Dunmer RP - Das dunkle Volk


  • In Balmora und anderen nahegelegenen Orten auf Vvardenfell…


    In den Straßen von Balmora kann man die Tage einig Soldklingen aus dem Hause Andaai sehen, die eine Ankündigung ihres Hauses aushängen.

    Es scheint, als würden die Andaai-Geschwister wieder neue Dunmer suchen.

    Gerüchten zufolge habe es auf dem Anwesen jüngst einen Brand gegeben.

    Ob das etwas mit dem neuesten Gesuch zu tun haben könnte, ist fraglich.

    Böse Zungen behaupten, ihnen gehen mal wieder die Leute aus, was aus ihrer Sicht heißt, dass man sie nie wieder sieht.

    Man könnte aber auch behaupten, die Geschäfte laufen derart gut, dass man sich vergrößern müsse.



    Aber nicht nur in Balmora werden die Zettel ausgehängt.

    In Suran, der Hafenstadt Sedy Neen und sogar in Vivec sind Aushänge zu finden.

    Es sollte also nicht überraschen, würden einige der Papiere sogar den Weg bis nach Sadrith Mora finden oder über ein Schiff gar in Steinfälle landen.



    "Du kannst nicht warten, bis das Leben nicht mehr schwer ist, bevor du dich entscheidest, glücklich zu sein." - Zitat von Nightbirde beim Auftritt bei America´s Got Talent 2021, gezeichnet vom Krebs - gestorben am 19.02.22


    "Nichts hat einen Wert, wenn man nicht dafür gekämpft hat." (zitiert von Enric Milnes aus < Die Alik´r - Zweite Ära>)


    "Niemals tut man so vollständig und so gut das Böse, als wenn man es mit gutem Gewissen tut." (Blaise Pascal, 1623 - 1662)


  • Auf Vvardenfell, in Balmora…


    Entgegen anders lautender Gerüchte begibt sich Fenond Ondyril, der dürre Wirt der Taverne Zum spitzen Netch, durchaus regelmäßig ins Freie, statt, wie getuschelt wird, sich nur in dem Gebäude aufzuhalten.

    So auch an diesem Tag, als er sich zum Kanal aufmacht, frischen Fisch zu besorgen, damit Koch Rethelas einige neue Gerichte anbieten kann.

    Fenond ist in der Tat sogar recht häufig am Kanal, um Fisch oder Schlammkrabben zu kaufen oder um auch den neuesten Tratsch nicht zu verpassen.

    Bekanntlich wissen sie Fischer und Bootsleute fast noch mehr, sind sie doch stetig unterwegs.

    Fenond ist diesmal durchaus zufrieden mit seinem Einkauf und will gerade wieder zurück zur Taverne, als ihn ein Fremder anspricht...


    Fenond Ondyril kauft Fisch am Kanal...


    Mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze steht er plötzlich neben dem Wirt und scheint Fragen zu haben.

    Fenond ist im ersten Moment unsicher, ob der Fremde womöglich böses im Sinn haben könnte oder ob er einfach nur ein neues Gesicht in der Stadt ist.

    Ein erster Eindruck mag aber täuschen und so mancher will nicht jedem direkt zeigen, wer man ist.

    Etwaige Banditen haben einen Blick für die, die im Grunde nur darauf warten ausgeraubt zu werden.

    Dieser hier wirkt anders, entpuppt sich aber wohl doch um einen, der jüngst erst in Balmora gelandet ist.

    Fenond anzusprechen mag sogar Sinn ergeben, ist es doch bekannt, dass Wirtsleute viel mehr von der Stadt wissen als andere.

    Und es ist unschwer an Fenonds Kleidung zu erkennen, welcher Tätigkeit er nachgeht.


    … als ihn ein Fremder anspricht.


    Der Dunmer scheint neu in der Stadt, interessiert an Informationen und begleitet daher den Wirt...


    Da es Fenond einerseits gewohnt eilig hat, den Fremden aber gerne etwas näher kennenlernen möchte, lädt er ihn einfach ein, ihn in die Taverne zu begleiten.

    Er stellt sich als Felndryn Lladoril vor und ist, wie schon vermutet, noch nicht sehr lange in der Stadt.

    Reisen macht bekanntlich durstig, sodass Fenond sogar ein paar Münzen an ihm verdient.

    Allerdings scheint es Felndryn geschickt zu verstehen, nicht besonders viel über sich preiszugeben und stattdessen Fenond über Balmora zu befragen.

    Der wohl aus dem Norden stammende Mer interessiert sich allerdings für jene Aushänge, die jüngst in der Stadt und Umgebung zu finden sind.

    Das Haus Andaai sucht einmal wieder nach Leuten und Felndryn nach Arbeit.

    Fenond ist sich natürlich darüber im Klaren, dass das Haus Andaai im Grunde von allen mit Dunruhn in Verbindung gebracht wird, doch hält er sich auch jetzt mit seiner eigenen Meinung hierzu zurück.

    Besser ist es, die anderen reden und er hört zu, ohne sich dabei auf bestimmte Dinge festzulegen.

    Damit fährt man stets gut.


    … in die Taverne Zum spitzen Netch


    Einmal wieder stellt sich die Frage, wer hier eigentlich wen befragt, um an Informationen zu kommen.


    Felndryn interessiert sich aber auch für das Haus an sich, welchen Einfluss Andaai im Ort hat und ob sie politisch eher positiv oder negativ von den Bürgern beäugt werden.

    Fenond schätzt seinen Gast daher nicht als die einfache Soldklinge ein, die nur darauf aus ist, möglichst schnell und unkompliziert Münzen zu verdienen.

    Hier steht wohl jemand, der ein wenig genauer hinsieht, bevor er Entscheidungen trifft.

    Allerdings ist natürlich auch nicht sicher, ob jener Felndryn Lladoril wirklich so unwissend ist, wie er vorgibt.

    Fenond hat schon in viele Gesichter hinter seiner Theke geblickt und weiß, dass der Schein nicht selten trügt.

    Geschickte Fragen, in Kombination mit einem unschuldig naiv wirkenden Auftritt, haben schon so manche Türe geöffnet.

    Fenond weiß aber auch, nicht zu aufdringlich zu wirken.

    Am Ende ist auch Felndryn Lladoril ein Gast wie jeder andere, der, zu seiner Freude, sogar ein Zimmer im Zum spitzen Netch mietet.

    Zuletzt sind die Vermietungen ein wenig zurück gegangen, was Carellons Laune noch weiter verschlechtert hat.


    Als Felndryn sich dann in sein Zimmer zurückzieht, beschleicht Fenond das Gefühl, dass dieser Mer nicht so schnell wieder weiter reisen wird...

    "Du kannst nicht warten, bis das Leben nicht mehr schwer ist, bevor du dich entscheidest, glücklich zu sein." - Zitat von Nightbirde beim Auftritt bei America´s Got Talent 2021, gezeichnet vom Krebs - gestorben am 19.02.22


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  • Auf Vvardenfell, vor den Toren von Vos…


    Die Reisegruppe um Astrotia Blitzschuppe, die gen Vos entsandt wurde, scheint am Ziel zu sein.

    Soeben reitet man in die an nordöstlichen Küste gelegenen Stadt ein, in der wohl Erenos Uvalrom sein Anwesen haben soll, dem Ziel der Reise.

    Allerdings hat sich die als Goldübergabe angedachte Mission zu einem gefährlichen Unterfangen entwickelt, mit dem man vorher so wohl nicht unbedingt gerechnet hat.

    Der Überfall auf der Handelsstraße schien geplant, hat Meles das Leben gekostet und Llenri Naral schwer verletzt.

    Nun ist man in Vos, muss sich aber zuerst um Llenri kümmern.

    Ein Heiler muss her.

    Zudem hat man noch eine Gefangene, die sich Nedefyn Avaato nennt, und in Verdacht steht, bei dem Angriff als Köder gedient zu haben.


    Die Reisegruppe um Astrotia Blitzschuppe reitet in Vos ein.


    In der Stadt scheint es ruhig.

    Die Gefangene ist es ebenfalls.

    Man könnte meinen, die hätte trotz Gefangenschaft keine Ängste.

    Als man in Vos einreitet, verbessert sich gar ihre Laune, so als fühle sie sich hier sicher.

    Kundschafter Dravelyn Voloori macht sich direkt auf, herauszufinden, ob es einen guten Heiler gäbe, zu dem man Llenri rasch bringen könne.

    Die anderen erkunden Vos und beschließen, die Versammlungshalle des Ortes aufzusuchen, so sie Llenri gut versorgt wissen.

    Dravelyn ist schnell wieder bei der Gruppe und ist fündig geworden.

    Etwas abseits der Stadt soll die Alchemistin Menwendel eine Gewächsstube haben.

    Es heißt, sie wäre als Heilerin durchaus angesehen und könnte Llenri womöglich helfen.


    Kundschafter Voloori hat eine Heilerin für Llenri gefunden.


    Der Weg dorthin führt sie durchs Hafengelände.


    Die Behausung von Menwendel sieht genau so als, wie man es sich durchaus vorstellen würde.

    Im Inneren wird die Gruppe von verschiedensten Düften von einer Unmenge an Pflanzen und Pilzen empfangen.

    Menwendel stellt keine großen Fragen, was der Reisegruppe durchaus recht ist.

    Sie kümmert sich direkt im unteren Bereich der Gewächsstube um Llenri.

    Auch, wenn sie keine geringe Verletzungen hat, ist sich die Alchemistin sicher, dass sie Llenri in Bälde wieder auf die Beine bekommt.

    Während sie mit der Behandlung beginnt, will man allerdings mehr von Nedefyn wissen.

    Man glaubt einfach nicht ihre Geschichte von dem Überfall von Aschländern, die sie ausgeraubt genau an jener Stelle an der Straße zurückgelassen haben, wo die Reisegruppe dann überfallen wurde.


    Menwendels Gewächsstube liegt etwas außerhalb von Vos.


    Doch Nedefyn Avaato beteuert ihre Unschuld.

    Indes wird Llenri nach oben gebracht, um sich zu erholen.

    Sie schläft, während sich die anderen weiter beraten und Nedefyn befragen.

    Der Bretone Geon Selone, der der Gruppe bei den Ruinen von Falensarano begegnet ist und sich ihnen angeschlossen hat, scheint indes noch etwas länger bei ihnen verweilen zu wollen.

    Sein Ziel sei auch Vos, hat er stets erklärt.

    Aber er hat wohl das Herz auf dem rechten Fleck, will die Gruppe nach den Vorfällen und der Verletzung von Llenri nicht direkt verlassen.

    Eilig hat er es auf jeden Fall nicht, wie es scheint.

    Eine wahrlich gute Einstellung.

    Oder es interessiert ihn, wie die Sache weiter geht und ob man von der Gefangenen mehr erfahren wird.


    Die Gewächsstube wird betreten.


    Im Inneren wird die Gruppe von verschiedensten Düften von einer Unmenge an Pflanzen und Pilzen empfangen.


    Im Untergeschoss wird Llenri von Menwendel behandelt.


    Erenos Uvalrom ist auf jeden Fall in Vos sehr bekannt.

    Auch Nedefyn weiß von ihm zu berichten.

    Der Geschäftspartner der Andaai wird allerdings auch der <Metzger> genannt, was nicht daran liegt, dass er so ein freundliches Wesen ist.

    Diese Bezeichnung hörten unsere Reisende bereits, ist also nichts neues.

    Die große Frage ist, ob der Überfall rein zufällig geschah oder geplant war.

    Hat der <Metzger> etwas damit zu tun?

    Wenn ja, warum?

    Man ist entsandt worden, ihm ausstehendes Gold zu überbringen.

    Hat der Geschäftspartner der Andaai möglicherweise andere Pläne?


    Während Llenri später oben schläft, um sich zu erholen, wird die gefangene Nedefyn Avaato weiter befragt.


    Es gibt einige Fragen, die zu klären sind.


    Auch die <Dunkle>, die mysteriöse Vampirin, die den Überfall wohl geleitet hat, gibt Rätsel auf.

    Welche Rolle spielt sie?

    Sicher ist, dass sie eine Verbindung zu Andaai hat.

    Iveffyn Andaai stellte sie ein, doch sie ist wohl plötzlich verschwunden.

    Dies und mehr wird man klären müssen, so man zurück ist.

    Doch erst wird man die Mission erfüllen und Erenos Uvalrom das Gold bringen, das Andaai ihm schuldet.

    Allerdings fehlt einiges, mit dem flüchtenden Guar von Meles entschwunden.


    Ein weiteres Problem, um das man sich kümmern muss, so Llenri wieder auf den Beinen ist...

    "Du kannst nicht warten, bis das Leben nicht mehr schwer ist, bevor du dich entscheidest, glücklich zu sein." - Zitat von Nightbirde beim Auftritt bei America´s Got Talent 2021, gezeichnet vom Krebs - gestorben am 19.02.22


    "Nichts hat einen Wert, wenn man nicht dafür gekämpft hat." (zitiert von Enric Milnes aus < Die Alik´r - Zweite Ära>)


    "Niemals tut man so vollständig und so gut das Böse, als wenn man es mit gutem Gewissen tut." (Blaise Pascal, 1623 - 1662)


  • Auf Vvardenfell, in Vos…


    Menwendel, die Alchemistin aus Vos, die ihre Gewächsstube ein wenig abseits des Ortes hat, hat ganze Arbeit geleistet.

    Sie mag zwar keine ausgewiesene Heilerin sein, doch für die doch recht schwer verletzte Llenri Naral ist sie die Rettung.

    In recht kurzer Zeit hat sie nicht nur ihr Leben gerettet, sondern auch dafür gesorgt, dass sie recht flott wieder auf den Beinen ist.

    Sehr zur Freude der Gruppe um Astrotia Blitzschuppe, die noch weitere Probleme zu lösen hat.

    Ein weiterer Ausfall neben dem glatzköpfigen Meles hätte man sich nur schwer leisten können.

    Gut, dass Llenri wieder zur Gruppe dazu stoßen kann, auch wenn sie sicher noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte ist.


    LLenri Naral geht es dank Menwendel wieder besser.


    Man macht sich auf den Weg...


    Aber die Sorgen bleiben.

    Der heimtückische Überfall auf dem Handelsweg gen Vos sorgt für viele Fragen, auf die man bisher keine Antwort finden konnte.

    Zudem ist nicht nur Meles getötet worden, sondern auch das Gold weg, das er mit sich trug und der Teil der Schulden ist, den man dem Geschäftspartner des Hauses Andaai, Erenos Uvalrom, überbringen soll.

    Denn genau das ist der eigentliche Grund dieser Reise, Schulden zu zahlen.

    Nun hat man einen Toten zu beklagen und es fehlt Gold.

    Die Gefangene Nedefyn Avaato gibt weiterhin nicht besonders viele Auskünfte.

    Vielleicht ist sie ja doch nicht die, für die man sie hält und womöglich unschuldig.

    Man lässt sie aber auf keinen Fall gehen.

    Vielleicht wird sie noch von Nutzen sein oder lockert doch irgendwann ihre Zunge.


    … die Versammlungshalle von Vos aufzusuchen.


    Man entschließt sich, das Versammlungshaus von Vos aufzusuchen.

    Vielleicht kann man dort mehr über Erenos Uvalrom in Erfahrung bringen, der den Beinamen <Der Metzger> trägt.

    So man nicht die gesamte Summe an Goldmünzen zusammen hat, macht es eh keinen Sinn, ihn aufzusuchen.

    Man würde höchstens noch den Zorn des <Metzgers> auf sich ziehen und sich in Gefahr bringen.

    Einige Stunden Ruhe und einen kühlen Kopf braucht es nun, damit die richtigen Entscheidungen getroffen werden können.

    So betritt man das Versammlungshaus, das recht gut besucht ist.

    Statt als Gruppe isoliert zu bleiben und Gefahr laufen misstrauische Blicke auf sich zu ziehen, geht man offen auf andere zu.

    Allerdings ist dabei die Kunst, nicht zu offensiv Fragen zu stellen.

    Aufdringliche Neugierde ist schon vielen als Fremde nicht gut bekommen.


    Die Versammlungshalle ist recht gut besucht.


    Während Llenri Naral einen weiteren Versuch unternimmt, etwas aus Nedefyn Avaato herauszubekommen, kann indes Dravelyn Voloori seine Blicke nicht von einer rothaarigen Tänzerin lassen, die zugegebenermaßen Talent beim Tanze zu haben scheint.

    Ihre aufreizende Darbietung, gepaart mit einem auffordernden Lächeln und gar lustvollen Blicken, könnten so manchen schwach werden lassen.

    Dravelyn scheint zumindest zu überlegen, ob er nicht den offensichtlichen Avancen der attraktiven Rothaarigen nachgeben wolle.

    Vielleicht ist es aber auch ein Spiel, der er gerne spielt und womöglich gar Übung darin hat.

    Der Bretone Geon Selone macht es indes sehr geschickt und hält sich als Fremdländer ein wenig zurück.

    Etwas abseits des Geschehens will er wohl die Übersicht behalten und beobachten.

    So manche Geste oder Blicke entgehen schon einmal, die, richtig gedeutet, wertvolle Informationen enthalten.

    Dass man ihm als Fremdländer auf Vvardenfell noch mehr Misstrauen schenkt, als dass es die Dunmer untereinander eh schon tun, ist ihm dabei bewusst und so ist seine Entscheidung, nicht zu aufdringlich zu wirken, vermutlich Gold wert.


    Während sich Draveyln von einer attraktiven rothaarigen Tänzerin bezirzen lässt...


    … wird Astrotia von einer Dunmer angesprochen, die sich als Anearis vorstellt.


    Astrotia, die sich derweil ein Plätzchen gesucht hat, um entweder ein wenig zu verschnaufen oder um eine ähnliche Herangehensweise wie Geon zu verfolgen, wird allerdings plötzlich von einer Dunmer angesprochen, die sich als Anearis vorstellt.

    Es mag nicht klar sein, ob die ausgesprochen freundlich wirkende dunkelhaarige Mer eben nur ihr Interesse an Astrotia und ihrer Gruppe bekundet, oder ob sie diese womöglich ausfragen will.

    Astrotia selbst will die Gelegenheit allerdings selbst nutzen, um mehr über den <Metzger> in Erfahrung zu bringen.

    Umso mehr man über ihn weiß, umso besser.

    Informationen haben noch nie geschadet, so man sie richtig zu deuten weiß.

    Während sich dann Dravelyn doch endlich von der rothaarigen Tänzerin hat lösen können und zu Astrotia und ihrer Gesprächspartnerin stößt, ruft Llenri derweil Geon zu sich, sie wohl bei der Befragung von Nedefyn zu unterstützen.

    Schließlich war Llenri kaum bei Sinnen, nachdem sie, von einigen Pfeilen durchbohrt, bei dem Überfall zu Boden ging.


    Anearis möchte Nedefyn frei kaufen, während hinten Llenri und Geon die Gefangene weiter befragen.


    Während man also Nedefyn zu zweit ein wenig in die Zange nimmt und ihr auf den Zahn fühlt, offenbart Anearis bei Astrotia und Dravelyn, dass sie Nedefyn Avaato wohl kennen würde.

    Sie würde ihre Hand für ins Feuer legen und beteuert, dass die Gefangene eine vertrauensvolle Person wäre, die keinem Leid antun würde.

    Allerdings sieht man nicht ein, die Gefangene nur aufgrund Beteuerungen einer fremden Dunmer einfach so gehen zu lassen.

    Schließlich ist nach wie vor unklar, ob sie bei dem Überfall nicht doch den Lockvogel spielte.

    Doch Anearis will Nedefyn unbedingt in Freiheit wissen und so ergibt sich plötzlich eine Möglichkeit, direkt zwei Probleme mit einem Schlag zu lösen.

    Anearis ist bereit, für die Freiheit von Nedefyn zu zahlen, so man es natürlich zu einem späteren Zeitpunkt zurückzahlt.

    Mit diesem Pfand könnte man sich das fehlende Gold holen, um den Auftrag endlich zu Ende führen zu können.

    Perfekt und eine Lösung, um die Probleme nicht noch zu verschärfen.

    Natürlich wird das Haus Andaai, das wohl selbst hier in Vos bekannt ist, diesen Pfand umgehend zurückzahlen, verspricht Astrotia vollmundig.


    Das Geschäft ist gemacht, Anearis zahlt das Gold für Nedefyn Avaato.


    Bevor man die Versammlungshalle verlässt, haucht die rothaarige Tänzerin Dravelyn zu, dass sie sich in Bälde wieder sehen werden.


    Und so entlässt man den vermeintlichen Lockvogel Nedefyn Avaato in die Hände von Anearis, im Tausch gegen einen prall gefüllten Beutel voller Goldmünzen.

    Endlich ist mal wieder ein Lichtblick bei dieser Unternehmung zu erkennen, bei der irgendwie bisher fast alles schief lief.

    Die Gefangene ist man los, das fehlende Gold ist da.

    Jetzt kann nichts mehr im Wege stehen, den <Metzger> Erenos Uvalrom aufzusuchen, um den Auftrag abschließen zu können.

    Der Bretone Geon Selon, der die Gruppe treu bis zu diesem Moment unterstützt hat, verabschiedet sich allerdings von ihnen.

    Es wird Zeit weiter zu ziehen.

    Vielleicht sieht man sich ja mal wieder.


    Vielleicht...

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  • Auf Vvardenfell, auf dem Anwesen des Erenos Uvalrom…


    Endlich am Ziel.

    So könnte man zumindest meinen, als die Gruppe um Astrotia Blitzschuppe das Anwesen des Erenos Uvalrom betritt.

    Die Reise war wahrlich beschwerlich und nicht alle haben es bis hierhin geschafft.

    Nun sind sie aber da, kamen per Boot von Vos, da das Anwesen ansonsten nicht zu erreichen gewesen wäre.

    Obwohl es im Grunde nun nur noch darum geht, die fälligen Schulden das Hauses Andaai zu überbringen, so war dennoch eine gewisse Spannung zu spüren, ist man doch unsicher, ob jener Erenos Uvalrom nicht womöglich mit all den Dingen zu tun hat, die ihnen auf dieser Reise widerfahren sind.

    Begrüßt werden sie von Trior, einen hünenhaften grimmig drein blickenden Dunmer, der, laut den Berichten von den Bürgern aus Vos, wohl die persönliche Leibwache des Hausherren ist.

    Trior gilt, glaubt man den Gerüchten, als äußerst brutal und als guter Kämpfer im Umgang mit der Klinge.


    Trior, die Leibwache des <Metzgers>, empfängt Astrotia Blitzschuppe, Llenri Naral und Dravelyn Voloori.


    Auf dem Anwesen stinkt es ordentlich nach Fisch.

    Erenos Uvalrom, dem man auch den <Metzger> nennt, hat sein Anwesen an der nördlichen Küste von Vvardenfell liegen.

    Der Gestank von Fisch mischt sich mit dem Geruch des Meeres, als Trior Astrotia, Llenri und Dravelyn zum Hausherrn führt und auf die Drei so gar nicht den Eindruck macht, als wäre er über ihren Besuch überrascht.

    Man könnte eher vermuten, als warte der <Metzger> schon eine ganze Weile voller Ungeduld auf die Ankunft der Gruppe aus Balmora.

    Gut, dass man inzwischen das Gold wieder komplett hat.

    Im Tausch gegen den vermeintlichen Lockvogel Nedefyn Avaato hat man ihnen in jener Versammlungshalle in Vos das restliche Gold gezahlt.

    Vielleicht war sie am Ende doch unschuldig.

    Sie werden es wohl nie erfahren.

    Doch das zählt nun nicht mehr.

    Das Gold ist da, man trifft sich jeden Moment mit Erenos Uvalrom, dem <Metzger>, und kann dann endlich die Rückreise antreten, als man dann plötzlich die nächste Überraschung erlebt.


    Als Trior die Gruppe zum Hausherren führt, erkennt man, wer dort in einem der Käfige hockt.


    Und es ist keine sonderlich gute.

    Als man die Versammlungshalle in Vos verließ, um hierhin aufzubrechen, verließ sie auch der Bretone Geon Selone.

    Er wolle seine eigenen Wege fortsetzen, erklärte er.

    Man war sicher, dass sich ihre Wege erstmal nicht mehr kreuzen werden.

    Doch man irrte sich.

    In einem der Käfige, die man passierte, hockte genau jener Geon, ihr Gefährte.

    Man war sichtlich ein wenig geschockt, ließ sich aber nichts anmerken.

    Auch Geon, der zumindest nicht verletzt aussieht, versteht blitzschnell die Situation und versucht erst gar nicht, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

    Scheinbar haben ihm die Schergen des <Metzgers> aufgelauert und überwältigt.

    Fremdländer leben hier auf Vvardenfell in einigen Gebieten immer mit der Gefahr gefangen und womöglich versklavt zu werden.

    Mit Geons Gefangenschaft wird der Gruppe aber auch direkt klar, dass mit dem <Metzger> nicht zu spaßen ist.

    Die Frage ist nur, ob Geon rein zufällig gefangen wurde, oder eben nicht.


    Der <Metzger> scheint geschickt im Umgang mit dem Messer, während er mit Astrotia spricht.


    Erenos Uvalrom scheint in der Tat die Gruppe zu erwarten.

    Er ist gerade damit beschäftigt, einen Fisch zu tranchieren, als er Astrotia bittet, doch Platz zu nehmen.

    Er wirkt auf den ersten Blick fast freundlich, doch lassen sich Astrotia, Llenri und Dravelyn wohl kaum von ihm täuschen.

    Dass er Blitzschuppe dann auch zu kennen scheint, erhärtet den Verdacht, dass so manche Vorfälle aus der jüngeren Vergangenheit womöglich doch keine unglücklichen Zufälle waren und er vielleicht seine Hände im Spiel hatte.

    Der <Metzger> ist wahrlich keine Schönheit und von Feuer im Gesicht und am Körper entstellt, doch nimmt er sich bei dem tranchieren des Fisches alle Zeit der Welt, als genieße er es förmlich.

    Seinen Spitznamen, so sagt man, hat er wohl nicht nur deswegen erhalten.

    Er scheint Gefallen daran zu haben, Fleisch mit dem Messer zu bearbeiten, zu zerschneiden.

    Währen er mit Astrotia plaudert, durchschneidet er den Fisch am Schwanz, anschließend schneidet er hinter ihm hinter dem Kopf ein, löst vorsichtig das Filet von der Gräte, entfernt die Gräte dann und wirft sie achtlos weg.

    Das Gold, das man ihm aus dem Hause Andaai mitgebracht hat, scheint ihn seltsamerweise gar nicht so zu interessieren.


    Die Rothaarige kommt dazu und bringt den Kopf von Nedefyn Avaato mit.


    Für einen Moment könnte man gar meinen, dass er an Astrotia besonderes Interesse zeigt, so als wolle er sie abwerben.

    Der gefangene Geon beobachtet indes aus seinem Käfig heraus die Szenerie und hält sich weiter zurück, um die doch recht angespannte Stimmung nicht womöglich eskalieren zu lassen.

    Doch bei einer Überraschung soll es an diesem Tage nicht bleiben.

    Die rothaarige Tänzerin, die in der Versammlungshalle in Vos Dravelyn schöne Augen machte, taucht plötzlich auf, einen prall gefüllten Sack in der Hand, der eine blutrote Färbung aufweist.

    Es wird im Nu klar, dass hier ein perfides Spiel läuft, als sich die Rothaarige, lächelnd gen Draveyln gewandt, neben dem <Metzger> platziert und aus dem Sack den Kopf von Nedefyn Avaato heraus holt.

    Sie besieht ihn sich noch für einen Moment, wirft ihn dann aber achtlos weg, sodass er gar vor die Füße von Llenri rollt.

    Llenri selbst ist nach wie vor geschwächt, den Verletzungen beim Überfall auf dem Handelsweg geschuldet.

    Der <Metzger> geht nicht näher auf die Tote ein, spricht nur beiläufig und kurz etwas von Verrat.


    Trior holt auf Anweisung des <Metzgers> Geon aus seinem Käfig.


    Llenri versichert sich bei ihm, dass es ihm gut geht.


    Der Gruppe bleibt nicht viel Zeit, um auf die aktuelle Situation zu reagieren, will einerseits keine Eskalation riskieren, aber andererseits auch ihren bretonischen Gefährten Geon Selone aus seinem Käfig befreien.

    So kommt es dann plötzlich, dass man zu handeln beginnt.

    Der vernarbte Erenos liebt es wohl zu handeln, hat sichtlich Freude daran und er hat alle Trümpfe auf seiner Seite.

    Die Zusage, dass das Haus Andaai das nötige Gold für einen Fremdländer wie ihn ohne zu zögern zahlen wird, erfeut den <Metzger> zwar, doch reicht es ihm nicht.

    Er besteht auf einen Pfand.

    Jemand aus der Gruppe soll ´Gast´ in seinem Hause bleiben, bis das Gold für den Bretonen eingetroffen ist.

    Sonst müsse Geon in seinem Käfig ausharren.

    Llenri Naral, eh noch geschwächt, erklärt sich ohne zu zögern bereit, für Geon zu bleiben.

    Sie würde die Gruppe bei der Reise sowieso eher aufhalten.

    So wären sie schneller in Balmora und schneller auch wieder hier, um sie auszulösen.


    Der Handel ist gemacht. Geon gegen Llenri als Pfand.


    Ein wahrlich unangenehmer Gedanke für Astrotia und Dravelyn, doch verstehen sie, dass es wohl die beste Lösung ist.

    So wird der Handel geschlossen.

    Llenri bleibt also an Geons Stelle in den Händen des <Metzgers>, während man mit dem Bretonen zusammen die Rückreise antritt.

    Man wird sich sputen, das ist sicher.

    Es ist nicht garantiert, dass man sich an Llenri nicht vergeht.

    Der Gedanke, eine treue Gefährtin zurückzulassen, ist sicher nicht einfach für Astrotia und Dravelyn.

    Geon, der im Grunde sogar direkt verantwortlich ist, wird auf jeden Fall nicht gut schlafen, ehe man nicht Llenri ausgelöst hat.

    "Du kannst nicht warten, bis das Leben nicht mehr schwer ist, bevor du dich entscheidest, glücklich zu sein." - Zitat von Nightbirde beim Auftritt bei America´s Got Talent 2021, gezeichnet vom Krebs - gestorben am 19.02.22


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  • Morgen, am Mittwoch, 16.7., gibt es wieder etwas offenes Dunmer RP auf Vvardenfell, in Balmora.

    Start ab ca. 19 Uhr

    Anker: Spiffypurse oder @Korkenzieher17u4


    Wer Zeit & Lust hat, kommt gerne vorbei. 8) :thumbup:

    "Du kannst nicht warten, bis das Leben nicht mehr schwer ist, bevor du dich entscheidest, glücklich zu sein." - Zitat von Nightbirde beim Auftritt bei America´s Got Talent 2021, gezeichnet vom Krebs - gestorben am 19.02.22


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  • blutun10.png


    Auf Vvardenfell, auf dem Andaai-Anwesen nahe Balmora…


    Währen die Gruppe um Astrotia Blitzschuppe auf dem Anwesen des Metzgers bemüht ist, einer durchaus kniffligem Situation Herr zu werden, gibt es auf dem Andaai-Anwesen Redebedarf.

    Midyn Andaai hat Rienna Arle, die persönliche Leibwache sowie Beraterin seiner Schwester Iveffyn Andaai, zu sich ins Arbeitszimmer gerufen.

    Arle, die, genau wie die schweigsame Wache Gamam, stets verhüllt auftritt, trifft den einäugigen Hausherren vor dem maßstabsgetreuen Modell von Vvardenfell stehend an, scheinbar in Gedanken.

    Es ist unstrittig, dass Midyn Arle nicht besonders mag.

    Das wird vermutlich ihrer Art geschuldet sein, die im Normalfall dem Leben nachjagt, um es sich zu nehmen.

    Insbesondere auch deswegen, da wohl eine frühere Partnerschaft in dieser Hinsicht, nicht besonders gut für das Haus ausging.

    Dies ist auch genau der Grund dieses Treffens, warum Midyn mit ihr alleine zu sprechen wünscht.


    blutun10.jpg

    Vor dem maßstabsgetreuen Modell von Vvardenfell stehend ist Midyn sichtlich in Gedanken, während er auf Arle wartet.


    Unter den Augen der getreuen, aber stets schwer atmenden Wache Gamam redet Midyn sodann nicht lange um den heißen Brei herum.

    Natürlich gesteht er sein Misstrauen Arle gegenüber recht offen ein, begründet es aber auch mit Ereignissen aus der Vergangenheit.

    Rienna Arle, die heute eine Maske trägt, scheint dafür ein gewisses Maß an Verständnis zu haben, will aber versichern, dass sie gänzlich anders ist, als die, die bereits Schaden verursacht hat.

    Schaden nicht nur physisch, sondern auch an Vertrauen.

    Die Rede ist von der <Dunklen>, wie sie von allen genannt wird.

    Eine Vampirin, ebenfalls stets verhüllt, mit der sich seine Schwester Iveffyn einließ.

    Natürlich im guten Glauben, sich ihre Kräfte zu nutzen, ihre Ziele zu erfüllen, alles im Sinne des Hauses, der Familie.

    Doch den Toten kann man nicht trauen.

    So zumindest denkt es Midyn und verteufelte schon oft jene Verbindung zu dieser <Dunklen>.

    Und nun steht Arle vor ihr, wieder von seiner Schwester eingestellt, und erwartet von ihm Vertrauen.


    blutun11.jpg

    Midyn erklärt sein Misstrauen Arle gegenüber und lädt sie ein, ihn zu begleiten, da er ihr etwas wichtiges zeigen müsse.


    Allerdings kann er nicht abstreiten, dass Rienna Arle bisher loyal im Sinne der Andaai gehandelt hat.

    So wird er wohl damit leben müssen, dass zwar das Misstrauen erst einmal bleiben wird, aber er ihr die Chancen zugestehen wird, um es sich womöglich selbst bestätigen zu können, dass sie wirklich anders ist, als die <Dunkle>.

    Doch eine Aussprache ist nicht der Grund dieses Treffens.

    Vielmehr muss Midyn Arle etwas gestehen.

    Etwas, von dem er bis vor kurzem auch noch nichts wusste.

    Zwar gesteht er, dass es womöglich zunächst auf sie ein wenig geheimnisvoll wirken könne, doch lädt er sie ein, ihn zu einem geheimen Außenposten auf einer kleinen Insel nahe der Küste zu Balmora zu begleiten.

    Sie solle sich dort etwas ansehen, erklärt er.

    Arle willigt ein und man macht sich umgehend auf den Weg, zunächst via Guar zur Küste, dann per Boot zu jener kleinen unbedeutend wirkenden Insel.


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    Gamam wartet am Tor, während Midyn Arle ins Innere der kleinen Insel führt.


    Auf der Insel angekommen, wird Gamam angewiesen, an einem kleinen Tor zu bleiben und Wache zu halten, während Midyn Arle weiter hinein auf die Insel führt.

    Dies hier sei ein Versteck, erklärt er ihr, um Schmugglerware zu sichern, gestohlene Waren zu lagern und Gefangene wegzusperren, die mitunter eingehender verhört werden müssen.

    Hinter einer schweren hölzernen Tür erstrecken sich schmale dunkle Gänge, teils vollgestopft mit allerlei Waren, wie Midyn bereits beschrieb.

    Alles ist ruhig, man ist hier alleine, könnte man denken.

    Doch das stimmt nicht, wie man in Kürze feststellen wird.

    Ganz am Ende der Gänge kommen sie an eine weitere Tür, der Zugang zu den Käfigen.

    Ein paar Stufen tiefer stehen sie sodann vor den Zellen, die, bis auf eine, alle leer sind.

    Doch was Arle dort erblickt, lässt auch sie im ersten Moment zurückweichen.


    blutun13.jpg

    In diesem Versteck von Dunruhn führt Midyn Arle durch schmale Gänge hindurch,...


    blutun14.jpg

    ...die teils auch als Lager für Diebesgut und Schmugglerware dient.


    Eine Gestalt, in gekrümmter Körperhaltung und mit fahler Haut kauert dort in einem der Käfige, zunächst mit dem Rücken zu Arle gewandt und macht seltsam sabbernd schmatzende Geräusche, so als würde es etwas essen.

    Arle hat nicht mitbekommen, dass Midyn ihr nicht direkt gefolgt ist, sondern mit etwas Abstand, und in der Türschwelle stehend, die Szenerie mit deutlich angespannter Körperhaltung beäugt.

    Rienna Arle wird im Nu klar, was da vor ihr in diesem Käfig kauert.

    Als sich Midyn nur ein paar Schritte nähert, hebt diese Kreatur plötzlich den Kopf, wie ein Tier, das ihre Beute wittert und springt urplötzlich auf.

    Der Geruch von Leben, von pulsierendem Blut, lässt diesen Blutunhold in Sekunden zu einer bösartigen Bestie mutieren, die nicht imstande ist, sich zu kontrollieren.

    Der unbändige Wunsch nach Blut und Fleisch wird in dem Moment geweckt, als Midyn sich nähert.

    Die Kreatur, zu Lebzeiten ein Dunmer, dessen graue Haut nun weiß wie ein Totentuch erscheint, springt wild im Käfig umher, gegen sie Gitterstäbe, die Zähne gefletscht und sabbernd ob der Beute, die für ihn zum Greifen nah erscheint.

    Die Tatsache, dass Midyn aber dennoch für ihn unerreichbar ist, macht ihn nur noch rasender.

    Man entschließt sich, den Raum zu verlassen.


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    Midyn bleibt zunächst etwas zurück, ...


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    … doch als er sich nähert, wird der Blutunhold zur Bestie.


    Rienna Arle ist schier außer sich, macht Midyn schwere Vorwürfe.

    Ein Blutunhold, hier in einem der Käfige von Dunruhn, birgt derart Gefahren, über die er sich wohl ihrer Ansicht nach nicht im Klaren ist.

    Was, würde diese Kreatur frei kommen und andere infizieren?

    Hat einen die Geschichte nicht gelehrt, was so ein einzelner Funke alles bewirken kann?

    Es gibt nur den Tod für die Blutunholde.

    Keine Möglichkeit, sie zu kontrollieren.

    Midyn wehrt die Anschuldigungen ab, will von alledem erst gerade erfahren haben.

    Dies ist ein Werk der <Dunklen>, erklärt er und auch seine Schwester wird davon nichts wissen

    Er bekräftigt somit sein Misstrauen gegenüber Vampiren, die durch diese Tat nur befeuert wurde.

    Schnell handeln müsse man, erklärt Arle.

    Iveffyn darf dem nicht im Wege stehen.

    Dieser Blutunhold muss umgehend verbrannt werden.


    blutun17.jpg

    Arle ist entsetzt und stellt Midyn zur Rede.


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    Der erklärt ihr, wer diese Kreatur zu Lebzeiten war und sieht einen Plan hinter dem Ganzen.


    Midyn Andaai stimmt Arle zu.

    Bleibt nur noch zu klären, wer dieser Blutunhold im Leben war.

    Ein unbekannter Dunmer, ein zufälliges Opfer der <Dunklen>?

    Nein, erklärt Midyn.

    Es war wohl alles geplant.

    Das dort, in dem Käfig, war zu Lebzeiten der Geschäftsmann Oviros Redaathram, den alle nur den <Dicken> nannten...

    "Du kannst nicht warten, bis das Leben nicht mehr schwer ist, bevor du dich entscheidest, glücklich zu sein." - Zitat von Nightbirde beim Auftritt bei America´s Got Talent 2021, gezeichnet vom Krebs - gestorben am 19.02.22


    "Nichts hat einen Wert, wenn man nicht dafür gekämpft hat." (zitiert von Enric Milnes aus < Die Alik´r - Zweite Ära>)


    "Niemals tut man so vollständig und so gut das Böse, als wenn man es mit gutem Gewissen tut." (Blaise Pascal, 1623 - 1662)

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    Auf Vvardenfell, auf dem Andaai-Anwesen nahe Balmora…


    Die Gruppe um Astrotia Blitzschuppe, die mit dem Auftrag gen Vos gereist ist, Schulden des Hauses Andaai zu tilgen, ist nun wieder zurück.

    Man kann es nicht anders beschreiben, aber diese Reise ist keineswegs so gelaufen, wie man es sich vorgestellt hat, wie es einmal geplant war.

    Rasch gen Vos, das Gold zahlen, und wieder zurück.

    Im Grunde ein einfacher Auftrag, dachte man.

    Doch es lief eben gänzlich anders.

    Ein Hinterhalt mit Verlusten, ein schneller Handel unter Druck und eine Gefährtin, die man zurück gelassen hat.

    Mit dem Bretonen Geon Selone gibt es zwar einen vermeintlich neuen Gefährten, doch werden die Andaai-Geschwister einen Fremdländer in ihren Reihen tolerieren?


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    Astrotia, Draveyln und Geon besprechen sich erst noch vor dem Andaai-Anwesen, bevor sie eintreten.


    Während Astrotia, Dravelyn Voloori und Geon Selone vor den Toren des Andaai-Anwesens genau darüber debattieren, trifft derweil Rienna Arle auf Iveffyn Andaai.

    Es gibt es zu besprechen.

    Etwas wichtiges, das keinen Aufschub duldet.

    Nach den jüngsten Erkenntnissen ist Arle sichtlich aufgebracht und besorgt.

    Iveffyn, so ihr Bruder Midyn Andaai, wäre dabei nicht gänzlich unschuldig.

    Arle trifft Iveffyn auf der Terrasse oberhalb des Kerkertraktes.

    Es scheint, als sei sie in Gedanken, während sie ihren Blick auf den Amayasee schweifen lässt.

    Als sie Arle bemerkt, lächelt sie, obwohl sie wohl schon ahnt, dass dieses Gespräch nicht sonderlich nett werden könnte.


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    Rienna Arle trifft Iveffyn Andaai auf der Terrasse.


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    Gamam hält Wache, empfängt die Rückkehrer und erklärt ihnen, wo sie die Hausherrin finden werden.


    Iveffyn verteidigt ihr Verhalten insofern, als dass sie den Verrat der <Dunklen> nicht hat kommen sehen.

    Das, was sie mit Oviros Redaathram, dem <Dicken>, tat, war ihr nicht bekannt.

    Statt ihm einfach nur das Leben zu nehmen, kam er zurück, als Blutunhold, geschaffen von der <Dunklen>, die seither nicht mehr gesehen wurde.

    Ein falsches Spiel hat sie gespielt, die Vampirin.

    Iveffyn hat sich blenden lassen und gibt wohl zu, eine gewisse Schwäche für jene dunkle Wesen zu haben, so wie es Arle auch ist.

    Ob Arle sie auch eines Tages verraten wird?

    Kann man den Toten trauen?

    Die <Dunkle> hat eindrucksvoll bewiesen, dass es wohl besser ist, es nicht zu tun.

    Doch Rienna Arle hat bisher immer wieder gezeigt, dass sie scheinbar anders wäre.

    Iveffyn will ihr trauen, doch stellt Arle die gleiche Frage.

    Sie wirft Iveffyn insbesondere vor, den Blutunhold nicht sofort verbrannt zu haben, statt ihn gefangen zu halten.

    Was, wenn diese Kreatur fliehen kann?


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    Arle macht Iveffyn schwere Vorwürfe...


    Viel weiter kommen die beiden bei ihrem Gespräch nicht, da Astrotia eintrifft, Dravelyn und Geon im Schlepptau.

    Arle und Iveffyn wird schnell klar, dass die Reise gen Vos anders verlaufen sein muss und das etwas passiert ist.

    Wo sind Meles und Llenri Naral?

    Wer ist dieser Fremdländer, der statt ihnen nun auf dieser Terrasse steht?

    Astrotia verfasst ihren Bericht so knapp es geht und geht nur auf die wichtigsten Punkte ein.

    Es scheint, als stecke der Geschäftspartner Erenos Uvalrom, den man auch den <Metzger> nennt, hinter einem Hinterhalt und dem Tod von Meles.

    Auch wurde bei dem Hinterhalt eine dunkle Gestalt gesichtet, auf deren Beschreibung die <Dunkle> passt, womit nun für Iveffyn und Arle so einiges Sinn ergeben würde.

    Llenri Naral ist nun in den Händen des <Metzgers>, im Austausch gegen Geon Selone, der an ihrer Seite sein Blut vergoss und sein Leben riskierte, erklärt Astrotia weiter.

    Die Schulden sind zwar getilgt, doch sind mit Meles ein Toter und mit Llenri nun eine Gefangene zu beklagen, wobei man sich sicher ist, dass das Leben von Llenri am seidenen Faden hängt.


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    ...können das Gespräch aber nicht zu Ende führen, da Astrotia hinzu kommt.


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    Astrotia erklärt, was ihnen zugestoßen ist und stellt den Bretonen Geon Selone vor.


    Iveffyn Andaai ist sichtlich aufgebracht ob dieser schlechten Nachrichten, die auf Andaai hernieder prasseln.

    Erst die Sache mit dem Blutunhold und noch das.

    Der Fremdländer Geon Selone wird natürlich sehr misstrauisch beäugt, doch will es Iveffyn wohl nicht wagen, ihn des Anwesens zu verbannen, bei dem, was er, den Berichten Astrotias zufolge, alles getan hat.

    Zähneknirschend gibt sie ihr Einverständnis, dass er bleiben kann.

    Er kann sich beweisen, doch meinen Astrotia und Draveyln, dass er dies schon längst tat.

    Doch Iveffyn winkt ab und besteht darauf, dass er erst einmal hier auf dem Anwesen bleiben und sich vernünftige Kleidung zulegen solle.

    Es wird sich zeigen, ob dies die richtige Entscheidung ist.


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    Die Ansammlung der schlechten Nachrichten macht Iveffyn wütend, doch muss nun abgewogen werden, was als nächstes zu tun ist.


    Doch was soll nun geschehen?

    Midyn muss eingeweiht werden, die nächsten Schritte gut durchdacht sein.

    Und es gilt abzuwägen, welches Problem Priorität hat: der <Metzger> oder der <Dicke>...

    "Du kannst nicht warten, bis das Leben nicht mehr schwer ist, bevor du dich entscheidest, glücklich zu sein." - Zitat von Nightbirde beim Auftritt bei America´s Got Talent 2021, gezeichnet vom Krebs - gestorben am 19.02.22


    "Nichts hat einen Wert, wenn man nicht dafür gekämpft hat." (zitiert von Enric Milnes aus < Die Alik´r - Zweite Ära>)


    "Niemals tut man so vollständig und so gut das Böse, als wenn man es mit gutem Gewissen tut." (Blaise Pascal, 1623 - 1662)


  • Auf Vvardenfell, auf dem Andaai-Anwesen nahe Balmora…


    Midyn Andaai wirkt nachdenklich.

    Er sitzt zunächst alleine, fast schon etwas einsam in der Gemeinschaftshalle des Andaai-Anwesens, während er sich ab und an einen Tropfen Balmora-Blauwein gönnt.

    Er ist der ruhigere der beiden Geschwister.

    Iveffyn Andaai ist bisweilen impulsiv, fast nicht berechenbar in ihrem Tun, während Midyn durch seine ruhige Art schon mal ein wenig weich wirken könnte.

    Zumindest wird ihm das hinter vorgehaltener Hand durchaus nachgesagt.

    Doch es wirkt nun so, als würde er die Zügel mehr in die Hand nehmen wollen, die Geschäfte von Dunruhn aktiver zu leiten, mit bestimmender Hand.

    Es dauert nicht lange und er bekommt Gesellschaft.


    Rienna Arle gesellt sich zu Midyn Andaai. Es gibt einiges zu besprechen.


    Es ist Rienna Arle, die persönliche Leibwache von Iveffyn, die sich zu ihm gesellt.

    Und nur kurze Zeit später taucht auch Astrotia Blitzschuppe auf, die, obwohl man sie schon eine Weile kennt, immer noch ein wenig mysteriös wirkt.

    Es ist Astrotia, die sich gerne im Schatten aufhält und sich dort so geschmeidig bewegt, wie eine Katze auf nächtlicher Pirschjagd.

    Die stets verhüllte Wache Gamam ist auch vor Ort, hält sich gewohnt etwas abseits auf und fällt im Grunde nur durch seinen schweren Atem auf.

    Der Bretone Geon Selone, der sich durch seine Taten bei den Ereignissen rund um die Goldübergabe beim <Metzger> bewiesen hat, scheint sich von Gamam angezogen fühlen, hat Fragen.

    Doch Gamam macht recht eindeutig klar, dass er eigentlich kein Interesse daran hat, mit Fremdländern zu sprechen, und sei er, wie im Fall von Geon, von den anderen noch so akzeptiert.

    Der Kundschaft Dravelyn Voloori kommt ein wenig später hinzu und so bildet sich eine Runde, die nur eines zum Ziel hat: die nächsten Schritte zu besprechen und zu klären.


    Es dauert nicht lange und Astrotia Blitzschuppe kommt dazu...


    … während der Bretone Geon Selone die Wache Gamam befragt.


    Midyn, der noch nicht in Gänze über die Vorkommnisse auf dem Anwesen des Erenos Uvalrom informiert ist, wird von den anderen aufgeklärt.

    Die Situation ist heikel.

    Llenri Naral ist in den Händen des <Metzgers>.

    Ihr Schicksal ist ungewiss und umso länger man zögert, umso mehr ist ihr Leben in Gefahr.

    Darüber sind sich alle einig, denn Erenos Uvalrom, den man auch den <Metzger> nennt, ist für seine Lust an der Folter berüchtigt.

    Er würde sicher Spaß daran finden, genussvoll die arme Llenri langsam in Scheiben zu schneiden und seinem Beinamen gerecht zu werden.

    Aber man darf auch nicht blind in eine mögliche Falle tappen, wenn man an eine Befreiungsaktion denkt.

    Der <Metzger> könnte das ahnen, auch wenn man ihm noch Gold im Tausch gegen Llenri versprochen hat.

    Dumm ist er sicher nicht und es wird immer deutlicher, dass ihm die Geschäfte von Dunruhn ein Dorn im Auge sind.

    Es gilt also einerseits möglichst rasch zu handeln und doch nicht überstürzt.

    Eine Befreiungsaktion muss gut durchdacht, bestens vorbereitet sein.

    Zumal es zu vermuten ist, dass der <Metzger> Unterstützung von der <Dunklen> hat, eine unheimliche Vampirin, die vor nichts zurück schreckt, um an ihr Ziel zu kommen.


    Dravelyn Voloori kommt später dazu.


    Doch nicht nur die Sache rund um den <Metzger> bereiten Sorgen.

    Auch die Tatsache, dass der ehemalige Geschäftsmann Oviros Redaathram, den alle nur den <Dicken> nannten, als Blutunhold in einem Kerker eines Dunruhn-Außenpostens auf einer kleinen Insel ausharrt, ist ein Umstand, den man schnellstmöglich verändern muss.

    Es scheint klar, dass es die <Dunkle> war, die ihn zu diesem Monster machte.

    Unverzeihlich bleibt, dass man ihm bisher nicht gänzlich ein Ende bereitet hat und ihn stattdessen wie ein Tier in einem Käfig hält.

    Nicht auszudenken, käme der Blutunhold frei, tötet im Blutrausch und infiziert womöglich andere.

    Midyn ist sich dieser Schuld bewusst und zu allem bereit, dem rasch ein Ende zu setzen.


    Es gibt so einige Probleme, die es zu lösen gilt. Keine einfachen Entscheidungen.


    Doch was hat Priorität?

    Der <Metzger> oder der Blutunhold?

    Midyn will die Meinung der Anwesenden hören, selbst von Geon, dem Fremdländer.

    Es scheint, als wolle er sich ein Bild davon machen, was seine Gefährten und Untergebenen denken.

    Vielleicht ein gar nicht so schlechter Schachzug, um sich selbst ein wenig aus der Schusslinie zu nehmen.

    Sich auf die Meinung der anderen einzulassen, um nicht gar noch mehr Fehler zu begehen.

    Es ist unklar, was seine Beweggründe sein mögen, doch kommt wohl heraus, dass es sinnvoller wäre, sich zunächst um den Blutunhold zu kümmern.

    Ist diese Gefahr gebannt, geht es wieder gen Vos, Llenri zu befreien.

    So wird man parallel zu der Tötung des Monsters im Kerker die Befreiung der Gefährtin vorbereiten, um sie aus den Klauen des <Metzgers> zu entreißen.


    So ist es also beschlossen, auch ohne dem Beisein von Iveffyn Andaai.

    Oviros Redaathram wird in Bälde sein endgültiges Ende finden und keiner soll je erfahren, was aus ihm wurde und wie er zum Schluss wirklich aus der Welt getilgt wurde...

    "Du kannst nicht warten, bis das Leben nicht mehr schwer ist, bevor du dich entscheidest, glücklich zu sein." - Zitat von Nightbirde beim Auftritt bei America´s Got Talent 2021, gezeichnet vom Krebs - gestorben am 19.02.22


    "Nichts hat einen Wert, wenn man nicht dafür gekämpft hat." (zitiert von Enric Milnes aus < Die Alik´r - Zweite Ära>)


    "Niemals tut man so vollständig und so gut das Böse, als wenn man es mit gutem Gewissen tut." (Blaise Pascal, 1623 - 1662)


  • Auf Vvardenfell, in Balmora…


    Vadeelos Avanndes schnauft wie jemand, der gerade einen ewig langen und anstrengenden Fußmarsch hinter sich hat.

    Der in feinen Leinen gehüllte und eher klein gewachsene Dunmer hat wahrlich ein wenig zu viel auf den Hüften.

    So verursacht der Spaziergang durch Balmora bereits so einige Schweißtropfen und eben eine leicht erhöhte Atmung.

    Begleitet wird er von Soris Naroom, einer Soldatin, die in ihrer schweren Rüstung zwar deutlich mehr Gewicht zu tragen hat, aber umso fitter scheint, als Vadeloos.

    Die beiden schlendern durch die nach Vivec größte Stadt auf Vvardenfell, so als wären sie nur kurz hier und bestaunen dabei die Architektur der Häuser von Balmora.

    Doch dem ist nicht so.

    Die Zwei sind nicht zufällig hier...


    Es gibt wohl zwei neue Gesichter in der Stadt.


    Vadeelos Avanndes erkundet in Begleitung von Soris Naroom Balmora.


    Ihr Weg führt sie durch einen Großteil der Straßen und Gassen der Stadt, die durch den Fluss Odai zweitgeteilt wirkt, den viele Bürger nur den Kanal nennen.

    Odai ist im Stadtkern von dicken Mauern umsäumt, wo meistens viele Boote und Schiffe anlegen und somit auch ein Grund dafür ist, dass Balmora in wichtiges Handels- und Reisezentrum auf Vvardenfell darstellt.

    Die, die Vadeloos und Soris durch die Stadt gehen sehen, würden sicher schnell den Eindruck eines höher gestellten Dunmer bekommen, der von seiner Leibwache begleitet wird.

    Vielleicht ist es auch so.

    Doch schon so manches Mal täuschte der erste Eindruck und am Ende ist alles gänzlich anders.

    Statt also nach der Stadtbesichtigung recht schnell wieder aufzubrechen, als wäre man wie so viele auf der Durchreise, steuern die beiden die größte Taverne der Stadt an und kehren in Zum spitzen Netch ein.


    Die beiden steuern die Taverne Zum spitzen Netch an und es scheint, als würden sie beobachtet.


    Üblicherweise steht der dürre Wirt Fenond Ondyril hinter dem Tresen, doch heute glänzt er mit Abwesenheit und genießt vermutlich einen freien Tag.

    Die Gastwirtin Carellon, die stets so schaut, als wäre gerade jemand aus ihrem Bekanntenkreis verstorben, sorgt für die Getränke und die Bewirtung der Gäste, die durchaus zahlreich die Theke belagern.

    Vadeloos und seine Begleiterin Soris werden scheinbar direkt von einigen der Tavernengäste wahrgenommen.

    Man könnte sogar vermuten, dass ihnen einige gar hierher gefolgt sind, doch lässt sich das nicht sicher beweisen.

    Es sind weitere neue Dunmer am Tresen, jeder auf seine Weise mit eigenen Problemen und Dingen beschäftigt.

    Während eine gewisse Sedyne Galam wohl gerade dabei ist, Kontakt mit Raizo Idalia zu knüpfen, der von der stummen Thalass Ior begleitet wird.

    Ein Jeder weiß, wie man an den Theken der Tavernen schnell Kontakte knüpfen kann, ob gewollt, oder nicht.

    Und man hört viel, viel Tratsch und Klatsch, wobei natürlich nicht alles Gerede der Wahrheit entspricht.

    Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass man unter anderem der hier ansässigen Verbrecherbande Dunruhn nachsagt, ihre Spitzel gerne in den Tavernen zu platzieren.

    Wer viel hört, weiß viel.

    Und Wissen ist nun mal auch Macht.


    Vadeloos reserviert bei Carellon zwei Zimmer für die Nacht, während Rienna Arle wohl Interesse an seiner Person zeigt.


    Rienna Arle ist im Zum spitzen Netch allerdings fast schon so eine Art Stammgast.

    Die immer verhüllte Dunmer wirkt mysteriös, so als trage sie ein gut behütetes Geheimnis mit sich.

    Bekannt ist, dass sie seit ihrem Auftauchen in Balmora auf dem Anwesen der aufstrebenden Bardin Almdroni Nehthlas wohnt.

    Einige munkeln, sie hätte Kontakte zum Haus Andaai, dem man eine gewisse Nähe zu Dunruhn nachsagt.

    Zweifelsfrei alles nur Gerüchte, für die das dunkle Volk der Mer bekannt ist.

    Arle scheint Interesse an dem kleinen dicken Vadeelos Avanndes zu haben, doch scheint dieser Moment aus ihrer Sicht noch nicht geeignet für eine nähere Kontakaufnahme.

    Vadeloos indes reserviert bei Carellon zwei Zimmer, eines für ihn und eines für seine vermeintliche Wache Soris Naroom.

    Er gibt der Gastwirtin zu verstehen, dass er vor hat, ein wenig länger zu bleiben.

    Er tut dies wahrlich nicht so diskret, als dass es andere Gäste nicht hören könnten.

    Soris Naroom, die sich die ganze Zeit eher zurück hält und wohl darauf bedacht ist, die Umgebung im Auge zu behalten, folgt ihm umgehend.


    Die Theke im Zum spitzen Netch ist wieder voll, nur Wirt Fenond Ondyril fehlt am heutigen Tage.


    So hat wohl Balmora zwei neue Bewohner, zumindest für eine Zeit.

    Die Zeit wird zeigen, für wie lange es sein wird und ob die beiden hier eine Rolle spielen werden...

    "Du kannst nicht warten, bis das Leben nicht mehr schwer ist, bevor du dich entscheidest, glücklich zu sein." - Zitat von Nightbirde beim Auftritt bei America´s Got Talent 2021, gezeichnet vom Krebs - gestorben am 19.02.22


    "Nichts hat einen Wert, wenn man nicht dafür gekämpft hat." (zitiert von Enric Milnes aus < Die Alik´r - Zweite Ära>)


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    Auf Vvardenfell, auf dem Andaai-Anwesen nahe Balmora…


    Wieder einmal wird sich beraten.

    Diesmal aber nicht in der Gemeinschaftshalle des Andaai-Anwesens, sondern im Arbeitszimmer und diesmal ist Midyn Andaai nicht alleine.

    Iveffyn Andaai, seine impulsive Schwester, wird sich nicht ewig vor den Vorwürfen verstecken können und sich ihnen früher oder später stellen müssen.

    So steht sie jetzt an seiner Seite und bleibt, für ihre Verhältnisse, recht ruhig.

    Ob es ihr unangenehm ist, dass sie womöglich einen unerheblichen Anteil dazu trägt, dass nun ein Blutunhold in ihren Kerkern weilt, ist schwer zu erkennen.

    Sie gibt sie eher ein wenig desinteressiert, hält sich gar zurück, als man sich hier vor dem maßstabsgetreuen Modell von Vvardenfell zusammen findet und berät, wie man am besten vorgehen soll.

    Vermutlich eine Scharade, durchaus gekonnt durchgeführt.

    Auffällig ist allemal, dass ihr ansonsten eher ruhigere Bruder Midyn das Szepter nun immer mehr in die Hand zu nehmen scheint.


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    Eine letzte Besprechung, bevor man zur Mission aufbricht, den Blutunhold zu eliminieren.


    Ob und welchem Umfang Iveffyn nun daran Schuld trägt, dass Oviros Redaathram, den man zu Lebzeiten nur den <Dicken> genannt hat, jetzt als Untoter ein echtes Problem darstellt, will man hier und jetzt aber nicht weiter thematisieren.

    Es gilt zu handeln, und zwar rasch.

    Für Rienna Arle soll dem Blutunhold so schnell wie möglich den Garaus gemacht werden, ein für alle mal.

    Astrotia Blitzschuppe und Draveyln Voloori haben keine Einwände, warten im Grunde nur darauf, dass es los gehen kann.

    Es ist auch beschlossene Sache, dass man sich zuerst hierum kümmern will und dann um die Sache mit dem <Metzger>, der ihre Gefährtin Llenri Naral nach wie vor in seinen Händen hält.

    Der <Dicke> wird auf einer kleinen Insel am westlichen Ufer von Balmora in einem der Kerker gefangen gehalten.

    Dort hat Dunruhn ein kleinen geheimen Außenposten, wohl um dort auch die Gefangenen unterzubringen, die möglichst nie mehr gesehen werden sollen oder wichtig sind.

    So gibt Midyn Anweisungen, wer zu der Gruppe gehören soll, dieses Problem endlich zu lösen.

    Nachdem man dann im Arbeitszimmer die letzten Dinge geklärt hat, bricht man auf.


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    Midyn Andaai nimmt scheinbar immer mehr das Heft in die Hand, während sich Iveffyn Andaai etwas zurück hält.


    Es ist tiefe Nacht, als man auf der kleinen Insel anlandet.

    Rienna Arle führt die Gruppe an.

    Sie wird von Dravelyn Voloori, dem Bretonen Geon Selone, Astrotia Blitzschuppe und der Wache Gamam begleitet.

    Bevor man sich aber aufmacht, das geheime Versteck zu betreten, wird Geon noch über die später anstehende Mission zur Befreiung von Llenri in Vos aufgeklärt.

    Rienna Arle verfolgt, entgegen den Anweisungen von Midyn, scheinbar eigene Pläne, um den <Metzger> zu töten, der mit ziemlicher Sicherheit von der Vampirin beschützt wird, die alle nun die <Dunkle> nennen.

    Der stetig schwer atmende, aber loyale Gamam, wird ebenso eingeweiht, was man aber in Kauf nimmt.

    So der Blutunhold sein endgültiges Ende gefunden hat, wird man direkt von hier aus aufbrechen, sodass die Andaai-Geschwister erst dann Kenntnis von dem veränderten Plan erhalten, wenn man bereits auf dem Anwesen des <Metzgers> ist und die Gefährtin hat befreien können.


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    Auf der kleinen Insel wird die Gruppe wird über weitere Pläne eingeweiht, die kommende Mission betreffend.


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    Man macht sich auf, den versteckten Außenposten von Dunruhn aufzusuchen.


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    Es befindet sich im Inneren eines massiven Felsens.


    Im Inneren des Verstecks, das sich im Inneren eines massiven Felsens befindet, ist es dunkel und ruhig.

    Ein wenig zu ruhig, könnte man fast meinen.

    Doch hier sind aktuell keine Dunruhn-Leute postiert, daher ist es ruhig und verlassen.

    Bis auf den Blutunhold eben, den man weiter drinnen, im Verlies nun aufsuchen und vernichten wird.

    Trotz der Tatsache, dass diese Ruhe im Grunde keine Sorgen bereiten sollte, geht man sicher und stellt sich auf etwaige Gefahren ein.

    Zumindest will man vorbereitet sein, sollte es anders kommen, als gedacht.

    Und es kommt häufiger anders.

    Doch dann die Überraschung.

    Als hätte man es förmlich geahnt, ist das passiert, was auf keinen Fall hätte passieren dürfen.

    Der Kerker, dort wo der untote <Dicke> gehaust hat, ist leer.

    Und keine Spur vom den Unhold.


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    Alles ist ruhig, dennoch ist man angespannt, als man die Gänge durchschreitet.


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    Dann der Schock, der Blutunhold ist weg.


    Das sollte wahrlich gänzlich anders laufen.

    Der Blutunhold ist weg.

    Alles ist ruhig.

    Was also tun?

    Die Zellentür ist geöffnet, aber keine Anzeichen von Gewalt.

    Hat ihm jemand zur Flucht verholfen?

    Was, wenn er andere infiziert?

    Die Situation hat sich schlagartig verändert.

    Nach einer kurzen Besprechung will man das überschaubare Areal nach Spuren absuchen und ansonsten so schnell wie möglich zurückkehren.

    Lange kann der <Dicke> auf jeden Fall noch nicht weg sein.


    zweima17.jpg

    Es gilt sich nun, rasch zu besprechen, keine Zeit zu verlieren.


    zweima18.jpg

    Man tritt wieder ins Freie, will bei tiefster Nacht das Areal absuchen.


    So macht man kehrt, findet in den dunklen Gängen keine Spur des Gesuchten und tritt wieder ins Freie.

    Draußen ist es nach wie vor stockfinster.

    Für Arle und Astrotia kein Problem, doch die anderen sehen im Grunde nicht viel.

    Besser man bleibt zusammen, sucht gemeinsam alles ab, ob Spuren zu finden sind.

    Gamam bleibt etwas zurück, will scheinbar die Gruppe absichern, was aber wohl ein Fehler ist.

    Kaum ist er aus Sichtweite der anderen, vernimmt man einen Schrei.

    Es ist Gamam, der aufschreit.

    Und es die Art von Schrei, die den anderen direkt klar macht, dass es hier um Leben und Tod geht.

    Geon Selone ist der erste, der bei ihm ist.

    Er sieht, wie der gesuchte Blutunhold über Gamam ist, seine Fänge in Blut getränkt.

    Der Wachmann hat eine klaffende Wunde am Hals, aus der Blut strömt, das sich unter ihm auf dem Boden verteilt.

    Als der <Dicke> den Bretonen sieht, faucht er ihn an, will ihn direkt angreifen.


    zweima19.jpg

    Gamam wird attackiert und schwer verletzt.


    zweima20.jpg

    Rienna Arle und Geon Selone kommen Gamam zur Hilfe, greifen den Blutunhold an.


    Geon kann seine Attacke zwar parieren, weiß aber, dass er gegen ihn ohne Chance ist, wenn er keine Unterstützung erhält.

    Schon ist Arle an seiner Seite, zögert keine Sekunde, um den Unhold zu attackieren, während sich Astrotia im Schatten von hinten dem Scheusal nähert.

    Arle gelingt es, den <Dicken> einen Schlag zu verpassen, der ihn nach hinten wirft.

    In Sekundenschnelle ist er aber wieder zum Angriff bereit, hat Arle im Visier.

    Allerdings bemerkt er in seiner Raserei nicht, wie nahe er Astrotias Klingen gekommen ist.

    Und diese, das ist inzwischen fast schon berühmt berüchtigt, sind tödlich, selbst für derart untote Kreaturen.

    So hat der <Dicke> keine Chance.

    Astrotia zögert nicht, rammt ihm ihre Klingen in das untote Fleisch, die wohl passend für den heutigen Gegner präpariert sind.

    Vorbereitung ist eben alles.

    Ein seltsam unreal klingender Aufschrei ist das letzte, was man von ihm vernimmt, als der füllige Blutunhold auf dem Boden aufschlägt und für immer seine Augen schließt.


    zweima21.jpg

    Astrotia und Rienna verbrennen den Unhold.


    Während Dravelyn, der auch über einige Heilkünste verfügt, sich direkt um den verletzten Gamam kümmert, gehen Arle und Blitzschuppe auf Nummer sicher und übergeben den Körper des <Dicken> den Flammen.

    Seltsam, da man davon ausgegangen ist, dass er eigentlich bereits verbrannt wurde.

    Da muss etwas schief gelaufen sein.

    Wer war dann wohl der, der seiner statt, auf dem Scheiterhaufen in der Krypta des Oviros Redaathram verbrannt wurde?

    Hatte nicht vorher schon jemand Zweifel angemeldet, ob der Leichnam wirklich der vom <Dicken> war, als man ihn aufgebahrt aufgesucht hat?

    Wieder kommen neue rätselhafte Geschehnisse ans Licht.

    Und wieder gibt es weitere Geheimnisse, die vielleicht nie gelüftet werden.


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    Gamam ist schwer verletzt. Die Pläne müssen geändert werden.


    Statt nun direkt gen Vos aufzubrechen, haben sich die Pläne abermals geändert.

    Es gilt nun, den verletzten Gamam aufs Anwesen zu bringen.

    Offene Fragen müssen später geklärt werden.

    Ihre Gefährtin Llenri Naral, und der <Metzger>, warten bereits...

    "Du kannst nicht warten, bis das Leben nicht mehr schwer ist, bevor du dich entscheidest, glücklich zu sein." - Zitat von Nightbirde beim Auftritt bei America´s Got Talent 2021, gezeichnet vom Krebs - gestorben am 19.02.22


    "Nichts hat einen Wert, wenn man nicht dafür gekämpft hat." (zitiert von Enric Milnes aus < Die Alik´r - Zweite Ära>)


    "Niemals tut man so vollständig und so gut das Böse, als wenn man es mit gutem Gewissen tut." (Blaise Pascal, 1623 - 1662)


  • Auf Vvardenfell, irgendwo auf dem Anwesen des Erenos Uvalrom nahe Vos…


    Es ist dunkel.

    Dunkel, feucht und kalt.

    Llenri Naral atmet schwer.

    Ihre Verletzung, die sie von jenem Überfall auf dem Weg gen Vos davon trug, macht ihr immer noch zu schaffen.

    Es war die richtige Entscheidung, Geon Selone mitzunehmen und sie hier zulassen, als Pfand für noch ausstehende Schulden bei Erenos Uvalrom.

    Sie hätte die Gruppe nur aufgehalten und Geon wäre sicher jetzt schon nicht mehr am Leben.

    Als Gast, so wie Erenos erklärt hat, fühlt sie sich allerdings nicht, eingepfercht in diesem dunklen Raum und angekettet wie ein Hund.

    Llenri ist erschöpft, müde.

    Unendlich müde.

    Sie möchte nur noch schlafen.

    Ihre Augen fallen zu und als sie sie wieder öffnet, ist sie plötzlich an einem gänzlich anderen Ort...



    Was passiert hier ?

    Llenri ist starr vor Schreck, kann kaum atmen.

    Sie liegt nackt auf einer einfachen Decke auf steinernen Boden.

    Ringsherum lodern Flammen wie wild auf, über ihr Skelette an einem Kronleuchter hängend.

    Sie kann sich nicht bewegen, scheint betäubt und ihr Atem geht nun immer schneller, rast förmlich.

    Wo ist sie hier nur ein geraten ?

    Ist es irgendein Zauber des Erenos Uvalrom, den alle nur den <Metzger> nennen ?

    Sie will schreien, kann es aber nicht.

    Da merkt sie, dass sie nicht alleine ist.


    Eine Gestalt nähert sich.

    Eine Dunmer, nackt wie sie und dunkel wie die Nacht.

    Es ist ´Sie´, die <Dunkle>.

    Jene Vampirin, die einst für das Haus Andaai in Diensten gestanden ist und nun scheinbar für den <Metzger> arbeitet.

    Sie, die auch bei dem Überfall wie aus dem Nichts aufgetaucht ist.

    Eine Brut des Bösen, die sich am Blut und Leid ihrer Opfer labt, sich lüstern daran erregt, ihre Opfer langsam zu quälen.

    Einen Namen hat sie nicht.

    So wird sie nur die <Dunkle> genannt.

    Sie ist hier, und sie will Llenri.


    Die Gedanken von Llenri kreisen wie wild umher.

    Ist dies nur ein Traum, eine Illusion, magische Tricks ?

    Ist sie wirklich hier, mit dieser Bestie, umgeben von Feuer ?

    Sie wünscht sich so sehr ihre Gefährten bei sich, Astrotia und Dravelyn.

    Ihnen vertraut sie.

    Sie würden sie befreien, aus dieser Lage erretten, das weiß sie ganz sicher.

    Auch der Bretone, Geon Selone, würde sein Leben für sie geben.

    Plötzlich denkt sie an das Haus Andaai, an Dunruhn, an die beiden Geschwister, wobei sie Midyn Andaai deutlich mehr vertraut als seiner Schwester Iveffyn Andaai.

    Und sie denkt an Rienna Arle, die genau so mysteriös wirkt wie die <Dunkle>, was ihr direkt Angst gemacht hat, als sie ihr das erste Mal begegnet ist.

    All diese Gedanken schwirren in ihrem Kopf herum, als sich die <Dunkle> nähert und sich über sie beugt.



    War es das jetzt ?

    Wird sie ein weiteres Opfer dieser Vampirin ?

    Die <Dunkle> beugt sich tief zu ihr hinab.

    Ihre Augen leuchten feuerrot und fixieren die von Llenri.

    Ein fast schon freundliches Lächeln schleicht sich in das Gesicht der <Dunklen>, als sie ihre sodann ihre Lippen spitzt und Llenri sanft auf den Mund küsst.

    In diesem Moment schlägt sie ihre Augen auf...


    Es ist wieder dunkel.

    Ihr Atem rast, sie keucht und schwitzt vor Aufregung.

    Sie ist wieder in diesem dunklen, kalten Raum und festgekettet.

    Es braucht einen Moment, bis sie sich beruhigt und ihre Gedanken ordnen kann.

    Ein Traum, ja, das war ein Traum.

    Zum Glück, denkt sie.


    Es war doch ein Traum, fragt sie sich in diesem Moment und bleibt mit dieser Frage alleine zurück in der Dunkelheit...

    "Du kannst nicht warten, bis das Leben nicht mehr schwer ist, bevor du dich entscheidest, glücklich zu sein." - Zitat von Nightbirde beim Auftritt bei America´s Got Talent 2021, gezeichnet vom Krebs - gestorben am 19.02.22


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    "Niemals tut man so vollständig und so gut das Böse, als wenn man es mit gutem Gewissen tut." (Blaise Pascal, 1623 - 1662)

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    Moin allerseits!


    In den meisten Fällen gebe ich zu unserem kleinen Dunmer-Projekt Updates in Form von IC-Texten, Zusammenfassungen über gespielte Ereignisse.

    Dieses Mal möchte ich euch gerne eine etwas andere Form aufzeigen, um vielleicht eine grobe Übersicht über das Rollenspiel auf Vvardenfell zu geben.

    Unser Projekt gibt es inzwischen auch schon über 1 Jahr und da ist, durch regelmäßiges Spiel, natürlich eine Menge passiert.


    Wen gibt es dort alles ?

    Wo wird am meisten gespielt ?

    Was für Gemeinschaften, Charaktere oder Gruppen gibt es dort ?


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    Balmora ist die zweitgrößte Stadt auf VVardenfell und wird vom Fluss Odai zweigeteilt.


    In den meisten Fällen wird in der zweigrößten Stadt auf Vvardenfell, in Balmora, gespielt, die durch den Fluss Odai quasi zweigeteilt wird.

    Einer der zentralen Anlaufstellen ist ohne Frage die Taverne Zum spitzen Netch, ein Treffpunkt für einen jeden Bürger, Reisenden oder zwielichtigen Gesellen.

    Der dürre Wirt Fenond Ondyril steht dort zumeist hinter dem Tresen, über den man sagt, er hätte einen Schlag bei den Damen.

    Eine der Stammgäste ist die blinde, und sehr zurückhaltende Adori Mheszen Viden, die allerdings in letzter Zeit eher weniger gesehen wurde.

    Neben dem normalen Tavernenbetrieb gibt es hin und wieder Auftritte, wie einmal von Linaris Denum, einem durchaus begabten Barden.


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    Eine andere Bardin, Almdroni Nethlas, ist im Zum spitzen Netch zwar auch häufig zu Gast und nicht weniger begabt wie Denum, doch gab es bisher einen solch großen Auftritt von ich nicht.

    Vermutlich hat sie viel mit ihrem Anwesen zu tun, das etwas außerhalb von Balmora liegt und das sie auch vermietet.

    Die mysteriöse Rienna Arle ist nun schon seit geraumer Zeit Dauergast auf ihrem Anwesen, treibt sich aber, so man den Gerüchten Glauben schenken mag, häufig auf dem Andaai-Anwesen herum.

    Nicht immer wurde vom Nethlas-Anwesen gut gesprochen, wenn man bedenkt, dass dort während einer Feierlichkeit der einflussreiche Geschäftsmann Oviros Redaathram, den man auch den <Dicken> nannte, ermordet wurde.


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    Fenond Ondyril ist Wirt im Zum spitzen Netch.


    Das Haus Andaai wird von den Geschwistern Iveffyn Andaai und Midyn Andaai geleitet.

    Sie bewohnen ein großzügiges Anwesen, das ebenfalls etwas außerhalb der Stadt liegt.

    Ihnen werden Kontakte zu der Verbrecherbande Dunruhn nachgesagt, die rund Balmora ihr Anwesen treibt.

    Bewiesen ist wahrlich nichts, doch die Gerüchte wollen nicht abreißen.


    Verstärkt wird das durch die Aktivitäten von Astrotia Blitzschuppe, einer tödlichen Attentäterin, die fähig ist, sich fast unsichtbar im Schatten zu bewegen.

    Man sagt, wenn Astrotia einmal einen Auftrag hat, wird ihre Klinge ihn auch ausführen.

    Es ist unsicher, für wen sie arbeitet, ob für Dunruhn oder als Leibwächterin der Andaai-Geschwister.

    Auf dem Andaai-Anwesen geht ferner ein gewisser Draveyln Voloori Ein und Aus, von dem keiner so richtig weiß, woher er kommt und was er dort zu tun hat.

    Es kommen und gehen dort eh immer so einige und die, die gehen, tauchen teils nicht mehr auf, was Gerüchte um eine gewisse kriminelle Aktivität der Andaai nur befeuert.

    Auch die Schreiberin des Hauses, Nilfae Relaven, hat man schon länger nicht mehr gesehen.

    Zuletzt soll es auf dem Andaai-Anwesen gar gebrannt haben, aber über Schäden oder etwaige Tote wurde nichts berichtet.


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    Besprechung im Hause Andaai.


    In Zum spitzen Netch kehren auch immer wieder Reisende oder neue Bürger ein und nehmen sich ein Zimmer für die Nacht, oder gar für eine ganze Zeit.

    So wie auch die Telvanni Lythic Halun oder Veylin Dreloth, die stets eine Krähe mit sich führt.

    Oder Nevana Dres, die sogar schon eine ganze Weile im Zum spitzen Netch ein Zimmer hat und somit bereits als Stammgast zählen sollte.

    Jüngst mieteten sich dort Leutnant Soris Naroom und der kleine dicke Vadeelos Avanndes ein, die aus Vivec kommend, wohl nach Balmora beordert worden sind.

    Soris Naroom leitet scheinbar die Untersuchungen zu Überfällen auf Ebenerztransporte, während sich Avanndes, der früher als Schreiber im Gouverneursbüro zu Seyda Neen tätig war, in Balmora nun auch ein Arbeitszimmer hat einrichten lassen.

    In Balmora gibt es mit Ulvran Dres auch einen Heiler, wobei man ihn schon eine Ewigkeit nicht mehr gesehen hat.


    Vor vielen Monaten gab es in Balmora auch einen Markttag, der, als eigene Veranstaltung beworben, sogar recht gut besucht wurde.

    Während Fenond Ondyril Käse und Wein verkauft hat, gab es unter anderem einen Stand, an dem Waffen feilgeboten wurden, sowie Aschländer, die Stammeserzeugnisse zum Verkauf angeboten haben.

    Man sagt, viele würden sich über einen weiteren Markttag durchaus erfreut zeigen.


    Doch auch der Glauben ist in der Stadt, in Form der Ordinatorin & Priesterin Ira Ilethryl vertreten.

    Die als durchaus strenge Ira trifft man öfter in den Straßen, sowie in Zum spitzen Netch, und scheint dem Weine nicht abgeneigt zu sein.

    So man sie sucht, wird man sie im Tempel des Tribunals in Balmora antreffen.


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    Markttag in Balmora. Ira Ilethryl deckt sich mit Wein ein.


    Weit im Norden von Vvardenfell gibt es nahe Vos den Geschäftsmann Erenos Uvalrom, den viele auch den <Metzger> nennen und als Geschäftspartner des Hauses Andaai beaknnt ist.

    Er bewohnt dort ein Anwesen am Meer, das, so man den Gerüchten Glauben mag, zuletzt aber niedergebrannt ist.

    Was aus ihm seiner Schar an Mitarbeitern geworden ist, ist völlig unklar.

    Zuletzt hat man sogar davon gesprochen, er wäre für die Überfälle auf die Ebenerztransporte verantwortlich, bei denen es einige Tote gegeben hat.

    Bei den Transporten, die von Indoril-Soldaten beschützt wurden, hat es nur einen Überlebenden gegeben, Edrados Doveim Indoril.

    Er gilt als wichtiger Zeuge und wird von Soris Naroom befragt.

    Es mag ein Zufall sein, dass er in Balmora mit Hleenie Indoril seine Schwester wieder getroffen hat, die in den Diensten des Hauses Andaai steht.


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    Es gibt immer wieder neue Gesichter in der Stadt.


    Im östlichen Teil Vvardenfells liegt das Telvannigebiet.

    Dort, in Sadrith Mora, gibt es den zurückgezogenen Viram Telmano, eine unbekannte Größe in den großen Ränken der Telvanni-Zaubermeister in der Nähe von Sadrith Mora auf Tel Brynmeir.

    Angeblich, so der Tratsch auf den Handelsrouten des Landes, will man Iveffyn Andaai dort mal gesehen haben, was allerdings schon eine Ewigkeit her sei und als Gerücht bestenfalls in einer Taverne mit reichlich Wein intus taugt.



    Es gibtauf jeden Fall nochweitere Charaktere, die ich hier, in dieser kleinen Zusammenfassung womöglich entweder nicht erwähnt oder versehentlich vergessen habe, aber so hat man vielleicht eine kleine Übersicht, was alles so IC auf Vvardenfell los ist.

    Auf jeden Fall darf man uns immer gerne kontaktieren oder Vvardenfell IC einen Besuch abstatten.

    Bald wieder folgen dann aber wieder reine IC-Texte...ich bin da echt ordentlich im Verzug.


    In diesem Sinne...


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    "Du kannst nicht warten, bis das Leben nicht mehr schwer ist, bevor du dich entscheidest, glücklich zu sein." - Zitat von Nightbirde beim Auftritt bei America´s Got Talent 2021, gezeichnet vom Krebs - gestorben am 19.02.22


    "Nichts hat einen Wert, wenn man nicht dafür gekämpft hat." (zitiert von Enric Milnes aus < Die Alik´r - Zweite Ära>)


    "Niemals tut man so vollständig und so gut das Böse, als wenn man es mit gutem Gewissen tut." (Blaise Pascal, 1623 - 1662)

    Einmal editiert, zuletzt von Spiffypurse ()


  • Auf Vvardenfell, auf dem Andaai-Anwesen, nahe Balmora…


    Midyn Andaai steht, wie so oft, auf der Terrasse ihres Anwesens und lässt gedankenverloren den Blick über den Amayasee schweifen.

    Es gab wahrlich schon bessere Zeiten und die Probleme, die sich in der letzten Zeit aufgetan haben, scheinen mehr, statt weniger zu werden.

    Etwas, das tot ist, noch einmal töten zu müssen, kann einen schon mal ins Grübeln bringen.

    Er, der eh stets als ein eher in sich gekehrter Mer wirkt, lässt allerdings nie die komplette Fassade fallen, sodass man wohl nie so ganz sicher sein kann, was in seinem Kopf vor sich geht.

    Als sich Rienna Arle so lautlos wie immer nähert, ist er wohl keineswegs überrascht über das, was sie mit ihm besprechen oder vorwerfen will.


    Rienna Arle will Antworten, die Midyn Andaai aber nur vage gibt.


    Die Tötung des Oviros Redaathram, der eigentlich bereits tot sein sollte, hat alles ein wenig durcheinander gebracht und so einige weitere Fragen aufgeworfen.

    Wer war am Ende dafür verantwortlich, dass der <Dicke>, wie man ihn gemeinhin zu Lebzeiten genannt hat, als Blutunhold in einem ihrer Kerker gehaust hat ?

    Sicher, die <Dunkle> war es wohl, die ihn zu diesen Unhold gemacht hat, der rasend vor Gier nach Fleisch und Blut, unberechenbar war und eine Gefahr für alle dargestellt hat.

    Aber wie kam er in ihren Kerker in jenem versteckten Außenposten nahe Balmoras Küste ?

    Arle wird sich diese Fragen wohl auch stellen, das ist sicher.

    Aber Midyn wird ihr wohl nur ausweichend Antworten geben wollen, oder können.

    So bleiben wohl erstmal weitere Fragen offen, die vielleicht seine Schwester, Iveffyn Andaai, hätte beantworten können, so sie denn da wäre.


    Man trifft sich auf der Terrasse des Anwesens, um sich final für die anstehende Mission zu besprechen.


    Es dauert nicht lange, da gesellen sich Astrotia Blitzschuppe, Dravelyn Voloori und der Bretone Geon Selone dazu.

    Arle, die wohl gerne mehr Antworten von Midyn hätte haben wollen, belässt es wohl erstmal dabei, denn es gibt wichtige Dinge zu besprechen.

    Der <Dicke> ist jetzt tot, doch die treue Wache Gamam liegt schwerverletzt in den Schlafräumen auf dem Anwesen.

    Eine Ansteckung durch den Angriff des Blutunholdes ist wohl ausgeschlossen.

    Glück gehabt, könnte man meinen oder dank des schnellen Handelns von Voloori, der sich in den Heilkünsten wohl recht gut auszukennen scheint.

    Aber mit der Lösung dieses einen Problems ist ja das nächste nicht behoben und erscheint als deutlich schwerer zu lösen.

    Die verletzte Gefährtin Llenri Naral wurde im Tausch gegen Geon Selone auf dem Anwesen und als Gefangene des Erenos Uvalrom zurückgelassen und es gilt nun, sie auf den Klauen des <Metzgers> zu befreien.

    Als Pfand soll sie dienen für weitere Schulden, die Dunruhn vermeintlich bei dem <Metzger> hat.

    Es gilt jetzt, schnell zu handeln, bevor es für Llenri zu spät sein könnte.


    Der getreue Wachmann Gamam wurde schwer verletzt und erholt sich in den Schlafräumen.


    Die neue Soldklinge Trelnas hat ein loses Mundwerk und einen ordentlichen Tatendrang.


    Die neue Soldklinge Trelnas will sich gar direkt aufdrängen, eine Gruppe zu begleiten, die die Aufgabe bekommt, Llenri zu befreien.

    Es ist schnell beschlossen, dass ein unerfahrener Mer wie er, der wohl auch über ein recht loses Mundwerk verfügt, bei so einer heiklen Mission nicht dabei sein wird.

    Zu gefährlich wäre es für die anderen, auch wenn er es sicher in seinem Tatendrang nicht direkt verstehen will.

    Es gibt bereits einen Plan.

    Oder mehrere, um genau zu sein.

    Eine Verhandlung mit dem <Metzger> hält man, und da ist man sich einig, für aussichtslos.

    Es könnte vielmehr eine Falle sein, mit ihrer gefangenen Gefährtin Llenri als Lockvogel.

    Warum Erenos Uvalrom, der in der Vergangenheit eine durchaus rege Geschäftsbeziehung mit Dunruhn zu pflegte, nun so darauf erpicht ist, ihnen schaden zu wollen, bleibt wohl vorerst ein Rätsel und ist in diesem Moment auch nicht von Belang.

    Die Gruppe um Astrotia Blitzschuppe, Dravelyn Voloori, Rienna Arle und Geon Selone, wird, auf Geheiß von Midyn Andaai, so schnell wie möglich in den Norden aufbrechen, zum Anwesen des <Metzgers>.

    Man wird versuchen, sich unbemerkt Zutritt zu dem Anwesen zu verschaffen und Waffen mit sich führen, um für eine etwaige Konfrontation mit der <Dunklen> gewappnet zu sein.

    Ein Kampf gegen eine Vampirin, von der man ihre genauen Kräfte noch nicht einzuschätzen weiß, wird kein einfaches Unterfangen sein.


    Astrotias Drohgebärde gegen Midyn versetzt die Versammelten kurz in Aufruhr.


    Midyn Andaai scheint vollstes Vertrauen in seine Leute zu haben und will sich wohl gar nicht erst in die genauen Pläne und Abläufe der Befreiungsaktion einmischen.

    Seine Zweifel aber, dass Astrotia, die bekannt für ihre Fähigkeiten im Umgang mit ihren Klingen ist und stets zum Tod der Widersacher geführt hat, gegen den <Metzger> im Zweikampf würde bestehen können, nimmt sie dann doch ein wenig persönlich.

    Sie macht ihm mehr als deutlich, dass ihre Klingen bereits nach dem Blut des Erenos Uvalrom lechzen und ihr nichts im Wege stehen kann, ihm auch seinen Kopf zu bringen.

    Was Midyn über Astrotia am Ende wirklich denkt, wird wohl erstmal keiner erfahren.

    Vielleicht ist es doch der Respekt ob ihrer tödlichen Klingen oder sogar Angst, selbst einmal ihr Opfer zu werden, so sich ihre Interessen verändern.


    Midyn Andaai gibt den Befehl, direkt aufzubrechen.


    So ist also der Plan geschmiedet, die Waffen gewetzt und die Gruppe bereit, aufzubrechen.

    Llenri Naral wird befreit, der <Metzger> getötet,...das ist das Ziel...

    "Du kannst nicht warten, bis das Leben nicht mehr schwer ist, bevor du dich entscheidest, glücklich zu sein." - Zitat von Nightbirde beim Auftritt bei America´s Got Talent 2021, gezeichnet vom Krebs - gestorben am 19.02.22


    "Nichts hat einen Wert, wenn man nicht dafür gekämpft hat." (zitiert von Enric Milnes aus < Die Alik´r - Zweite Ära>)


    "Niemals tut man so vollständig und so gut das Böse, als wenn man es mit gutem Gewissen tut." (Blaise Pascal, 1623 - 1662)


  • Auf Vvardenfell, an der nördlichen Küste nahe Vos, vor dem Anwesen des <Metzgers>…


    Droeri absolviert gewohnt ihre Patrouille, prüft den Anleger und schenkt allerdings diesmal den Fischern einen eher flüchtigen Blick.

    Trinkt sie meist noch einen Becher Sujamma mit ihnen, hat sie es an diesem Abend eilig, will schnell wieder aufs Anwesen zurück.

    Ihr Herr, Erenos Uvalrom, den man gemeinhin auch den <Metzger> nennt, hat die Order erlassen, dass sich alle Klingen auf dem Anwesen aufhalten sollen.

    Er ist wohl in letzter Zeit ein wenig paranoid geworden, als hätte er gar Angst vor den Schergen von Dunruhn, denkt sich die glatzköpfige Soldklinge, als sie sich, nach einem kurzen Blick aufs Geistermeer, wieder zum Anwesen aufmacht.

    Vielleicht war der letzte Schachzug doch nicht so genial, wie er es sich gedacht hat.

    Womöglich hat er sich zu weit aus dem Fenster gelehnt.

    Am Ende ist es Droeri egal, so lange sie ihren Sold erhält.

    So stapft sie hinauf zum Anwesen und übersieht indes, wie ein Trio unbemerkt etwas abseits am Ufer anlandet...


    Des <Metzgers> Soldklinge Droeri bemerkt bei ihrer Patrouille nicht, dass ein Trio soeben am Ufer anlandete.


    Während Droeri oben am Tor der Wache Sanilea ein knappes Nicken schenkt, sind es Astrotia Blitzschuppe, Draveyln Voloori und Geon Selone, die soeben ihr Boot verlassen haben und am Ufer das Anwesen des <Metzgers> beobachten.

    Die Mission ist klar: Llenri Naral befreien und den <Metzger> töten.

    Doch bei aller Eile, die geboten sein mag, wissen die Drei, dass ein allzu überhastetes Handeln für alle den Tod bedeuten kann.

    Man wartet, bis es dunkel ist, sich die Wolken vor die Monde schieben und so ihre Körper in Schatten hüllt.

    Das Trio ist sich über ihr genaues Vorgehen allerdings noch nicht gänzlich sicher.

    Man wird wohl improvisieren müssen.

    Das Gelände ist nur wenig bekannt, war man nur ein einziges Mal hier, und das bei Tag.

    So erkennen sie aber von ihrer Position aus eine glatzköpfige Mer, die unverkennbar eine der Soldklingen des <Metzgers> sein muss an der Anlegestelle und wittern ihre Chance.

    Rasch folgt man ihr heimlich, trennt sich dabei.


    Astrotia Blitzschuppe, Dravelyn Voloori und Geon Selone prüfen erstmal die Lage vom Ufer aus.


    Während Dravelyn die Umgebung aus der Entfernung und aus etwas höherer Lage mustert, schleicht sich Geon unter dem Pier näher ans Anwesen heran, die Soldklinge im Blick.

    Astrotia Blitzschuppe, die sich gewohnt sicher Schatten bewegt, umgeht den Weg der Soldklinge Droeri und bleibt unbemerkt nahe des Tores in Stellung, wo Droeri soeben die Torwache Sanilea grüßt.

    Astrotia kann hören, wie sich die beiden Klingen über einen Schaden an der Mauer des Anwesens unterhalten.

    Ein Riss, der scheinbar nur notdürftig bisher geflickt wurde.

    Es ist deutlich zu hören, dass sich die zwei Mer im Gespräch doch arg über den Zustand der Mauer beklagen.

    Lang dauert die Unterredung allerdings nicht und die glatzköpfige Droeri verschwindet im Inneren, während Sanilea am Tor verbleibt und weiter Wache hält.

    Und es dauert ebenso kurz, bis dass Sanilea die Augen zufallen und sie, an der Wand neben dem Tor angelehnt, einzuschlafen droht.

    Das könnte eine Möglichkeit sein, denken sich wohl die Drei gleichzeitig, denn eins ist sicher: die Wache muss weg und könnte im Zweifel alles auffliegen lassen.

    Bevor sich Astrotia Sanilea bis auf Klingennähe heran schleichen kann, ist es plötzlich Dravelyn, der es mit einem Ablenkungsmanöver wohl versuchen will.


    Dravelyn versucht bei Sanilea ein Ablenkungsmanöver.


    Dravelyn Voloori spaziert recht offen und mit Unschuldsblick auf Sanilea zu, bleibt nur wenige Schritte vor ihr stehen, während die Wache natürlich sofort die Augen aufschlägt und in Angriffsstellung geht.

    Es muss auch seine Gründe haben, dass Sanilea nicht zum engsten Kreis der Soldklingen des <Metzgers> gehört, fällt sie doch fast schon unglaublich einfach auf diesen Trick herein.

    Während Draveyln sie in ein unwichtiges Gespräch verwickelt, ist es Astrotia, die sich unbemerkt Sanilea nähert, um sie sodann mit wenigen gekonnt ausgeführten Schnitten ihrer tödlichen Klinge das Leben zu nehmen, ehe sie überhaupt versteht, was ihr gerade widerfährt.

    Noch bevor sie am Boden aufschlägt, fängt Astrotia ihren Körper ab, damit ein gar möglicher Lärm sie nicht verraten könnte.

    Doch ganz gelingt es nicht, denn Sanileas Helm fällt vom Kopf, landet klappernd auf dem Boden und rollt etwas vorwärts, bevor er an Dravelyns Stiefel zum Stillstand kommt.

    Astrotia und Dravelyn blicken sich kurz an, lauschen, ob sich aus dem Inneren des Anwesens etwas regt, ob ein Helm sie womöglich verraten hat.

    Doch alles bleibt still.

    Geon Selone schließt sodann zu ihnen auf, als man schon dabei ist, Sanileas Leiche ein wenig abseits zu verstecken.


    Dravelyns Manöver glückt, Astrotia tötet die Wache schnell und leise.


    Nun gilt es, sich rasch zu entscheiden, wie man weiter vorgehen will.

    Die Zeit wird drängen.

    Irgendwann wird man die Wache ablösen wollen.

    Geht man durchs Tor oder versucht es an dem Riss an der Mauer, von dem die zwei Soldklingen vorher sprachen ?

    Das Trio entscheidet sich für die Mauer.

    Und es stimmt: man findet jenen Riss, wo jeweils eine Person locker hindurch passt und der nur provisorisch mit Brettern von innen abgedeckt ist.

    Weiß man nicht um diesen Schaden, würde man ihn sicher übersehen.

    Natürlich weiß man, dass es heikel ist und vermutet, dass es vielleicht sogar eine Falle sein könnte.

    Doch die Zeit drängt und so dringen sie alle nacheinander ein, immer darauf bedacht, möglichst leise und auf der Hut zu sein.

    Wer weiß, ob nicht gar hinter das Mauer schon die Soldklingen des <Metzgers> nur auf sie warten.


    Man findet den Riss in der Mauer...


    … und dringt ins Inneres des Anwesens ein.


    Doch im Inneren des Anwesens ist es ruhig.

    Fast schon ein wenig zu ruhig.

    Die Drei schauen sich um, versuchen Bewegungen und Geräusche zu erhaschen.

    Erst ist nichts wahrzunehmen, als wäre das Anwesen verlassen, was ja nicht sein kann.

    Dann sehen sie die glatzköpfige Droeri, wie sie sich mit Trior vor dem Eingang zum Haupthaus trifft.

    Trior ist die Rechte Hand des <Metzgers> und für seine Brutalität bekannt.

    Der breitschultrige Mer, dessen Körper in einer schweren Rüstung gehüllt hat, spricht mit Droeri, doch man kann nichts verstehen.

    Astrotia, die sich nähert, will nichts riskieren und erst die Gesamtlage einsehen und einschätzen können.


    Droeri trifft sich mit des <Metzgers> Rechte Hand Trior vor dem Haupthaus. Astrotia folgt ihnen.


    So setzen sich Trio und Droeri nach kurzer Unterredung in Bewegung, weiter nach hinten.

    Blitzschuppe folgt unbemerkt, will sehen, was die Zwei dort vorhaben.

    Die Beiden bleiben vor einem blutverschmierten Tisch stehen, auf dem ein geschundener Körper liegt.


    Ist das etwa Llenris geschundener Körper auf dem Tisch ?


    Astrotia nähert sich etwas und erkennt die blutende Mer, die dort liegt...

    "Du kannst nicht warten, bis das Leben nicht mehr schwer ist, bevor du dich entscheidest, glücklich zu sein." - Zitat von Nightbirde beim Auftritt bei America´s Got Talent 2021, gezeichnet vom Krebs - gestorben am 19.02.22


    "Nichts hat einen Wert, wenn man nicht dafür gekämpft hat." (zitiert von Enric Milnes aus < Die Alik´r - Zweite Ära>)


    "Niemals tut man so vollständig und so gut das Böse, als wenn man es mit gutem Gewissen tut." (Blaise Pascal, 1623 - 1662)


  • Auf Vvardenfell, an der nördlichen Küste nahe Vos, vor dem Anwesen des <Metzgers>…


    Ein wahrlich grauenhaftes Bild bietet sich Astrotia Blitzschuppe in diese Moment, als sie erkennt, wer dort auf dem blutverschmierten Tisch liegt.

    Es ist Llenri Naral, die Gefährtin, die man hier im Austausch gegen Geon Selone zurück ließ, um sie nun zu befreien.

    Doch es scheint, als wäre man zu spät.

    Trior, die brutale Rechte Hand des <Metzgers>, steht an jenem Tisch und beäugt den geschundenen Körper von Llenri.

    Im Beisein einer weiteren Attentäterin zückt der breitschultrige Dunmer seine Axt und will wohl dem Leiden der Mer auf dem Tisch ein Ende bereiten.

    Astrotia zögert, ist sich unsicher, ob sie eingreifen soll und somit Gefahr läuft, die Tarnung der ganzen Gruppe auffliegen zu lassen.

    Wer mag beurteilen, was die richtige Entscheidung ist ?

    Ist Llenri überhaupt noch zu retten, so verletzt, wie sie aussieht ?

    Astrotia entscheidet sich, vorerst nicht einzugreifen.


    Der brutale Trior gibt Llenri den Todesstoß.


    Llenri wurde an vielen Stellen des Körpers von Haut befreit.

    Darunter kann man Muskelfleisch erkennen, so als hätte der <Metzger>, der für seine brutalen Methoden bekannt ist, die Anatomie erkunden wollen.

    Ihr Haar wurde geschoren, Arme und Beine gebrochen.

    Sie hat kaum noch Leben in sich, als Trior seine Axt hebt und sie auf ihren wehrlosen Körper herab fahren lässt.

    Seine Hiebe sind kräftig und durchtrennen mit wenigen Versuchen ihren Hals.

    Llenris Kopf fällt vom Tisch, rollt ein paar Schritte weiter, um dann im Dreck liegen zu bleiben.

    Die Rechte Hand des <Metzgers> scheint zufrieden, beäugt sein Werk, als Astrotias Gefährten sich vor dem Haupthaus wohl nun dazu entscheiden, anzugreifen.


    Geon Selone greift Droeri an, kann sie überwältigen und töten.


    Während Trior weiter hinten sein grauenhaftes Werk vollbringt, ist es Geon Selone, der die glatzköpfige Droeri attackiert.

    Die Soldklinge des <Metzgers> ist sichtlich überrascht und kann sich Geons Angriff nicht erwehren, der von seinem Eber Manuk unterstützt wird.

    Manuk ist es, der Droeri dann am Ende tötet, wobei eben dieser Einsatz nicht unentdeckt bleibt.

    Alarmiert durch diese Attacke sind Trior und seine Attentäterin sofort kampfbereit.

    Und er, der vermeintlich bärenstarke Kämpfer, schickt sie vor, sich der Gruppe um Geon Selone, Rienna Arle und Dravelyn Voloori zu stellen, während er selbst etwas zurück bleibt.

    Ist er doch nicht so unerschrocken, wie man sich erzählt oder ist es gar ein Trick, um die Situation überblicken und abschätzen zu können.

    Die Attentäterin stellt sich indes den Angreifern, zückt ihre Klingen und man weiß im Grunde, dass sie es versteht, damit umzugehen.


    Trior und seine Assassine sind sofort alarmiert.


    Die Attentäterin stellt sich den Angreifern.


    Geon Selone ist es einmal wieder, der vorprescht, die bezahlte Klinge des <Metzgers> zu attackieren.

    Unterstützt wird er von einem untoten Geschöpf, gerufen und gesteuert von Arle, die selbst etwas zurück bleibt.

    Die Attentäterin scheint das wenig zu beeindrucken, ist bereit, den Lebenden als auch den Toten das Garaus zu machen.

    Während nun weiter vorne jener Kampf entbrennt, sieht Astrotia Blitzschuppe ihre Chance.

    Bisher hielt sie sich gekonnt im Schatten auf, doch nun nähert sie sich mit leisen Schritten von hinten Trior, der sie nicht kommen sieht.

    Sein Blick auf den Kampf seiner Soldklinge gerichtet, während sich der Tod von hinten nähert.

    Ihre Klinge im Anschlag ist sie nun so nah, dass er ihren Atem im Nacken spüren kann.

    Doch da ist es für ihn bereits zu spät.

    Astrotias Obsidianklinge bohrt sich in seinen Körper, trifft zielgenau jene Stellen, die unweigerlich den Tod bedeuten.

    Eine todbringende Mörderin, die weiß, was sie tut.

    Trior hat keine Chance und haucht nur wenige Augenblicke später vor Astrotias Füßen sein Leben aus.

    Während sie sich dann seinen Kopf holt, wird weiter vorne weiter gekämpft.


    Während seine Assassine den Kampf aufnimmt, beobachtet Trior das Geschehen und bemerkt nicht, wie sich der Tod nähert.


    Astrotia holt sich den Kopf von Trior.


    Geon Selone stellt sich mutig der Assassine.


    Wer meint, dass der <Metzger> nur diese eine Attentäterin zu seiner Verteidigung hat, sieht sich getäuscht.

    Dravelyn Voloori muss dies als erster leidvoll erfahren.

    Eine weitere Attentäterin attackiert ihn aus dem Schatten und aus der Ferne.

    Ein Pfeil bohrt sich in seine Schulter und lässt ihn schmerzverzehrt zu Boden sacken.

    Rienna Arle ist sofort alarmiert und lässt Feuer dort regnen, wo sie die Bogenschützin vermutet.

    Zwar kann sie sie nicht direkt entdecken, schafft es aber, dass sie keine weiteren Pfeile auf den Weg bringen kann.

    Inzwischen stellt sich die andere Attentäterin weiter Geon, Riennas untoten Gefolge und dem Eber Manuk.

    Die Kampfeskünste jener Mer sind wahrlich meisterhaft, doch kann sie sich am Ende der Übermacht doch nicht erwehren.

    So sackt auch sie, mehrfach getroffen, blutend zu Boden und haucht auf dem kalten Stein ihr Leben aus.


    Eine weitere Attentäterin greift aus der Ferne an, verletzt Voloori schwer.


    Arle kann sie im Feuer stellen und töten.


    Kaum ist die Assassine tot, schafft es auch Arle, die Bogenschützin zu stellen und sie zu töten.

    Wurde eben noch der Vorplatz des Anwesens des <Metzgers> vom Lärm der Kampfe und Todesschreie gezeichnet, so herrscht plötzlich Stille.

    Nur das Knistern des Feuers ist zu hören, sowie das scheinbar zufriedene Grunzen von Manuk, dem Eber von Geon Selone.

    Der Kampf, so scheint es, ist vorüber.

    Trior, die Rechte Hand des <Metzgers>, ist tot, seine Assassinen ausgeschaltet.

    Der <Metzger> blutet.

    Aber wo ist er ?


    Die kampferprobte Assassine konnte niedergemacht werden.


    Es scheint vorbei, doch plötzlich passiert etwas...


    Der Angriff scheint geglückt, doch Llenri Naral konnte nicht gerettet werden.

    Ein fader Beigeschmack, zudem der eigentliche Kopf des Übels, Erenos Ulvarom, den alle den <Metzger> nennen, wohl gar nicht hier ist.

    Eine schnelle Durchsuchung des Haupthauses bestätigt es, er ist nicht da.

    War nun alles umsonst ?

    Gerade will man sich über das weitere Vorgehen absprechen, da geschieht etwas.

    Ein Leuchten taucht aus dem Nichts auf, wird langsam stärker und lässt unsere Gruppe umgehend in Alarmbereitschaft versetzen.


    Ein seltsames, gar unheimliches Leuchten taucht auf und kündigt weiteres Unheil an.


    Es scheint noch nicht vorbei...

    "Du kannst nicht warten, bis das Leben nicht mehr schwer ist, bevor du dich entscheidest, glücklich zu sein." - Zitat von Nightbirde beim Auftritt bei America´s Got Talent 2021, gezeichnet vom Krebs - gestorben am 19.02.22


    "Nichts hat einen Wert, wenn man nicht dafür gekämpft hat." (zitiert von Enric Milnes aus < Die Alik´r - Zweite Ära>)


    "Niemals tut man so vollständig und so gut das Böse, als wenn man es mit gutem Gewissen tut." (Blaise Pascal, 1623 - 1662)


  • In Balmora auf Vvardenfell, in der Taverne Zum spitzen Netch


    Während sich im Norden von Vvardenfell die Gruppe von Dunruhn dem <Metzger> stellt, steht, wie fast jeden Tag, Fenond Ondyril hinter dem Tresen im Zum spitzen Netch.

    Es heißt ja, der Gast wäre König, aber der dürre Wirt mit dem kantigen Gesicht ist diesmal sichtlich bemüht, seine Fassung zu behalten.

    Es ist ein offenes Geheimnis, dass Fenond eine besondere Abneigung gegen Fremdländer hat, wobei man dies natürlich vielen Dunmern nachsagt.

    Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regeln, sagt man, doch Fenond ist wahrlich keine Ausnahme.

    An diesem Abend sind es eine Khajiit und eine Bretonin, die sich, aus seiner Sicht, wohl in seine Taverne verirrt haben.


    Wenn er mal seine Ruhe haben will, zieht es Fenond Ondyril bisweilen in den Küchenbereich der Taverne, wo Koch Rervam Rethelas seinen Dienst tut.


    Woher Fenond Ondyril ursprünglich kommt, weiß im Grunde niemand in der Stadt.

    Eines Tages war er plötzlich in Balmora und bewarb sich für den Posten des Wirts in Zum spitzen Netch.

    Sein Vorgänger war von heute auf morgen verschwunden und fand man in ihn einen inzwischen in Balmora durchaus anerkannten Nachfolger.

    Man sagt dem dürren Dunmer nach, er hätte einen Schlag bei den Frauen, da er viele weibliche Gäste hat.

    Zumindest ist es bei viel Balmora-Blauwein, Sujamma und Mazte immer mal wieder ein beliebtes Thema, um aber wohl eher Fenond damit ein wenig aufzuziehen.

    Auch diesmal sind es zunächst nur Frauen, die seine Theke belagern.

    Wenn da nicht die zwei Fremdländer wären.


    Wirt Fenond ist sichtlich bemüht, seine Abneigung gegenüber Fremdländer nicht allzu offen zu zeigen.


    Bretonen sind schon öfter mal in Zum spitzen Netch eingekehrt, aber eine Khajiit begrüßt er zum ersten Mal.

    Ihm bleibt natürlich keine andere Wahl, als auch diese Gäste zu bewirten, so sie am Ende ihre Münzen auf den Tresen legen.

    Doch er muss es ja mit der Freundlichkeit nicht übertreiben, denkt er sich, während er seinen Dienst tut.

    Was ihn immer wieder verwundert, dass sich andere Dunmer mit Khajiit abgeben, so wie auch diesmal, denn die behaarte Frau spricht offen und freundlich mit einer Dunmer, die, geht man nach ihrem Äußeren, wohl zur See fährt.

    Vielleicht Piratin, Schmugglerin oder eine Halunkin dieser Art, schießt es Fenond in den Kahlkopf.

    Davon gibt es ja so einige, die die Stadt schon mal aufsuchen oder einfach nur durchqueren und dabei, vom Durst getrieben, die Taverne hier aufsuchen.

    Die Stadt Balmora, die durch den Fluss Odai zweigeteilt ist, ist bei fahrenden Händlern sehr beliebt und zieht natürlich auch die an, die mir dubiosen und zwielichtigen Geschäften ihr Einkommen sichern oder aufbessern wollen.

    So sind jene Händler und Reisende oft nur kurz in der Stadt, nicht so wie Dunruhn, eine Bande von Verbrechern, die dem Verbrechersyndikat Camonna Tong angeschlossen sein soll und hier in der Nähe ihren Unterschlupf haben soll.


    Eine Khajiit mischt den Laden auf, wobei die Bardin Nethlas keine Berührungsängste zu haben scheint.


    Während die Bretonin eher ruhig und zurückhalten ist, ist es die Khajiit, die sich, für Fenonds Geschmack, ein wenig zu sehr aufplustert.

    Dieser Umstand regt ihn natürlich noch mehr auf.

    Zum Glück ist die in der Stadt bekannte und beliebte Bardin Almdroni Nethlas auch in der Taverne eingekehrt und erhellt Fenonds Laune sichtbar.

    Hinter vorgehaltener Hand wird schon eine Weile darüber getuschelt, dass Fenond Ondyril sein Herz an jene hübsche Bardin verloren hat.

    Das allerdings ist nur ein weiteres Gerücht von so vielen, die man natürlich in der Taverne zuhauf hört.

    Und wenn der Wein oder Sujamma fließt, so lockern sich rasch die Zungen und Geschichten werden hier und da ein wenig ausgeschmückt.

    Almdroni Nethlas scheint allerdings deutlich offener gegenüber Fremdländer zu sein.

    Die Ausnahme von der Regel, denkt sich der Wirt und ist selbstverständlich nicht so erfreut über ihre Offenheit.

    Vermutlich wird es mit ihrer Tätigkeit als Bardin zusammenhängen.

    Auftritte an stets wechselnden Orten, mit vielen verschiedenen Zuschauern.

    Nicht dass ihr diese Offenheit mal zum Verhängnis wird, denkt sich Fenond, als sich nun aber auch endlich mal ein Dunmer an die Theke gesellt.


    Die Bardin Almdroni Nethlas ist ein gern gesehener Gast in Zum spitzen Netch.


    Der kleine dicke Vadeelos Avanndes ist schon seit ein paar Tagen in der Stadt und Gast in der Taverne.


    Es ist Vadeelos Avanndes, ein kleiner dicker Mer, mit einer seltsamen Frisur und Augen, die so weit offen sind, dass man meint, er starre einen immer an.

    Vadeelos Avanndes ist neu in der Stadt und hat seit ein paar Tagen ein Zimmer in Zum spitzen Netch.

    Fenond hat ihn noch nicht gefragt, was ihn gen Balmora geführt hat, aber es hat den Anschein, als wolle er länger bleiben.

    Er wirkt auf Fenond nicht wie einer, der gut mit der Klinge umgehen kann.

    Eher wie einer, der die meiste Zeit hinter einem Schreibtisch verbringt, wie ein Politiker.

    Der kleine Dicke wirkt nett, ist stets freundlich.

    Fast ein wenig zu freundlich für Fenonds Geschmack.


    Fenond Ondyril nimmt sich vor, alsbald herauszufinden, wer Vadeelos Avanndes genau ist und was er in der Stadt will,so er diesen Abend mit den Fremdländern einigermaßen übersteht...

    "Du kannst nicht warten, bis das Leben nicht mehr schwer ist, bevor du dich entscheidest, glücklich zu sein." - Zitat von Nightbirde beim Auftritt bei America´s Got Talent 2021, gezeichnet vom Krebs - gestorben am 19.02.22


    "Nichts hat einen Wert, wenn man nicht dafür gekämpft hat." (zitiert von Enric Milnes aus < Die Alik´r - Zweite Ära>)


    "Niemals tut man so vollständig und so gut das Böse, als wenn man es mit gutem Gewissen tut." (Blaise Pascal, 1623 - 1662)

  • falle_10.png


    Auf Vvardenfell, an der nördlichen Küste nahe Vos, auf dem Anwesen des <Metzgers>…


    Es scheint wahrlich noch nicht vorbei.

    Die Gruppe aus dem Hause Andaai, die leider vergeblich versucht hat, die vom <Metzger> gefangene Llenri Naral zu befreien, hat zwar einen Angriff von Attentätern überstanden, doch droht wohl nun weiteres Unheil.

    Und der Kopf des Übels, Erenos Ulvarom, den alle den <Metzger> nennen, ist nicht da.

    Verschwunden, oder nie hier gewesen.

    Es scheint sicher, dass man ihnen eine Falle gestellt hat.

    Doch hatte man keine große Wahl, wenn man die Gefährtin noch hätte retten wollen.

    So ist es nun wie es ist: Naral ist tot, Voloori verletzt und der <Metzger> fort.

    Da taucht jenes mysteriöse Leuchten aus dem Nichts auf, wird langsam stärker und lässt die Gruppe umgehend in Alarmbereitschaft versetzen.


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    Ein seltsames Leuchten erscheint und versetzt unsere Gruppe in Alarmbereitschaft.


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    Das Leuchten verändert sich, wird zu einer Art Wand, einer Blitzmauer.


    Allen wird klar, dass gleich etwas passieren wird.

    Man bereitet sich auf einen weiteren Kampf vor.

    Das Schimmern und Glühen am Boden verändert sich, wird größer und breitet sich als Wand vor der Gruppe auf.

    Kleine leuchtende Blitze durchzucken diese Wand, diese Blitzmauer, die unsere Abenteurer etwas zurückweichen lässt.

    Selbst Rienna Arle scheint eingeschüchtert, vermutlich, da sie unsicher ist, was da auf sie zukommen könnte.

    Schnell wird klar, dass es sich wohl um ein Portal handeln muss.

    Wohin aber führt es ?

    Und viel wichtiger: wer kommt heraus ?


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    Inmitten jener Blitzmauer taucht eine Gestalt auf, zunähst nur vage erkennbar.


    Da taucht aus eben jenen wild zuckenden Blitzen eine Gestalt auf.

    Erst nur vage wahrnehmbar, doch dann immer besser zu erkennen.

    Es ist eine Mer, eine dunkle Mer.

    Jetzt wird es allen klar: es die, die man die <Dunkle> nennt.

    Die, die schon ein paar Mal auftauchte und augenscheinlich für den <Metzger> arbeitet.

    Eine Vampirin der übelsten und hinterhältigsten Sorte.

    Eine, die Lust daran verspürt, mit ihren Opfern zu spielen, sie zu quälen, statt sie direkt zu töten.

    Das Blut der Lebenden schmeckt umso besser, wenn es zuvor vor Angst pulsiert.

    Todesangst, die sie anzieht, wie der herrliche Duft eines vorzüglichen Mahls.

    So mag die Vorfreude auf eben jenes Blutmahl die Gier danach nur verstärken.


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    Es ist die <Dunkle>, eine listige Vampirin.


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    Sie liebt es, mit ihren Opfern zu spielen und hat auch jetzt eine böse Überraschung parat.


    Unsere Gruppe bleibt im Angriffsmodus, doch keiner traut sich, die <Dunkle> zu attackieren.

    Ist es womöglich gar nur ein Trugbild ?

    Eine Erscheinung ?

    Es scheint so, als sie mit dunkler seltsam verzehrter Stimme zu sprechen beginnt, als wäre sie selbst im Nirgendwo, um sich von dort über die Andaai-Gruppe lustig zu machen.

    Wieder spielt sie mit den Abenteurern, flirtet mit ihnen, ganz so wie sie es liebt.

    Sie steht über den Dingen, beherrscht die Szenerie und zeigt allen, dass sie es ist, die über Leben und Tod entscheidet.

    Wie gerne würde sie sich über den einen oder anderen der Gruppe her machen, um ihnen ihren Lebenssaft aus dem Körper zu saugen, sich an ihnen zu laben.

    Insbesondere Astrotia Blitzschuppe, die selbst eine mysteriöse Aura umgibt und mit ihrer tödlichen Klinge schon so viele Leben genommen hat, scheint einen besonderen Reiz auf die <Dunkle> auszuüben.

    Doch die unheimliche Vampirin hat wohl eine böse Überraschung bereit, als sie Astrotia sanft zu haucht, dass wohl bei jedem ihrer Treffen Blut fließt.


    falle_15.jpg

    Man spürt, dass sich die Wege von Astrotia und der <Dunklen> nochmal kreuzen werden und das es für einen der beiden tödlich enden wird.


    Die Abenteurer begreifen zunächst nicht, was die <Dunkle> meint, als sie davon spricht, dass man doch tölpelhaft in die Falle des <Metzgers> getappt sei.

    Ein wenig enttäuschend sei es, wie leicht es doch war, sie hierher zu locken, weg vom Anwesen der Andaai.

    Da wird es allen plötzlich klar.

    Während man hier weit im Norden Vvardenfells versucht hat, Llenri Naral aus den Klauen des <Metzgers> zu befreien, hat dieser das Anwesen der Andaai angegriffen.

    Zu spät sei es für eine Rettung, klingt es lachend aus der untoten Kehle der Vampirin.

    Während man sich hier unterhält, rollen die Köpfe von Iveffyn Andaai und ihrem Bruder Midyn Andaai, verspricht sie genüsslich.

    Ein weiteres Lachen ertönt, ehe die Gestalt dann wieder verschwindet, zusammen mit jener Blitzmauer.


    falle_16.jpg

    Als die <Dunkle> verschwunden ist, berät man sich, was jetzt zu tun sei, während Dravelyn Voloori sichtlich angeschlagen ist.


    Zu spät, hört man noch einmal, ehe es wieder still wird auf dem Anwesen des <Metzgers> Erenos Ulvaro.


    Zu spät...

    "Du kannst nicht warten, bis das Leben nicht mehr schwer ist, bevor du dich entscheidest, glücklich zu sein." - Zitat von Nightbirde beim Auftritt bei America´s Got Talent 2021, gezeichnet vom Krebs - gestorben am 19.02.22


    "Nichts hat einen Wert, wenn man nicht dafür gekämpft hat." (zitiert von Enric Milnes aus < Die Alik´r - Zweite Ära>)


    "Niemals tut man so vollständig und so gut das Böse, als wenn man es mit gutem Gewissen tut." (Blaise Pascal, 1623 - 1662)

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