wachsoldaten am westlichen Ufer nahe Balmora eine Gruppe von Banditen überraschen konnte, die gerade dabei waren, abzulegen.

    Dabei wurde neben einigen Kisten Ebenerz auch ein Überlebender vom ersten Überfall aufgefunden.

    Es heißt, es wäre Edrados Doveim Indoril, der den Transport leitete und seit dem Überfall verschwunden war.

    Es kommt einem Wunder gleich, dass man ihn lebend auffinden und retten kann.

    Stimmt es, was man sich erzählt, so wurde Edrados in das Haus der Familie Lerano gebracht, um ihn dort zu befragen...

    "Du kannst nicht warten, bis das Leben nicht mehr schwer ist, bevor du dich entscheidest, glücklich zu sein." - Zitat von Nightbirde beim Auftritt bei America´s Got Talent 2021, gezeichnet vom Krebs - gestorben am 19.02.22


    "Nichts hat einen Wert, wenn man nicht dafür gekämpft hat." (zitiert von Enric Milnes aus < Die Alik´r - Zweite Ära>)


    "Niemals tut man so vollständig und so gut das Böse, als wenn man es mit gutem Gewissen tut." (Blaise Pascal, 1623 - 1662)

  • [DB] Wegesruh

    Stadtgespräche: Der Ball der Baroness

    Wirt:

    „Habt ihr von dem Ball gestern gehört? Bei der Baroness de Chevailleur – im Salon Noir! Nicht in ihrem eigenen Haus, nein, im Salon. Das allein ist doch schon verdächtig.“


    Gaspard:

    „Pah, warum wohl? Vielleicht ist ihr Stadthaus längst verpfändet. Oder schlimmer noch – vielleicht treiben sich dort Geister herum. Man munkelt ja…“


    Edmund:

    „Geister hin oder her, habt ihr sie gesehen? Die Baroness? Gekleidet, als hätte sie jede Farbrolle von einem fahrenden Händler aufgekauft. So etwas trägt man vielleicht in Senchal, aber hier in Wegesruh? Unwürdig für eine Dame ihres Standes.“


    Gaspard:

    „Ich habe selten eine Adlige gesehen, die sich so sehr nach Aufmerksamkeit sehnt. Und doch, nicht einmal ihr Aufzug sorgte für so viel Getuschel wie ihr Auftritt mit dieser Heilerin. Arm in Arm!“


    Edmund:

    „Eine Heilerin! Kein Blut von Rang, kein Titel, nichts. Das ist doch ein Schlag ins Gesicht all jener Familien, die seit Generationen um Ansehen in Wegesruh ringen.“


    Wirt:

    „Aber ihr vergesst den eigentlichen Höhepunkt: Lord Barnabas Barring war da, extra aus Bangkorai angereist. Allein seine Anwesenheit hätte schon für Gesprächsstoff gesorgt.“


    Edmund:

    „Oh, in der Tat! Und diese Frisur! Manche meinten, sie sei der neueste Schrei am Hofe von Immerfort, andere waren überzeugt, er habe irgendein exotisches Tier auf dem Kopf zur Ruhe gebettet. So oder so: man konnte den Blick kaum abwenden.“


    Gaspard:

    „Es war, als schwanke er zwischen Genie und Wahnsinn. Manche flüsterten ehrfürchtig, er sei seiner Zeit weit voraus. Andere hielten inne, als wären sie Zeugen eines seltsamen Wunders geworden. Doch spottete kaum einer, dazu wirkte er viel zu selbstsicher.“


    Wirt:

    „Hach, da vermisst man doch die Silberzunge… der hätte es verstanden, die ganze Szenerie in Worte zu fassen, so dass man noch in hundert Jahren schmunzelt. Uns bleibt nur unser Staunen... und ein weiterer Krug.“

  • [DB] Dolchsturz


    Ein handfester Skandal erschüttert -oder besser: amüsiert- derzeit die Adelshäuser in Dolchsturz. Das Ehepaar Chatillon, gleichermaßen bekannt für ihren Wohlstand und ihr exzentrisches Auftreten in der Öffentlichkeit, ließ es sich nicht nehmen, während eines rauschenden Balls der Baroness Barthel einmal mehr eine Kostprobe ihrer zerrütteten Ehe zur Schau zu stellen. Es ist nicht das erste Mal, dass Anthon und Marian Chatillon es für nötig halten, sich während eines gesellschaftlichen Anlasses gegenseitig mit spitzen Bemerkungen zu kränken. Doch dieses Mal sind sie wohl eindeutig zu weit gegangen, als Marian Chatillon lautstark ausplauderte, ihr Mann sei von einem ihrer Dienstmägde lauthals ausgelacht worden, als dieser eine Affäre mit der Magd anfangen wollte. Worauf Anthon Chatillon giftig erwiderte, der Stallbursche hätte sich übergeben müssen, als Marian sich vor ihm entkleidet hätte. Der darauf folgende Streit zwischen den Eheleuten eskalierte so sehr, dass die Gastgeberin Baroness Barthel die beiden Störenfriede angewidert hinauswerfen ließ. Es darf angenommen werden, dass das Ehepaar Chatillon vorerst nicht so schnell wieder zu einem Ball oder Gesellschaftsabend eingeladen wird.

    Im Gegensatz dazu wirkt eine andere Geschichte, die derzeit im Umlauf ist, fast schon unspektakulär und langweilig. Und sorgt doch bei einigen Adelsleuten für Aufmerksamkeit, wenn nicht gar Irritation. Magus Valec, Mitglied der Magiergilde Dolchsturz, gilt als stiller, geradezu unauffälliger Magier, dem der Ruf anhängt, sowohl für Schüler als auch für Angestellte nur wenig übrig zu haben. Es ist daher schon ungewöhnlich, dass der Magus seit geraumer Zeit einen eigenen Gehilfen hat. Doch nicht nur das, nun unterstützt der dunmerische Magier auch noch eben jenen Gehilfen, einen Rothwardonen namens Sharif, bei einem Selbststudium zum Amateurforscher. Sogar ein Mäzen wurde schon gefunden. Hier wird es allerdings besonders merkwürdig. Denn über den Mäzen des Gehilfen ist praktisch nichts bekannt. Angeblich ziehe der Gönner, ein älterer Herr aus Schildwacht, die Anonymität vor - was im völligen Gegensatz zu der Idee des Mäzenentums steht. Will ein Mäzen nicht durch seine Unterstützung Aufmerksamkeit erregen und Anerkennung gewinnen? Zudem gibt es hartnäckige Gerüchte, dass das Haus Ashere eben jenen Sharif zuvor als Schützling abgelehnt habe - ohne dass die Gründe dafür bekannt wurden. Weitaus weniger skandalös als die Eheleute Chatillon, doch es ist und bleibt eine merkwürdige Angelegenheit, die einige Fragen aufwirft.

  • [DB] Wegesruh


    Man munkelt, in den frühen Abendstunden habe sich ein ungewöhnlicher Aufmarsch am Osttor ereignet. Krieger und Magier – Vertreter beider Gilden – seien dort gesichtet worden, in Begleitung einiger Bediensteter aus dem Gefolge der Baronesse Chevailleur. Angeblich hätten sie prächtige Pferde aus ihrer eigenen Zucht entgegengenommen – Dorneaux-Mischlinge, kräftig und ausdauernd, und sogar einige Tiere aus der edlen Morvalier-Linie.


    Wer sie sah, schwört: Diese Männer und Frauen waren zum Kampf gerüstet. Und während die Menge rätselte, wohin sie wohl aufbrechen mochten, sollen Magier unter Leitung des Gildenmagisters Benry Claverie – mit der Hallenvögtin Vush gra-Kreeg höchstselbst anwesend – außerhalb der Stadt ein mächtiges Portal geöffnet haben. Das Geräusch der Magie, sagen Zeugen, sei noch bis in die Unterstadt gedrungen, ein tiefes Grollen, als würde der Himmel selbst kurz erzittern.


    Etwa fünfzig Krieger, Magier und Reiter samt ihren Pferden seien schließlich durch dieses Tor getreten – in eine Richtung, die niemand kennt.

    Wohin sie gingen, das bleibt ein wohlgehütetes Geheimnis.


    Doch man erinnere sich: Erst vor wenigen Tagen war der Orden der Hexenjäger unter Bewachung von Krieger- und Magiergilde, sowie der Löwengarde aus der Stadt eskortiert worden. Könnte das alles miteinander zusammenhängen? Wurde hier Verstärkung entsandt – oder verfolgt man ein ganz anderes Ziel?


    Unter den Aufgebotenen habe man bekannte Gesichter erkannt: Maga Aethyra Marethi, den Gelehrten Hector Ambassador, dessen Schriften unter Magiern für Aufsehen sorgte, sowie Offizier Ka’lith und die Kriegerin Le’han – jene, über die die Silberzunge zuletzt so gern getuschelt hatte.


    Als das Portal schließlich erlosch und die Letzten in der Ferne verschwanden, kehrten die verbliebenen Magier und Wachen still in die Stadt zurück.

    Doch seither, so sagen viele, patrouillieren die Stadtwachen häufiger, und in den Gildenhallen brennt bis tief in die Nacht Licht.


    Etwas liegt in der Luft, raunen die Leute in den Tavernen.

    Ein Knistern, ein Druck – als würde Wegesruh den Atem anhalten.

    Die Ruhe vor dem Sturm, sagen sie.

    Und keiner weiß, wann er losbricht.

  • Wenn die kolportierte Anzahl stimmt, müssen die Gilden jedes kampftaugliche Mitglied aufgestellt haben, dass sie besitzen. Und zumindest bei der Kriegergilde scheint das tatsächlich der Fall zu sein. In den Hallen ist es unheimlich ruhig, und außer Hallenvögtin Vush, um die man wegen ihrer miserablen Laune im Moment besser einen großen Bogen macht, sieht man dort keine Offiziere oder hochrangigen Krieger mehr. Auch etwaige Aufraggeber werden vertröstet. Im Moment könne man keine weiteren Aufträge annehmen.

  • „Hadi, hör mal her!“, rief die Fischhändlerin, während sie den frischen Fang auf Eis türmte. „Im Haus Ashere brennt wieder Licht bis spät in die Nacht! Vier Leute, sage ich dir, vier! Und einer davon – stell dir vor – eine neue Kämpferin, mit Bogen und Augen so scharf wie der Morgenwind!“

    Der Korbflechter hob den Kopf, seine Hände noch in den Weidenruten verheddert. „Eine Neue? Und Alexia?“


    „Ach, Alexia!“ Sie klatschte einmal in die Hände, dass ein paar Fische auf dem Eis wackelten. „Die macht nur eine Pause, heilt sich aus. Kommt stärker zurück, sag’ ich dir. Die Neue soll nur das Loch füllen, bis Alexia zurück ist. Der Fürst würde sie niemals ersetzen, das weiß hier jeder mit Verstand!“

    Sie schnippte eine Garnele auf den Stand daneben und lachte kurz. „Aber man munkelt, er hat die Neue geprüft – mit Fragen und Blicken, die wie Pfeile durch die Luft fliegen. Rajana-Lua? Die saß still wie immer, aber die Augen – die sprechen Bände!“


    Der Korbflechter grinste und zog an seiner Pfeife, während Kinder neugierig um den Stand scharten. „Wenn das stimmt, dann wird’s bald wieder Bewegung geben im Haus Ashere.“


    „Ha!“, rief sie und klopfte kräftig auf den Tisch. „Solange Alexia zurückkommt, ist mir alles recht. Und die Neue? Nun, wenn sie was taugt, wird sie’s beweisen!“

    Ihr werdet aufatmen, einatmen. Mit jedem Zug der euer Körper senkt und erhebt in die Freiheit!

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