Die Magiergilde von Wegesruh

  • Diskussion zum Projekt Die Magiergilde von Wegesruh:

    Zitat
    Die Niederlassung der Magiergilde in Wegesruh befindet sich in Mitten des blühenden Lebens der Stadt. Stolz ragen die hohen Mauern und Türme empor und mögen für so manchen Bewohner einen imposanten Eindruck hinterlassen. Im Inneren riecht es förmlich nach dem Wissen staubiger Bücher. Die Luft knistert vor arkaner Energie, während die Mitglieder der Magiergilde ihren Wissensdurst stillen und Forschungen vorantreiben.
  • Ein Bericht an die Magiergilde




    amulett.png


    Titel: Das Amulett des Abal al Mazzeb

    Autor: Magus Aaravos Arden

    Beteiligte: Maga Aethyra Marethi, Maga Lucienne du Bellay, Gesellin Marion Tremblay, Ghin Khorcisis, Sylvatica Aschehauch, Namir al Rashid

    Gildenniederlassung: Wegesruh

    Ziel: Untersuchung des Legendenstatus des Artefakts

    Methodik: Analyse der Dwemerlegierungen, sowie Transkription der Runenschrift, Hellsichtzauber, weitere Analysen mittels „Animus-Dämpfer“


    Besonderer Dank geht an die Mitglieder vom Haus der Wissenschaft, die das Artefakt geborgen und der Magiergilde zur Untersuchung bereitgestellt haben.


    Einleitung

    Die Ereignisse rund um die Bergung des Relikts setze ich freundlicherweise als der Magiergilde bekannt voraus und verweise in diesem Zusammenhang auf die Berichte von Monsieur Namir al Rashid vom Haus der Wissenschaft. Im Rahmen dieses Berichts soll lediglich die Untersuchung des als das „Amulett des Abal al Mazzeb“ bekannten Artefakts dargelegt werden.


    Begriffsdefinition

    Der Name des Amuletts leitet sich von dem rothwardonischen Gelehrten Abal al Mazzeb ab, der es als erste und bis dato einzige Person etwa um 400 der 2. Ära beschrieb. Schon zu Lebzeiten galt der Rothwardone als verschroben und merkwürdig, seine Forschungen waren teils sehr umstritten. Den Berichten von Abal al Mazzeb zufolge soll es die Erfindung eines Dwemer gewesen sein und seinem Träger praktisch grenzenlose arkane Energie zur Verfügung stellen. Eine Art Seelenstein, aber um etliches mächtiger. Darüber hinaus gab es bisher keinerlei stichhaltige Beweise für die Existenz des Amuletts. Als al-Mazzeb erstmals über das nach ihm benannte Amulett berichtete, schenkte man ihm keinen Glauben, zumal er sich weigerte, handfeste Beweise vorzulegen. Bis heute weiß niemand, ob er das Amulett gefunden oder lediglich aus Dwemerschriften davon erfahren hatte.


    Theorien und Konzepte

    Nachdem einige Forschungsmitglieder das erste Mal Kontakt mit dem Amulett hatten und der Großteil davon das beständige Bedürfnis verspürte, es zu benutzen, war man sich schnell einig, das Relikt in einer magisch-neutralen Umgebung zu studieren. Den dürftigen Informationen zufolge handelte es sich bei dem Artefakt um eine schier endlose Quelle an Magicka-Ressourcen.

    Daher hieß es in Schritt 1, das Artefakt auf die bereits bekannten Fähigkeiten hin zu untersuchen und jene a.) zu bestätigen oder b.) zu widerlegen. Um dies in einer magisch-neutralen Umgebung zu gewährleisten, musste zunächst ein Animus-Dämpfer gebaut werden.

    Das Gerät bestand aus mehreren Elementen und war die Schöpfung verschiedener kluger Köpfe, darunter meiner Wenigkeit, sowie Maga Aethyra Marethi und der Dwemergelehrten Sylvatica Aschehauch. Das Außengehäuse war aus Vulkanglas gefertigt, um etwaige energetische Ausstöße abzuschirmen. Diese Idee stammten vom Gelehrten Ghin Khorcisis. Im Inneren war eine komplexe Installation aus mehreren rotierenden Ringen verbaut, an denen speziell geschliffene Seelensteine zur kontrollierten Abgabe von Magicka angebracht waren. Im Zentrum der Ring-Sphäre schließlich ruhte ein Podest mit zwei Leitsteinen zur Aufbewahrung und Bestrahlung des Amuletts mit Magicka-Strömen. Die Konstruktion aus Dwemermetall war von Madame Aschehauch konstruiert worden. Maga Marethi war zuständig für die nötigen Verzauberungen. Meine Wenigkeit war betraut mit dem Schleifen der Gemmen.

    Aufgabe des Animus-Dämpfers war es, den Ausstoß von unkontrollierter Magie des Amuletts zu regulieren und dadurch dessen mentalen Einfluss auf Umstehende zu minimieren. Gleichsam sollte er ermöglichen, Magicka von außen nach innen einzuleiten, um verschiedene Analysezauber wirken zu können. Durch einen geringen Zufluss an Energie erstmalig in Gang gesetzt, erzeugte der Animus ein Negativ-Feld, durch das keine Magie von innen nach außen dringen konnte. Einem perpetuum mobile gleich versorgte das Amulett das Negativ-Feld beständig mit Magicka, um es aufrecht zu erhalten. Über die speziell verzauberten Dwemerlegierungen hindurch konnten Zauber somit in das Innere des Animus geleitet werden und durch die Leitsteine schließlich direkt auf das Amulett übertragen werden.


    Analyse

    Die Inbetriebnahme des Animus-Dämpfers im Haus der Wissenschaft verlief komplikationslos und zeigte das gewünschte Resultat: Einmal eingedämmt schien das Amulett sich gegen den abschirmenden Einfluss zu wehren und beschoss das Negativ-Feld mit einem beständigen Zustrom an Magicka. Vom Negativ-Feld abgefangen, leitet es die Magicka ins Amulett zurück. Darüber hinaus verspürten die an der Analyse beteiligten Gelehrten und Magier erneut den unstillbaren Drang, sich des Amuletts zu bemächtigen. Trotz der ergriffenen Vorsichtmaßnahmen durch den Animus, sowie weiterer diverse Schutz- und Bannzauber, konnte es seinen psychodelischen Effekt weiterhin ausüben. Die Umstehenden berichteten in nachgeordneten Befragungen stets von dem Verlangen, das Amulett nutzen zu wollen. Etwa zeitgleich wurden erstmals Berichte bekannt, in denen vor allem Poeten und Dichter von einer Dwemer-Schmiede träumten.


    Wir sahen uns daraufhin gezwungen, Anapassungen am Animus-Dämpfer vorzunehmen, doch trotz unserer Bemühungen konnten wir den psychodelischen Effekt des Amuletts nicht abschirmen. Wir waren also gezwungen, die Untersuchungen so kurz wie nur möglich zu halten.


    Währenddessen hatten der Schriftgelehrte Namir al-Rashid und die Dwemerforscherin Sylvatica Aschehauch eine Runenschrift auf dem Amulett studiert, die den beiden Wissenschaftlern zufolge eine Verschmelzung der Dwemer- und Daedra-Schrift darstellte. Maga Marethi und ich konzentrierten uns bei unseren weiteren Untersuchungen schließlich auf dieses Detail. Dass das Relikt unermüdlich Magicka produzieren konnte, hatten wir mit der Inbetriebnahme des Animus-Dämpfers bereits bestätigen können. Doch es galt weiterhin die Frage zu klären, wie es das tat. Der Umstand, dass es psychodelische Effekte aussendete, sowie die seltsame Runenschrift ließen uns zu dem Schluss kommen, dass im Inneren des Amuletts ein Daedra gefangen war. Ein Daedra, der im Moment seiner Rückkehr in seine Heimatebene gefangen wurde – jener Moment, in dem ein Daedra sich neugestaltet. Gefangen in diesem Prozess, der Reinkarnation, zog der Daedra beständig Magie aus seiner Heimatebene, in dem Bestreben, sich neu zu formen.

    Doch dies war lediglich Theorie. Maga Marethi, Gesellin Tremblay und ich wirkten daraufhin verschiedene Analysezauber, unter anderem eine Conclusio-Inkantation. Infolge dessen war es Maga Marethi möglich, zu ermitteln, dass im Inneren des Amuletts tatsächlich ein Daedroth eingeschlossen war.

    Vor dem Hintergrund dieser Bedrohung, die vom Amulett ausging, sah sich das Haus der Wissenschaft außerstande, das Artefakt für weitere Untersuchungen zu verwahren, weswegen es in die Magiergilde überstellt und im Animus-Dämpfer ins Repositorium verlagert wurde.


    Die weiteren Untersuchungen wurden schließlich durch Maga Marethi, Maga Lucienne du Bellay und meine Person durchgeführt.

    In Schritt 2 sollte die Bedrohung durch den Daedroth gebannt werden. Hierfür musste er aus dem Amulett vertrieben und in seine Heimatebene zurückgeschickt werden. Madame Aschehauch hatte indessen in dem Reisebericht eines Ayleiden, der im Kontakt mit dem Rourken-Clan stand, vage Bezüge zum Amulett gefunden und war dieser Spur weiter gefolgt. An der Übersetzung des Ayleidoon war maßgeblich Ghin Khorcisis vom Haus der Wissenschaft verantwortlich.

    In den Texten erwähnte der namenlose Ayleide einen ungewöhnlich dramatischen Vorfall über einen Schmied namens N'gruchak, der gleichermaßen genial wie wahnsinnig gewesen zu sein schien und aufgrund eines besonders abscheulichen Verbrechens mit aller Härte bestraft werden sollte. Es war die Rede von einem nicht näher benannten Artefakt, das "Magie gegen sich selbst richtet". Madame Aschehauch konnte den Namen des Dwemerschmied berichtigen, da es sich bei der in dem Bericht dargestellten Schreibweise um einen Fehler handelte. Der korrekte Name des Schmiedes lautete „Ngruchank“.

    Die Kollegen du Bellay, Marethi und ich stellten die Theorie auf, dass das Amulett vor allem dazu konstruiert wurde, um Magier auszulöschen. Die psychodelischen Effekte hatten sich in der Vergangenheit vor allem gegenüber Zauberwirkern offenbart. Zudem war bei vorangegangen Untersuchungen aufgefallen, dass das Zauberwirken zu einer früheren Erschöpfung führte, was, unter den gegebenen Informationen den Schluss nahelegte, dass der Daedroth in Verbindung mit dem Amulett seinem Nutzer Magie entzog und ihn durch Erschöpfung schließlich zugrunde richtete.

    Im weiteren Verlauf der Untersuchung konzentrierten wir uns also auf die Seelenenergie des Daedroth um a.) zu ermitteln woher er stammte und b.) zu erfahren, wie er an das Amulett gebunden war, damit wir c.) ihn aus diesem entlassen und damit der Bedrohung Einhalt gebieten konnten.

    Für diese Untersuchungen mussten wir das Amulett vom Einfluss des Animus-Dämpfer lösen. Maga du Bellay übernahm während dieses Forschungsstadiums die Abschirmung des Relikts. Maga Marethi, die zuvor bereits die Präsenz des Daedroth ermittelt hatte, leitete mich zu einer Schnittstelle im arkanen Gewebe der Seelenenergie, sodass ich in Kontakt mit dem Daedroth treten konnte. Er war sehr erzürnt ob unserer Versuche, mehr über ihn herauszufinden. Maga du Bellay hatte große Mühen, die energetischen Ausbrüche des Amuletts unter Kontrolle zu halten, denn der Daedroth zersetzte nach und nach die Strukturen ihrer Abschirmungsbarrieren. Ich fand schließlich heraus, dass die Seelenenergie des Daedroth nach Kalthafen lokalisiert werden konnte und der Name des Dwemerschmiedes „Ngruchank“ etwas mit der Versiegelung des Wesens zu tun hatte. Allerdings mussten wir die weitere Untersuchung abbrechen, da er mittlerweile Energie durch den Animus und die Schutzfelder von Maga du Bellay hindurch nach außen kanalisierte. Es gelang mir noch rechtzeitig den Animus-Dämpfer wieder in Betrieb zu nehmen. Maga Marethi brach sich bei dem Magicka-Ausstoß zwei Rippen.



  • Als wir erneut zusammenkamen, hatten wir uns besser vorbereitet. Ich hatte die Werke „Transzendenz und Wesen von außerhalb“ von Magister Arcanto und „Klanglehre und Tonalharmonie“ von Magister Crastrum Udore studiert. Maga Marethi war bei unserer letzten Untersuchung eine seltsame Klangharomie von sich wiederholenden Tönen im Gefüge der Seelenenergie aufgefallen. Maga du Bellay hatte indessen von der Magiergilde Saphir-Foki erstellen lassen, durch die sie ihre Schutzzauber effektiver kanalisieren konnte. Maga Marethi hatte eine Arkane Lupe konstruiert, mit deren Hilfe sie hoffte, das Gewebe der Seelenenergie besser untersuchen zu können.

    Das Verzeichnen der unbändigen Wut des Daedroth im Hinblick auf den Namen des Dwemer kombiniert mit den Erkenntnissen von Maga Marethi ließen mich zu dem Schluss kommen, dass der Daedroth möglicherweise durch seinen und den Namen des Schmieds an das Amulett gebunden war. Laut Magister Arcantos Schriften besitzen Namen große Macht. Während meiner Studienjahre in der heute als „Die Schule der Beschwörung“ bekannten Profession, habe ich selbst oft genug die Erfahrung gemacht, wie ein Daedra, durch seinen Namen gerufen, gebunden und auch entlassen werden kann. Diverse Rituale sind darauf ausgelegt, den Namen des zu beschwörenden Daedra zu kennen.


    Die weitere Untersuchung hatte also zum Ziel, den Namen des Daedroth zu erfahren. Während Madame du Bellay erneut die Abschirmung des Relikts übernahm, sperrte ich die Essenz des Daedroth in einen Ebenentesserakt ein, eine winzig kleine Taschenebene, die nach Nirn gezogen wird. Aus diesem galt es für den Daedroth auszubrechen. Es sollte uns Zeit erkaufen. Währenddessen ergründete Maga Marethi mit ihrer Arkanen Lupe erneut das Gewebe der Seelenenergie. Mit den sorgsam verzauberten Linsen konnten sie nun erkennen, dass um das arkane Geflecht eine Doppelhelix verlief, die die tonalen Schwingungen verursachte. Noch ehe der Daedroth aus dem Ebenentesserakt entfliehe konnte, war es Maga Marethi gelungen die beiden Helix-Stränge zu separieren und ihre Struktur in eine uns verständliche Sprache zu übertragen. Der eine Strang, der die Seelenenergie gebunden hielt, war der Name des Dwemers „Ngruchank“, der Andere, der Name des Daedroth, der hier aus Gründen der Sicherheit nicht niedergeschrieben werden soll.


    Maga du Bellay und Maga Marethi mussten beide große Anstrengungen unternehmen um die immer unkontrollierteren Ausbrüche des Amuletts zu unterdrücken. Mit den Namen, die ihn gebunden hielten, konnte ich schließlich unter Anwendung von Pentakel und Charakter des Daedroth den Geist in einem Entlassungsritual vom Amulett trennen. Der Daedroth entschwand restlos in seine Heimatebene und das Amulett verblieb ohne jeglichen magischen Rückstand zurück. Der Animus-Dämpfer wurde bei der Austreibung des Daedroth bedauerlicherweise vollständig zerstört.


    Schlusswort

    Das Amulett verbleibt weiterhin zur sicheren Aufbewahrung und als Mahnmal für Jene, die sich Kräften außerhalb Nirns bedienen wollen im Repositorium der Magiergildenniederlassung in Wegesruh. Möge es allen eine Warnung sein: Sich mit Daedra einzulassen, fordert immer einen Preis – und dieser Preis ist es niemals wert! Wie viele Seelen das Amulett im Laufe der Jahrhunderte gefordert haben mag, ist schier nicht vollstellbar. Meine vage Hoffnung ist diese, dass eine ähnliche Bedrohung niemals wieder auf dem Antlitz Nirns erscheinen wird.





    Aaravos Arden

  • Dieser Tage fand man am Schwarzen Brett der Magiergilde den Aushang eines langjährigen, wenngleich wenig bekannten Mitglieds der Wegesruher Niederlassung:


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    OOC Infos: Das Spielangebot richtet sich nicht ausschließlich an Spieler der Magiergilde "Wegesruh", sondern ist als Spielangebot für Gelehrtenspiel aus jeglicher Richtung gedacht. Bei Interesse Kontakt hier per PN im Forum oder via Discord (Benutzername: Valdrigue).

  • Neuigkeiten aus der Magiergilde - Nach dem Abenteuer ist vor dem Abenteuer!


    Benry Claverie, der Magister der Gildenhalle von Wegesruh konnte von ein paar neuen Ereignissen aus der Arbeit der Magiergilde berichten.

    Die bretonischen Ohren einiger Magier wurden dabei so Spitz, wie die eines ihrer elfischen Vorfahren:


    Heute Morgen ward die Gilde von einem freudigen Gerücht erfüllt. Es ist nicht etwa eine Entschuldigung der gefürchteten Dreugh, die uns erfreute, sondern die Kunde von einem strahlenden Bergkristall, der aus den geheimnisvollen Tiefen eines Bergwerks ans Licht kam.


    Man erzählt von einem Stein, der die Größe eines Mannes erreicht und dessen Leuchten so rein und intensiv ist, dass es selbst die erfahrensten Bergleute in Staunen versetzt. Wie ein gut gehütetes Geheimnis des Berges, verborgen in einem unscheinbaren Steinbrocken, offenbarte sich dieser Fund als ein Bergarbeiter mit seiner Hacke hineinbrach.


    Die Magier, die das Glück hatten, eine Probe dieses außergewöhnlichen Steins im Chironasium zu betrachten, diskutieren mit leidenschaftlicher Begeisterung über die möglichen magischen Eigenschaften, die ihm innewohnen könnten. Einige unter ihnen glauben gar, dass dieser Stein die Wahrnehmung der Realität verändern kann, während andere mutmaßen, dass er die Gedanken derer beeinflussen könnte, die ihm zu nahe kommen. In ihren Gesichtern spiegelt sich die Vorfreude wider, die nur die Aussicht auf eine neue Entdeckung mit sich bringen kann.


    Lasst uns auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass es sich am Ende nur um einen besonders schönen Schmuckstein handeln könnte, der einer Frau großes Glück bringen wird, wenn er in einen Ring oder Anhänger gefasst wird. So oder so, die Freude über diesen Fund ist unbestreitbar.


    Doch das ist nicht die einzige frohe Botschaft, die die Gilde zu berichten hat. Man hat neue Dwemerruinen entdeckt, die darauf warten, entschlüsselt zu werden. Ein gut erhaltener Hochofen, der Teil dieser Anlage ist, weckt die Hoffnungen der Forscher auf wertvolle Erkenntnisse über die Dampftechnologie der Dwemer. Gerüchte besagen, dass die Magiergilde bereits Gespräche mit einem Grabungsunternehmen aufgenommen hat, um eine systematische Begehung der Ruinen zu planen. Diese Entwicklungen könnten nicht nur unser Verständnis der Ingenieurskunst der Dwemer erweitern, sondern auch neue Perspektiven auf die magischen und technologischen Synergien ihrer Zeit eröffnen.


    Nach den langen Kämpfen gegen dunkle Herren scheint sich die Gilde wieder ihren Wurzeln widmen zu können.

    Die Suche nach Wissen und verlorener Geschichte.

  • Der Zauberstab ist zerbrochen


    Hector Ambassador saß in dem großen Lehnstuhl am Kamin, die großohrige Wächterkatze der Magiergilde auf seinem Schoß. Der Besuch war noch nicht lange fort. Wer war es noch gleich gewesen? Ein Fürst. Fürst …

    Der Name wollte ihm nicht mehr einfallen. Mit jedem Tag zerfaserten seine Gedanken ein wenig mehr, und in seinem Verstand herrschte immer häufiger gähnende Leere. Ganze Schubladen in seinem Kopf standen leer. Und er war müde. So unendlich müde.


    Er hatte ein langes und erfülltes Leben gelebt. Er hatte ein letztes großes Abenteuer bestanden, an der Seite großartiger und mutiger Verbündeter. Er hatte sein Lebenswerk vollendet, und am Ende hatte er zum Untergang jener Frau beigetragen, die er sein Leben lang verfolgt hatte. Arana av Valatar. Obala Atar. Amaure von Strang. Die Hexe der Wildnis.


    Aethyra und Thaenion hatten die Stube längst verlassen. Das Feuer knisterte ruhig und gleichmäßig im Kamin. Hector Ambassador dachte an seine Frau, den einzigen Lichtfunken in den Tiefen seines Verstandes, der ihm stets greifbar geblieben war. Martha … seine geliebte Frau.

    „Martha …“, sagte er leise. Seine Stimme war dünn, doch ein sanftes Lächeln lag auf seinem Gesicht. „Der Zauberstab ist zerbrochen. Jetzt ist es aus mit der Zauberei.“


    Die großohrige Katze schnurrte zufrieden, während sie zusammengerollt auf den Beinen des alten Mannes lag. Hectors Kopf sank gegen die Lehne des Stuhls. Sein Atem wurde flacher, immer flacher. Irgendwann hörte er auf zu atmen.


    Dann war er wieder bei seiner geliebten Martha …

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