Der Orden der Hexenjäger

  • Die Meereselfe


    Lysia Nereus. Maormerpiratin. Paktschließerin. Gefangene der Hexenjäger…. Ex-Gefangene.

    Nachdem die Gefährten Shael, Eric, Llovryn und Solyana die Maormer auf ihrem Schiff gestellt hatten wurden sie von einer Bande Riffbewohner attackiert und beinahe überwältigt. Die hochelfische Alchemistin Shael war ihre bindende Kette losgeworden und aus Eric Howe ein Schatten hervor gebrochen der die seltsame Meeresbrut überwältigte, die Maormer gefangen nahm und mit ihr entschwand. Währenddessen tobte im Hafen ein Feuer das die Gruppe in dem Versuch gelegt hatte die Maormer abzulenken. VERSUCHT! Hatte nicht so gut geklappt…


    Eric war von der Maormer mit ihrem Messer durchbohrt worden und als die Fischhäutige verschwand brach das durch Paktmagie erschaffene Schiff auseinander und versank in einem Strudel aus Farben und Gischt im Meer. Alles in allem ein ziemliches Desaster! Aber die Piratin war zumindest gestellt worden!

    Mit Hilfe der Hexe Nehelia gelang es den Gefährten dem nassen Grab zu entkommen und in der Kaserne der Hexenjäger in Wegesruh wurde Eric notdürftig zusammen geflickt um den Transport zur Feste des Ordens zu überstehen. Er war ziemlich übel zu gerichtet und was immer die Wunderheilung beim letzten Mal ausgelöst hatte, schien dieses Mal nicht zu funktionieren.

    Dort angekommen kümmerte sich Heiler Llovryn über mehrere Tage hinweg überschwänglich fürsorglich um seinen geschundenen Patienten (er hatte dem Offizier sogar Bettruhe auferlegt!), während Solyana Hinweisen nach ging. Und Shael… Ihre Ketten war sie losgeworden und doch zurückgekehrt. Was die Zukunft für die Altmer bereit hielt stand in den Sternen.


    Die Meereselfe indes fand sich in einer Zelle im Kerker des Ordens wieder, wo sie den zermarternden Kräften der Almuna ausgesetzt wurde, die in den Verstand der Mer eindrangen und deren Ängste, Sorgen und dunklen Gedanken nach außen kehrten um aus ihr die Informationen zum Verbleib der Hexe Morgaz zu entlocken. Die Almuna war auf der richtigen Spur, letzten Endes konnten sie den starken Willen der Elfe jedoch nicht brechen. Es bedurfte das weit weniger drastische Verhandlungsgeschick von Shael, Llovryn und Eric. Sie kamen zu einer Übereinkunft: Die Piratin sollte frei gelassen und einen Vorsprung von zwei Tagen erhalten – ehe die Hexenjäger sie erneut jagen würden. Im Austausch erhielten die Gefährten den Standort des Unterschlupfs der Hexe.

    Gesagt, getan. Lysia hatte bereits das Schloss zur Zelle geknackt und trat hinaus, als der Handel geschlossen wurde, markierte den Ort auf einer Karte und wurde von Eric schließlich zu einer Falltür geführt die in die Kloake führte. Nach einer letzten Schäkerei zwischen ihr und Shael entschwand Lysia in dem dunklen, stinkenden Loch das normalerweise für Abfälle, Leichname und dergleichen genutzt wurde. Eric schloss die Luke und informierte die Wachen. Dumm nur das er vergessen hatte das Maormer hervorragende Schwimmer waren und ihre eigene Form der Wassermagie beherrschten… Aber immerhin hatten sie die Information die sie so dringend brauchten!

  • Heckenzauber und Lügenmärchen


    Dies war also das Ende.

    Morgaz gra-Pandrum hatte das Wissen ihrer fünf Grimoires zurückerlangt und damit die Macht von fünf Hexenzirkeln des Reiks aufgenommen. Im Austausch für deren Leben. Fünf Zirkel auf einen Schlag vernichtet, Zirkel, die ein Netz aus Lügen und Intrigen gewoben hatten, um die Mutter der Hexen zu verbannen und deren Wissen ihr vor zu enthalten. Eine Hexe die bleibt, entschwunden in andere Ebenen. Es hätte sich nach einem Sieg anfühlen müssen. Dennoch blieb der herbe Beigeschmack einer Niederlage und die nagende Ungewissheit ob der Wahrheitstreue des Hexen-Schwurs. Würde die Ork-Schamanin Tamriel fernbleiben? Würde sie nie wieder kehren?

    Im Orden war man sich jedenfalls sicher, dass die Vernichtung von fünf Hexenzirkeln allemal die bessere Entscheidung gewesen ist. Morgaz war da das kleinere Übel. Und solange sie nie wieder kehrte, stellte sie auch keine Bedrohung dar. Wenn da doch nicht immer dieses Wörtchen „wenn“ wäre…


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    - Die Hexenjäger finden den Unterschlupf der Hexe -


    In der Magiergilde feierte man die Rückkehr von Magistra Velynea die ein Opfer der Hexenzirkel geworden war und als deren Marionette im Kampf gegen die Hexenjäger fungierte, von ihrer Besessenheit durch die Gefährten jedoch erlöst werden konnte. Die Hexenjäger durchkämmten die alten Ork-Ruinen in Wrothgar, jenen Ort an dem sich Morgaz verborgen hielt, fanden aber keine Spuren mehr der Hexe oder ihrer Diener. Auch die zurückgebliebenen Grimoires, die Nehelia mittels Blutschwur von Eric abverlangt hatte, waren verschwunden. Es war, als hätte es Morgaz, die Hexen aus dem Reik und ihre Geschäfte und all das nie gegeben. Die Höhlen waren still, verlassen und leer. Shael, Solyana, Llovryn und Eric kehrten zur Festung des Ordens zurück, um ihre Wunden zu lecken und sich eine Auszeit von den Strapazen der letzten Tage zu nehmen. Vieles war geschehen, was sie verarbeiten und überdenken mussten. Ihre Pläne waren nicht aufgegangen und am Ende hatte sich alles ganz anders dargestellt, wie sie es bisher angenommen hatten. Aber die Frage blieb: Was war eigentlich die Wahrheit? Hatten sie sich richtig entschieden?

    Eric war fest entschlossen gewesen die Hexe Morgaz zu töten, gemeinsam mit Solyana und den anderen hätte er dies sicher auch bewerkstelligen können und doch hatte diese seltsame, fremde Macht ihn wieder übermannt und durch ihn hindurch dem Pakt mit der Ork zugestimmt. Eine Macht, die er nicht verstand und die er langsam zu fürchten begann. Fragen die nach Antworten verlangten. Fragen die jedoch später beantwortet werden mussten.


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    - Doch der Eingang ist versperrt! Nehelia, Cordè und Solyana können die Barriere jedoch lösen -


    Wie sollte es jetzt weitergehen? Waren die Zirkel Geschichte? Konnte Llovryn wieder nach Hause zurückkehren, um seinen Vater in die Arme zu schließen? Die Hexe Morgaz meinte das die von den Schatten entführten zurückkehren würden, sobald die Hexenzirkel vernichtet wären. Würde Shael weiter für den Orden als Alchemistin arbeiten? Deckten sich ihre Vorlieben bei der Arbeit mit den Vorstellungen des Ordens? Und Solyana? Ein Paladin ohne Orden. Sie hatte ein Stück ihrer Vergangenheit aufgedeckt, doch wie sah ihre Zukunft aus? Die Zeit sollte es zeigen…


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    - Morgaz gra-Pandrum, die Mutter der Hexen -

  • Das Ende

    Nehelia war so schnell geflogen wie es ihre Flügel zugelassen hatten. Für gewöhnlich bevorzugte sie die Gestalt einer Krähe, wenn sie reisen musste, deses mal jedoch war es die Zeit die drängte, weswegen sie die Gestalt eines stärkeren und schnelleren Adlers angenommen hatte. Morgaz war keine gewöhnliche Sterbliche, daher würde ihr Tod nicht lange andauern. Wie Umaril der Ungefiederte aus den Legenden war auch sie "halbdaedrischer" Natur. Was immer das auch bedeuten mochte. Nehelia kannte das Geheimnis dieser Art der Magie nicht, doch sie wusste, dass ihr Geist wie ein Daedra zu ihrer Taschenebene im Reich des Vergessens zurückkehrte um ihre Hülle neu zu Formen, damit sie alsbald wieder auf Nirn wandeln konnte. Dies konnte nur verhindert werden, indem die Macht der wiedergewonnenen fünf schwarzen Grimoires genutzt wurde, um sie endgültig auf ihre Ebene zu verbannen. Der Klan der fünf Zirkel kannte ihren wahren Namen. Den Namen den die Schamanin trug, bevor sie zu durch Trinimacs Transformation zu Morgaz wurde und dieser Name war es, welcher ihnen Macht verlieh. Als Nehelia wieder bei ihrem Klan, den Holzkrähen, angekommen war, wurde sie direkt von der Ältesten, Drianna in Empfang genommen und übergab ihr die Bücher, welche die Hexenjäger der geschlossenen Abmachung zufolge zurückgelassen hatten. Nun wartete sie in ihrem Zelt darauf, dass die große Versammlung begann. In der Stille rief Nehelia nochmal die Geschehnisse in ihrem Kopf ab. Als die Hexenjäger die Gruft der Schamanin betreten hatten, war sie nah genug dran geblieben um ein mögliches Entschwinden von Morgaz zu spüren aber weit genug weg um die fünf Zirkel zu warnen, sollten die Hexenjäger scheitern. Als sie spürte wie die Energien von Morgaz verstummten wusste sie, dass es getan war. Sie hatte jedoch gewusst, dass die Hexenjäger planten sie zu verraten, sobald Morgaz Geschichte war. Nun, nicht unbedingt "gewusst" aber sie konnte es intuitiv erahnen, dass sie die Abmachung brechen und die Bücher stehlen würden. Also hatte sie die Schutzrunen gegen die Schattenmagie etwas modifiziert, sodass sie quasi eine Überreaktion gegen die eigenen Schatten der Hexenjäger auslöste, sobald Nehelia sie aktivierte. Das hatte zur Folge, dass es die eigenen Schatten waren, welche die Krieger an Ort und Stelle banden. So war es der Junghexe möglich den geschlossenen Deal neu zu verhandeln und dieses mal mit Blutmagie zu besiegeln. Aus diese Weise war Eric Howe dazu gezwungen ihr die Bücher zu überlassen, da er ansonsten sterben würde. Ein mit Blutmagie geschlossener Handel war erbarmungslos. Egal wie mächtig man auch war: wer einen solchen Handel brach, der musste sterben. Ein genialer Schachzug seitens der Junghexe. Nehelia sah auf, als sie Geräusche vernahm und jemand ihr Zelt betrat. Es war Ganglethe, eine weitere Schülerin von Drianna und ihre Konkurrentin um den Platz der Zirkelältesten der Holzkrähen, sobald dieser frei wurde. Dennoch verband sie beide ein geschwisterliches Band, was auch der Grund war, warum Adrian, ihr Dornenherz-Krieger, sie hat eintreten lassen. "Was machst du hier ganz allein? Du solltest beim Fest sein und dich feiern lassen. Immerhin hast du uns die Bücher zurückgebracht. Wenn dich das nicht zur Zirkelältesten macht, dann weiß ich auch nicht." Nehelia lächelte leicht. "Ist das Neid, den ich da aus deiner Stimme höre? Wenn ich mich richtig erinnere, gab es nichts dass dich davon abgehalten hätte, diese Mission selbst anzunehmen.", erwiderte sie. Ganglethe zuckte mit den Schultern und ließ sich neben Nehelia auf die Pritsche nieder. "Zugegeben hatte ich gehofft du würdest versagen und dabei sterben. Dann hätte ich Drianna ermordet, die Kontrolle über die Holzkrähen an mich gerissen und mich Morgaz unterworfen, wodurch wir wieder in ihrer Gunst gestanden hätten.", erläuterte sie gelassen. Nehelia hob nichtssagend eine Braue und sah sie einfach nur an, woraufhin die andere Junghexe in schallendes Gelächter ausbrach."Du müsstest mal dein Gesicht sehen! Du musst unbedingt lernen einen Witz zu erkennen. Ich bin froh, dass dein Plan funktioniert hat. Und ich bin froh, dass du überlebt hast. Ohne dich wäre es hier langweilig geworden... aber ich werde trotzdem noch versuchen dich zu übertrumpfen und Zirkelälteste zu werden." Nehelia rollte lediglich mit den Augen; "Wie weit sind sie denn jetzt? Haben sie die Vorbereitungen abgeschlossen?", fragte sie und Ganglethe nickte. "Ich denke ja. Drianna wollte, dass ich dich holen komme. Sie warten am großen Platz." Nehelia sprang auf; "Und dann hältst du mit mir hier noch ein gemütliches Pläuschchen?!" Ganglethe schien sich von ihrem Ausbruch nicht beirren zu lassen. "Ich finde die große Heldin der fünf Zirkel kann sich ruhig etwas Zeit lassen. Immerhin gäbe es uns ohne dich nicht mehr.", erklärte sie. "Quatschkopf! Du willst nur, dass ich einen schlechten Eindruck mache! Gehen wir!"

  • Bei der großen Versammlung angekommen, standen Drianna und die anderen Zirkelältesten bereits auf ihren steinernen Podesten, von denen sie aus auf die verschiedenen Klans hinunter sahen. Ihre Schülerinnen standen bereits hinter ihnen und so nahmen auch Nehelia und Ganglethe ihre Stellungen ein. Im Vorbeigehen nickte Drianna ihr wohlwollend zu und eine Woge der Zuneigung stieg in Nehelia auf. Drianna war immer wie eine Mutter für sie und Ganglethe gewesen und sie stolz gemacht zu haben war ein unbeschreibliches Gefühl. Es war Drianna, welche vortrat um eine Ansprache zu halten: "Meine Kinder der fünf Zirkel. Es ist mir eine große Freude euch verkünden zu dürfen, dass unser Plan mit Erfolg gesegnet wurde. Morgaz ist vernichtet worden und...", weiter kam sie erstmal nicht, da sich ein Schwall von Jubelrufen erhob um die Ältesten für ihre Weisheit zu loben. Es brauchte einige Sekunden um die Mengen wieder zu beruhigen. "Ja, Morgaz ist tot. Dies verdanken wir den gemeinsamen Anstrengungen aller, welche bei der Verfolgung unseres Plans mitgewirkt haben. Allen voran meiner Schülerin, Nehelia." Erneut kamen Jubelrufe auf, welche dieses mal ihr galten. Wieder schenkte Drianna ihr ein warmes Lächeln und wandte sich dann wieder der Menge zu. "Doch ist die Arbeit damit noch nicht getan. Wir alle kennen die Natur der Ork-Hexe und dass sie nicht endgültig vernichtet werden kann. Daher haben die Zirkelältesten und ich eine Methode ersonnen um ins endgültig von ihr zu befreien. Mithilfe des Wissens vorangegangener Generationen großer Hexen, versiegeln wir Morgaz in ihrem eigenen Reich und verhindern ihre Rückkehr nach Mundus... bringt die Bücher.", wies sie an, woraufhin fünf Dornenherz-Krieger mit den Büchern an die Seite der Ältesten traten und ihnen die Grimoires darboten. "Möge dies nun ein Akt des Zusammenhalts der Fünf sein, welcher uns sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Zukunft Wohlstand und Frieden sichert. Meine Schwestern, beginnt den Zauber." Dann schlugen die fünf Ältesten die Bücher auf und begannen einen Singsang an Beschwörung, welche alsbald die Luft vibrieren ließen. Jeder konnte es spüren, ob magiebegabt oder nicht. Es herrschte eine Totenstille. Dann durchbrach ein Schrei ebenjene Stille und alle Köpfe ruckten zu dessen Quelle. Yira, die noch junge Zirkelälteste des Erdwurmklans wurde von einer ganzen Schwar Fleischfliegen vor ihrer aller Augen zerfetzt, bis innerhalb weniger Sekunden nichts mehr von ihr übrig war. Panisch schaute sich Nehelia nach dem Ursprung des Angriffs um, konnte jedoch keinen ausmachen. Dann erhob sich der nächste Schrei, als Beera, vom Feuerwolfsklan in Flammen aufging, Flammen, welche direkt aus ihrem Grimoire entstiegen. "Was zum Reich des Vergessens..." entfuhr es Nehelia, als auch aus den anderen Büchern furchtbare Plagen hervorbrachen. Eine gigantische Spinne befreite sich aus Varanas Buch und zerfleischte sie innerhalb von Sekunden und seltsamer hellblauer Nebel nahm Rangda die Luft zum Atmen. Richtige Panik brach dann aus, als die Plagen sich nun gegen die Schülerinnen richteten, als die Zirkelältesten tot waren. Nehelia hatte kaum Zeit ihre Gedanken zu sortieren als eine Dunkelheit sich aus dem Buch der Holzkrähen erhob um sie, Ganglethe und Drianna zu verschlucken. Letztere jedoch wob einen mächtigen Schild um sie. "Drianna! Was geht hier vor?!", rief Ganglethe ängstlich über die panische Schreie sterbender Menschen hinweg. "Wir sind getäuscht worden! Die Bücher wurden von Morgaz verflucht! Und nun bestraft sie uns für unseren Verrat!", erklärte die einzig überlebende Älteste ruhig, während eine Schülerin nach der nächsten den Plagen zum Opfer fiel. "Drianna, ich hatte keine Ahnung! Ich wusste nicht, dass...", begann Nehelia, welche mitansehen musste, wie dir Plagen sich nun gegen den Rest des Klans wanden, nachdem alle Hexen tot waren. Ohne ihre Anführerinnen starben Männer, wie Frauen und Kinder auf grausamste Weise, während sie zu flüchten versuchten. Lediglich die Dunkelheit aus dem Grimoire der Holzkrähen konnte Drianna noch zurückhalten. "Ich glaube dir Nehelia, doch dafür haben wir keine Zeit! Dieser Fluch wird unser aller Ende sein, wenn wie jetzt nicht reagieren. Für die Zirkel, den Klan und mich ist es zu spät. Doch Ganglethe und du, ihr könnt überleben. Baut euch eine neue Zukunft auf und bestraft jene, die uns hintergangen haben." Es brachte nichts ihrer Mentorin Dies ausreden zu wollen. Das wussten sie beide. Es war zu spät, sie konnten nichts mehr tun. Daher nahmen sie sich beide an die Hand und murmelten hastig Beschwörungen, Portale, welche sie zunächst ins Reich des Vergessens führen würden, wo die Flüche ihnen hoffentlich nicht folgen würden. Es brauchte quälend lang, bis diese endlich standen und Nehelia konnte spüren, wie Driannas Kräfte nachließen. Im Getümmel konnte Nehelia dann noch rotes Haar erspähen, ein Dornenherz-Krieger, welcher gegen eine riesige Spinne kämpfte. "Adrian!", schrie die Junghexe in dessen Richtung und hielt ihm ihre freie Hand hin. Der Krieger schlug die Bestie nieder und sah in ihre Richtung. Ohne ein weiteres Wort rannte er durch die Schatten zu ihr, geschützt von seiner eigenen Magie und ergriff ihre Hand. Dann verschwand das Trio in die Weiten des Schicksals und das Letzte, was Nehelia hinter einem Schleier aus Tränen sah, war wie der Schutzschild von Drianna zusammenbrach, welche zufrieden zurückblicke und sah, wie ihre Schülerinnen in Sicherheit verschwanden.

  • Die Reihen aufstocken


    Nachdem die Hexe Morgaz und die Clans aus dem Reik Geschichte schienen, musste sich der Orden der Hexenjäger wieder der Bedrohung durch die Dreugh widmen, die weiterhin eine Gefahr für die Stadt darstellten. Die Kommandantin wandte sich dafür an die Magier- und Kriegergilde in Wegesruh um dort um Hilfe zu bitten, eine Entscheidung die der Eisernen Lady sicher nicht leicht gefallen sein dürfte. Dennoch vermochte der Orden dem Vormarsch der Dreugh nur noch schwerlich Einhalt zu gebieten und so blieb keine Zeit für falschen stolz. Sie mussten etwas unternehmen und Kommandantin Lorans war sich sicher das Orden und Gilden gemeinsam der Sache gewachsen waren.


    Unerwartet trafen neue Rekruten ein, darunter eine Khajiit namens Ahjara. Diese hatte ein altes Flugblatt der Hexenjäger gefunden und war dem Aufruf sich einer gerechten Sache anzuschließen gefolgt. In der Amtsstube der Hexenjäger traf sie auf die Kommandantin, die sie nach einem kurzen Gespräch aufforderte mit ihr in das von Dreugh besetzte Gebiet zu ziehen um dort ihr Kampfesgeschick unter Beweis zu stellen. Denn Ahjara machte auf die Kommandantin durchaus den Eindruck als könne sie sich ihres Fells erwehren. Die Rüstung war abgewetzt und hatte bessere Tage gesehen. Doch sie, sowie Schwert und Schild, zeugten von einem Leben des Kampfes.


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    - Ahjara und Vivienne treffen sich bei Dreughseit -


    Ahjara war direkt nach ihrem Gespräch mit der Kommandantin nach Dreughseit aufgebrochen und hatte die Zeit genutzt die Umgebung zu erkunden und erste Analysen zu ihrem Gegner zu erheben. Diese stellte sie der Kommandantin auch sogleich vor, als Vivienne zum vereinbarten Zeitpunkt auftauchte, und beeindruckte die Bretonin durch präzise Beobachtungsgabe. Schließlich kam es zum Kampf. Ahjara schlug schnell, wendig und erbarmungslos zu und so lag der Dreugh rasch tot zu ihren Füßen darnieder.


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    - Dreughseit ist von den Dreugh vollkommen überrannt -


    Vom Kampfgeschick der Khajiit ehrlich beeindruckt bot die Kommandantin ihr an dem Orden beizutreten und Ahjara folgte dem Ruf. Beide begaben sich zurück in die Stadt, in die Kathedrale die den Acht geweiht war. Unter den wachsamen Augen der Göttlichen schwor Ahjara den Eid und wurde schließlich als Rekrutin in die Zunft der Monsterschlächter aufgenommen. Mit einem Geleitbrief schickte die Kommandantin sie ins Lager der Hexenjäger nahe der Stadt, wo Ahjaras neues Leben beginnen würde.


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    - Ich schwöre – zu Glauben, an Stendarr den Gott der Gnade und an all seine Gebote. Ich schwöre gerecht zu sein, auf das mein Urteil stets unfehlbar sein wird. Ich schwöre die Ordnung zu bewahren und Recht und Gesetz zu ehren. Ich schwöre die Wahrheit zu sprechen und nichts als die Wahrheit.

    Ich schwöre auf den Großmeister, unser Licht in der Finsternis. Unser Führer im Glauben und auf dem rechten Pfad. Denn durch die Führung des Großmeisters, des Erwählten von Stendarrs Gnade, werde ich den Glauben an die Acht wahren. Durch seine Führung wird mein Urteil Gerechtigkeit bringen. Seine Weisheit schafft Ordnung im Chaos. Durch ihn werde ich stets die Wahrheit erkennen.

    Meister Esharoth ist die Magie gegen die Magie. Und wir, seine Jäger, der Stahl gegen den Stahl. Wir sind das Bollwerk das die Völker Tamriels vor den Feinden des Lebens und allem Unheil verdorbener Zauberei beschützt. Heil ihn, dem Großmeister des Ordens. -

    Ahjara schwört den Eid der Hexenjäger



  • Vor den Toren des Ordenshauses wurde eine Schriftrolle aus edlem Pergament abgelegt. Im Wachs, mit dem die Schriftrolle versiegelt worden war, war das Symbol eines eisernen Handschuhs, um den sich eine Schlange wandte. An wen das Schriftstück gerichtet war, blieb offen. In schwungvoll eleganten Buchstaben stand lediglich ein einzelner Satz auf dem Pergament niedergeschrieben ...


    Bereit für ein neues Spiel?

  • Nächtliche Patrouille


    Es war in etwa Mitternacht, als Ajahra über die Brücke ging die den Marktplatz und die Magiergilde miteinander verband. Dort sollte sie einen Mann namens „Adrien Gelves“ treffen. Der Quartiermeister hatte sie ihm für die Nacht zugeteilt. Es ging wohl um eine Patrouille. Was zunächst nach ödem Wachdienst klang, entwickelte sich sehr schnell zu einer hitzigen Jagd:


    Auf dem Marktplatz wurden beide Hexenjäger einer Auseinandersetzung gewahr. Eine Bretonin, genauer gesagt die Schankmaid aus der Taverne „Zur Trüben Neige“, wurde von einem fiesen Kerl bedroht. Es stellte sich schnell heraus das es sich bei dem Rüpel um einen Vampir handelte, der die Dame bedrohte. Die Hexenjäger schritten ein und es entbrannte eine Kampf, gefolgt von einer Verfolgungsjagd, die sie in die Kanalisation von Wegesruh führte. Auf ihrem Weg dorthin trafen sie auf einen Silberritter der ebenfalls hinter dem Vampir her war und Informationen besaß denen nach eine Meute Vampire sich in der Stadt niedergelassen hatte.


    In den feuchten, dunklen Gängen der Kanalisation konnten Gelves und Ajahra durch die Einnahme eines Trankes „Schwarzer Kiwi“ die Fährte des Vampirs aufnehmen. Als sie das Versteck der Untoten fanden, war es jedoch leer. Der Vampir den sie verfolgt hatten musste die Meute wohl gewarnt haben. Gelves jedoch war sich sicher, dass sie schon länger fort waren. Denn der Geruch der von ihnen zurückgeblieben war, war nicht mehr frisch, die Spuren ihres Hierseins verwischt. Der Silberritter brach die Jagd nicht ab und verschwand ohne ein weiteres Wort.


    Der dienstältere Hexenjäger schickte Ajahra zur Kommandantin um Bericht zu erstatten und eine Säuberung zu beauftragen. Währenddessen stattete er Orlionne einen Besuch ab, die nach dem Vampirangriff von Wachen in Obhut genommen wurde. Der Vampir hatte ihr „arglose Bürgerin“ aufgelauert und wollte sie umbringen. Sie selbst hatte keinerlei Ahnung warum und weswegen. Sie war außer sich, schwang zwischen Angst und Zorn hin und her. Der galante Adrien eskortierte sie nach Hause und versprach, dass man sich darum kümmern würde.

  • Das Haus der Heiler


    Die Bürger der Stadt atmeten auf als erste Gerüchte über ein Heilerhaus in der Stadt kursierten. Die Ereignisse der Vergangenheit hatten die Bewohner von Wegesruh schwer gebeutelt und so war der Wunsch groß eine Gelegenheit zu haben sowohl körperliche als auch seelische Leiden lindern zu lassen. Doch Alchemisten, Kräuterkundler, Hebammen, Waideler und andere Berufe waren mit den Durchsuchungen vertraut die ihr Metier nach sich zogen. Auch das Heilerhaus blieb davon nicht verschont.


    Es war ein vergleichsweise schöner Tag. Die Sonne schien und die Straßen waren lebendig. Die Bürger der Stadt gingen geschäftig ihrem Tagwerk nach, als drei Abgesandte des Ordens der Hexenjäger die Praxis betraten. Es war vergleichsweise dunkel in dem großen Haus in dem drei Frauen ihren Geschäft nachgingen. Ajahra und Shael waren Adrien Gelves für die Durchsuchung zugeteilt wurden. Shael um Kräuter, Substrate und alchemistische Komponenten zu untersuchen und die Praxis auf etwaige Verstöße dahingehend zu durchleuchten, Ajahra um Gelves bei der Sichtung der Räumlichkeiten und Papiere unter die Arme zu greifen.


    Man wurde höflich in dem Etablissement empfangen und Adrien rasch zur behandelnden Ärztin geführt. Eine Dunmer mittleren Alters, schätzte Gelves. Wobei das bei Elfen ja eher schwierig festzulegen war. Die Leiterin des Hauses zeigte dem Hexenjäger bereitwillig alle benötigten Dokumente: Eine Betreiberlizenz, Geschäftsbücher als auch Inventarlisten der Dinge die sie zur Behandlung der Bedürftigen brauchten.


    Währenddessen ging Shael, statt zu arbeiten, ihren Privatangelegenheiten nach und versuchte ein Abführmittel zu erstehen das sie ihrem dunmerischen Kollegen Davros Aren verabreichen wollte, um seinen wachsamen Blicken für einige Stunden zu entgehen. Die Verkäuferin hinter dem Tresen stellte ihr einige Präparate vor, doch das Stärkste gab es nur auf Verordnung der Ärztin hin. Kurzerhand unterbrach Shael Adrien in seinem Gespräch mit dieser, der sich gezwungen sah die Altmer zu maßregeln. Ob die Altmer die Maßregelung annahm war jedoch fraglich. Jedoch ging sie wieder und störte nicht länger die Befragung.


    Ajahra wurde unterdessen von der Krankenschwester Drakna herumgeführt. Ihr wurden Papiere, Rechnungen und Listen übergeben, die die Khajiit rasch aber gründlich durch ging. Dabei legte sie eine eigenartige Präzession an den Tag, als wäre ihr der Umgang mit Dokumenten nicht fremd. Ajahra bestand darauf das in den Listen erwähnte „Labor“ zu inspizieren und wurde daraufhin bereitwillig von Drakna hinunter in den Keller geführt. Der Großteil der Waren war noch in Kisten verpackt. Weder damit, noch mit den Laborgegenständen gab es etwaige Beanstandungen.


    Adriens Amulett hingegen schlug aus und er entdeckte sowohl an der Ärztin, als auch im Stockwerk über sich magische Signaturen. Die Ärztin trug ein Amulett das mit einem Schutzzauber versehen war, wie sie meinte. Sie hätte es vor vielen Jahren geschenkt bekommen und es hingen schöne Erinnerungen daran. Der Hexenjäger verlangte daraufhin ins Obergeschoss geführt zu werden, was sie zunächst ablehnte. Freundlich aber bestimmend machte er ihr klar, dass er andernfalls mit einem Beschluss wieder kommen musste und sie dann keine Wahl hatte ihm die Räumlichkeiten „freiwillig“ zu zeigen. Sie stimmte schließlich widerwillig zu und führte ihn hinauf.


    Die Räume oben galten dem Privatleben der Dunmer und ihrer Tochter. Die Tochter war eben jene junge Krankenschwester Drakna. Eine Kaiserliche. Frau Doktor erklärte, dass sie adoptiert sei, die Geschichte dahinter jedoch zu lang wäre um an einem Tag erzählt zu werden. Gelves ließ sie gewähren und verlangte die Herausgabe der von ihm erspürten magischen Gegenstände.


    Es handelte sich dabei um einen Magierstab und zwei Zauberbücher. Die Bücher beschäftigten sich mit Illusionen und Beschwörungen von niederer Stufe, wohingegen das zweite Buch von höheren Zerstörungszaubern handelte. Die Leiterin des Hauses erklärte, dass sie in jungen Jahren in ihrer Heimat Magie studierte, ihr Talent aber nie gereicht habe um in Shad Astula aufgenommen zu werden. Gelegentlich beschäftigte sie sich jedoch auch heute noch in ihrer Freizeit mit der Magie, allein zum Zwecke der Selbstverteidigung wie sie betonte.


    Adrien ließ ihr die Gegenstände und verkündete das die Durchsuchung damit beendet sei. Unten wieder angekommen holte er sich die Berichte von Shael und Ajahra ein, die ebenfalls keine Beanstandungen hatten. Der Hexenjäger bedankte sich bei den Mitarbeitern des Heilerhauses und führte seine Leute hinaus.

  • Ein unscheinbarer Brief in einem grauen, an einigen Stellen durchnässten Umschlag wird bei der Unterkunft der Hexenjäger in Wegesruh abgegeben. Das Papier ist billig und riecht nach Gosse. Dafür ist die Schrift erstaunlich klar.



    Hochgeschätzte Mitglieder des ehrwürdigen Ordens der Hexenjäger,


    mit tiefer Besorgnis und einer Dringlichkeit, die den Pulsschlag der Zeit selbst zu umarmen scheint, wende ich mich an euch. In den kurzen Momenten, die meine Schritte durch die gepflasterten Gassen von Wegesruh geleitet haben, bin ich auf ein Netz düsterer Erkenntnisse gestoßen, von denen ich glaube, dass sie euer Interesse wecken werden.


    Verzeiht mir, wenn ich mich nicht im Stande sehe, in diesem Schreiben die zersplitterten Muster des Unheils im Detail zu entfalten. Es ist von höchster Wichtigkeit, dass ein persönliches Gespräch zwischen den Mitgliedern eurer ehrenwerten Gemeinschaft und mir selbst stattfindet, auf dass wir das Labyrinth der Dunkelheit gemeinsam durchdringen.


    Die Schatten von verbotener Magie haben ihre finsteren Fäden um das Herz von Wegesruh gewoben, und die Unschuldigen sind in ihren eisigen Klauen gefangen. In diesem Augenblick steht das Leben unschuldiger Seelen auf dem Spiel, gefährdet durch die dunklen Praktiken, die in den verborgenen Winkeln dieser Stadt gedeihen.


    Mit einem Gewicht schwer wie das Grollen eines nahenden Sturms musste ich mich in die Schatten zurückziehen, um den Augen derjenigen zu entkommen, deren dunkle Geheimnisse ich aufgedeckt habe. Doch allein kann ich nicht gegen die Finsternis kämpfen, die über Wegesruh hereinbricht.


    Ich bitte euch, hochgeschätzte Mitglieder der Hexenjäger, eilt herbei und bietet eure wackeren Klingen dem Licht an. Ein Treffen ist unerlässlich, denn die Dringlichkeit dieser Angelegenheit lässt keine Zeit für Zögern oder Verzögerung.


    Die Koordinaten meines derzeitigen Rückzugsortes sind in sorgfältiger Feder auf die Rückseite dieses Schriftstückes gekritzelt. Findet mich dort, und gemeinsam werden wir gegen die Schatten kämpfen, die über Wegesruh hereinbrechen.


    Gezeichnet,

    Wolf

  • Im Untergrund von Wegesruh



    Ein erstes Aufeinandertreffen


    Die düsteren Gassen des Untergrundes von Wegesruh öffneten sich vor den beiden Hexenjägern Adrien und Cinis wie ein finsteres Labyrinth aus Verbrechen und Intrigen. Ein Brief, unterzeichnet mit dem einfachen Namen "Wolf", wies ihnen den Weg in die tiefen Untergründe der Stadt, wo Schmuggler und Diebe ihre finsteren Geschäfte abwickelten.


    Der Gestank von Feuchtigkeit und Verfall lag schwer in der Luft, während sie durch enge Gassen und verfallene Tunnel wanderten, nur vom flackernden Licht der Fackeln erhellt. Schließlich erreichten sie einen ausladenden Raum, bevölkert von düsteren Gestalten, Kartenspielern und Kriegsversehrten.


    Ein Mann ohne Bein und ein anderer ohne Arm kreuzten ihren Weg, bettelnd um eine Münze für die Kriegsversehrten. Doch Adrien und Cinis ließen sich nicht ablenken, sondern folgten den Anweisungen des Briefes, eine steinerne Treppe hinauf.


    Dort oben wurden sie Zeugen eines Faustkampfes zwischen zwei Männern, der die Menge zum Toben brachte. Geld wechselte die Besitzer, während der Sieger, ein kühl wirkender Mann namens "Wolf", triumphierte.


    Doch ihre Begegnung wurde gestört, als drei Männer sich ihnen näherten, offensichtlich feindselig gesinnt. Ein kurzer Schlag von Adrien gegen einen der Männer entzündete die Situation, als die anderen beiden mit gezogenen Dolchen auf sie zustürmten.


    Adrien und Cinis waren bereit, sich zu verteidigen, während um sie herum die düsteren Gassen von Wegesruh ihren Atem anhielten, in Erwartung des kommenden Kampfes.


    Adrien packt einen der Angreifer und brach sein Handgelenk, während Cinis eine blendende Kugel warf, und damit einen anderen Angreifer überwältigte. Schlussendlich konnten sich die Hexenjäger erfolgreich zur Wehr setzen.


    „Wolf“, ein Kaiserlicher mit eisblauen Augen, erzählte anschließend von einem gefährlichen Buch über Nekromantie, das er in der Kutsche eines Adelshauses gefunden hatte – nahm man es genau, hatte er es gestohlen.


    Er warnte vor den Gefolgsleuten einer Adelsfamilie aus Kluftspitze, die, laut seinen Aussagen, junge Frauen entführten, und nun in Wegesruh waren und er erzählte, er sei vor ihren Wachen, die sich in Wegesruh aufhielten, auf der Flucht – eben wegen des Diebstahls des Buches, dass er in einer der Kutschen des Adelshaues gefunden hatte.


    Adrien und Cinis fordern weitere Informationen und Shael, eine Altmer, gesellte sich hinzu und befragte ebenfalls kritisch.


    Adrien Gelves, Cinis Ienith und Shael diskutierten die nächsten Schritte, wobei jeder seine eigenen Motive und Sorgen hatte. Die Atmosphäre war gespannt, als sich die Anwesenden darauf einigten, das von „Wolf“ gefundene Buch zu bergen.


    Der Kaiserliche hatte dieses außerhalb des Untergrundes vergraben, um nicht mit einem Buch über Nekromantie gesehen zu werden. Den Ort kannte nur er.


    Während Adrien sich auf den Weg machte, um Informationen in der Stadt zu sammeln, blieben die anderen zurück, um sich von „Wolf“ zu dem Ort führen zu lassen, an dem dieser das Buch versteckt hatte.



    Die Bergung des Buches


    Die abendlichen Straßen von Wegesruh waren erfüllt von einem faszinierenden Kontrast aus goldenen Sonnenstrahlen und schattigen Gassen. „Wolf“ und Cinis Ienith streiften durch die engen, dunklen Wege der Stadt, hier und dort begafft von einigen neugierigen Blicken. Sie passierten den Markt, wählten dann jedoch bewusst einen Weg durch schlammige Gassen, wachsam vor den Gefahren des Adels, die „Wolf“ nicht auf die leichte Schulter zu nehmen schien. Die Gefolgsleute des Adelshauses Báthory scheinen den Diebstahl ihres Buches ebenfalls nicht weniger ernst zu nehmen. Ein zufälliges Aufeinandertreffen könnte schwerwiegende Folgen nach sich ziehen.


    Als Shael hinzukam, die sich zuvor etwas von Cinis und „Wolf“ entfernt hatte, sprachen sie kurz über den Orden und die Definition des Bösen.


    Shael äußerte Missmut über einen vermeintlichen Stümper namens Darius, während sie gemeinsam einen Weg aus der schmutzigen Gasse suchten. Schließlich erreichten sie eine gepflasterte Straße und machten sich auf den Weg zu ihrem Ziel. Dann kamen sie an einem abgelegenen Ort an, wo Lucan vorschlug, nach dem Buch zu graben, während die anderen aufpassen sollten.


    Anschließend trennten sich die drei wieder. Während der stinkende „Wolf“, gehüllt in seine heruntergekommene Kleidung, den Weg zurück in den Untergrund suchte, wo er sich mehr Sicherheit vor den Gefolgsleuten der Báthorys erhoffte, begaben sich Cinis und Shael in Richtung der Amtsstube des Ordens in Wegesruh. Cinis trug derweil das geborgene Buch über Nekromantie bei sich.

  • Das Verfolgen dunkler Machenschaften



    In der Amtsstube


    Cinis Ienith durchblättert ein Buch, während Adrien Gelves Papiere über die Báthorys sichtete und Lucan Aurellius, der Mann hinter dem Pseudonym 'Wolf', die Tür zum Amtshaus der Hexenjäger öffnete und eintrat.


    Durch das geborgene Buch über Nekormantie und die Informationen, die Adrien während seiner Suche erhalten konnte, wird eines klar: Es wird deutlich, dass eine sofortige Handlung erforderlich ist, um einen gewissen Iven Berrand zu konfrontieren, bevor er die Stadt verlässt.


    So machen sie sich zusammen mit der Altmer Shael auf den Weg.



    In den Gassen


    In den düsteren Gassen von Wegesruh spielte sich ein spannendes Geschehen ab, als die Truppe aus Hexenjägern und Verbündeten auf die Schergen des Hauses Báthory traf. Adrien Gelves, der Anführer der Gruppe, versuchte zunächst auf freundliche Weise, Informationen von den Männern zu erhalten. Doch als sie auf störrische Ablehnung stießen, zog er seine Klinge und drohte, den Anführer der bewaffneten Gefolgsleute der Báthorys zu durchbohren.


    Cinis zog ebenfalls ihre Waffe und stellte sich bereit, Adrien beizustehen. Shael mischte sich mit scharfen Worten ein, um die Situation zu entschärfen, während Lucan Aurellius die Lage aufmerksam beobachtete.


    Die Spannung in der Luft war greifbar, als die Schergen des Hauses Báthory zögerlich reagierten und sich darauf beschränkten, zu beteuern, dass die Hexenjäger nur nach einem bestimmten Mann namens Berrand suchen mussten, und sie in Frieden lassen sollten.


    In einem spannungsgeladenen Moment entbrannte ein Kampf, der die Luft erfüllte mit dem Klirren von Stahl und dem Stöhnen der Verwundeten. Adrien und Cinis kämpften mit eiskalter Effizienz. Die vier Gefolgsleute der Báthorys fielen einer nach dem anderen.


    Doch die Gefahr war noch nicht vorüber. Als sie vor dem Haus der Báthorys standen, welches diese für ihren Aufenthalt in Wegesruh angemietet hatten, wurde ihre Anwesenheit bemerkt. Shael warf ein Säckchen mit dunklem Pulver, das die Luft erfüllte mit einem reizenden Nebel, der Atemnot und Blindheit verursachte.


    Die Spannung stieg weiter, als die Gruppe sich darauf vorbereitete, in das Haus einzudringen und den Feind von innen heraus zu bekämpfen.


    Shael, ruhig und bedacht, zog eine Brille und ein Tuch hervor, um sich vor dem Pulver zu schützen, bevor sie sich dem Haus näherte.


    Adrien Gelves, der Hexenjäger, lauschte den Geräuschen im Inneren des Hauses, während er ungeduldig auf weitere Entwicklungen wartete. Seine Anweisungen waren klar: Frauen sollten gefunden und Männer ausgeschaltet werden.


    Im Haus selbst herrschte ein Chaos aus hustenden Männern und ängstlichen Frauen. So konnten die restlichen Wachleute schnell gefangen genommen werden.


    Shael nutzte ihre arkane Begabung, um verborgene Energien zu erkennen und sich durch den Nebel zu navigieren. Mit einer gezielten Bewegung ihrer Hand ließ sie das Pulver beiseite wehen, während sie nach Beweisen suchte. Ihre Entdeckungen führten sie zu fünf ängstlichen Frauen, die sich im Inneren des Hauses befanden. Jede von ihnen wirkte kränklich, bleich und schwach. Jede hatte deutliche Male an ihren Armen, die auf einen Aderlass hindeuteten.


    Anschließend durchkämmten Cinis und Shael das Haus auf der Suche nach Hinweisen. In einem versteckten Raum stießen sie auf Utensilien für alchemistische Experimente und Schlaftränke. Doch das Fehlen von Dokumenten oder Schriften deutete darauf hin, dass wichtige Beweise bereits entfernt worden waren.


    Die Ankunft weiterer Ordenskrieger verstärkte die Bewachung des Hauses, während die Untersuchung weiterging. Doch die düstere Atmosphäre und die verstörenden Entdeckungen ließen die Frage nach der wahren Natur der Gefolgsleute der Báthorys und ihrer Machenschaften unbeantwortet. So machten sich die vier -Adrien, Cinis, Shael und Lucan-, schließlich auf dem Rücken von Pferden des Ordens auf, um den entflohenen Berrand zu verfolgen. Dieser war nicht innerhalb des Hauses aufzufinden und laut den geborgenen Informationen bereits zuvor aus Wegesruh abgereist. Zusammen mit einigen Gefolgsleuten der Báthorys und drei jungen Frauen.



    Das Verfolgen von Berrand


    In einem kleinen Dorf, dessen friedliche Szenerie von der Ankunft unerwarteter Besucher gestört wurde, nehmen Adrien Gelves, Lucan Aurellius, Shael und Cinis Ienith die Sache in die Hand. Ihre Mission, eine Spur von dunklen Machenschaften zu verfolgen, führt sie zu einem alten Fachwerkhaus, dessen Fassade den Zahn der Zeit spürt. Hier haben die Gefolgsleute der Báthorys, unter ihnen der gesuchte Berrand, Zuflucht gesucht.


    Mit autoritärer Entschlossenheit fordert Adrien das aus dem Haus kommen von Berrand. Die Spannung in der Luft stieg, als die Dorfbewohner sich regen und neugierige Blicke durch die Fenster warfen. Gefolgsleute eines Adelshauses und Hexenjäger – eine ungewöhnliche und aufregende Mischung für das beschauliche Örtchen.


    Die Situation spitzte sich zu, als sich einer der Wachmänner der Báthorys in den Weg der Hexenjäger stellte. Sein hartes Äußeres und sein stummer Widerstand gegen die Ankömmlinge sprechen Bände. Doch Adrien blieb standhaft und verlangte erneut, dass Berrand das Haus verlassen sollte, in dem sich die Gefolgsleute der Báthorys niedergelassen hatten.


    Inmitten des aufkeimenden Konflikts bewahrten die Reiter ihre Ruhe und Kontrolle über ihre Pferde, während die Bauern murmelten und hinter vorgehaltener Hand heimliche Pläne schmiedeten, schleunigst die Wachen zu rufen. Das Schicksal des mysteriösen Iven Berrand schien jedoch unausweichlich.


    Die Situation spitzte sich zu, als ein gut gekleideter Mann namens Berrand aus dem Haus trat, begleitet von weiteren bewaffneten Wachleuten.


    Die Hexenjäger stellten Berrand zur Rede. Doch der Mann zeigte sich trotzig und versuchte zu fliehen, während seine Männer die Schwerter zogen. Ein dramatischer Kampf entbrannte, bei dem Adrien Gelves mit kraftvollen Schlägen und blitzschnellen Bewegungen seine Gegner niederstreckte.


    Währenddessen blieb Shael im Hintergrund, beobachtet aufmerksam das Geschehen und kommentierte sarkastisch die dramatischen Ereignisse. Cinis Ienith nutzte magische Blitzkugeln, um weitere Wachleute außer Gefecht zu setzen und drang mit Adrien ins Haus vor.


    Im Inneren des Hauses entdeckten sie ein makabres Labor, in dem an Frauen und deren Blut experimentiert wurde. Nekromantische Schriften, blutige Reagenzien und drei gefangene Frauen deuteten auf grausame Machenschaften hin. Adrien trug eine der geschwächten Frauen behutsam nach draußen, während Lucan die beiden anderen Frauen sicher aus dem Haus brachte.


    Letztendlich gelang es der Gruppe, die bedrohlichen Machenschaften im Dorf aufzudecken und die gefangenen Frauen zu befreien. Doch die Wahrheit hinter den grausamen Experimenten blieb noch im Dunkeln, während die Dorfbewohner fassungslos das Geschehen verfolgten.


    Nun folgte eine gründliche Inspektion des Labors durch Shael und Cinis. Währenddessen kehrte Adrien Gelves zurück und kümmert sich um Berrand, indem er ihn unsanft fesselte und an sein Pferd band. Er bereitete ihn darauf vor, die Rückreise als Anhängsel verbringen zu müssen, welches hinter dem Pferd her geschleift wird. Dazu band er Berrand mit langen Seilen an den Sattel, um ihn später hinter sich her schleifen zu können. Den gesamten Weg nach Wegesruh zurück.


    Shael sammelte derweil Notizen und Proben ein, während Cinis die Bücher mitnahm. Die Dorfbewohner kümmerten sich um die Frauen, während die Hexenjäger ihre Aufmerksamkeit auf die Gefangenen und die bevorstehende Rückreise richteten.


    Die Truppe kommt schließlich in den Stallungen in Wegesruh an, wo Adrien den Gefolgsmann des Hauses Báthory für die Befragung vorbereitete und von weiteren Ordensleuten abholen ließ.



  • Das Verhör


    [OOC]-Triggerwarnung: Im Folgenden werden detailliertere Folterszenen beschrieben. Es findet sich eine gewisse Brutalität in den Beschreibungen der folgenden Szene(n) wieder. Lesen auf eigene Verantwortung.

    [OOC]-Information: Verfasst wurde das Geschriebene von Valdrigue und KambaLuca .

  • [OOC]-Triggerwarnung: Im Folgenden werden detailliertere Folterszenen beschrieben. Es findet sich eine gewisse Brutalität in den Beschreibungen der folgenden Szene(n) wieder. Lesen auf eigene Verantwortung.

    [OOC]-Information: Verfasst wurde das Geschriebene von Valdrigue und KambaLuca .


  • [OOC]-Triggerwarnung: Im Folgenden werden detailliertere Folterszenen beschrieben. Es findet sich eine gewisse Brutalität in den Beschreibungen der folgenden Szene(n) wieder. Lesen auf eigene Verantwortung.


    [OOC]-Information: Verfasst wurde das Geschriebene von Valdrigue und KambaLuca .

  • [OOC]-Triggerwarnung: Im Folgenden werden detailliertere Folterszenen beschrieben. Es findet sich eine gewisse Brutalität in den Beschreibungen der folgenden Szene(n) wieder. Lesen auf eigene Verantwortung.


    [OOC]-Information: Verfasst wurde das Geschriebene von Valdrigue und KambaLuca .

  • [OOC]-Triggerwarnung: Im Folgenden werden detailliertere Folterszenen beschrieben. Es findet sich eine gewisse Brutalität in den Beschreibungen der folgenden Szene(n) wieder. Lesen auf eigene Verantwortung.


    [OOC]-Information: Verfasst wurde das Geschriebene von Valdrigue und KambaLuca .

  • Ein Schreiben geht in der Amtsstube der Hexenjäger in Wegesruh ein. Teures, nach Rosen duftendes Papier. Dunkel gehalten mit dem ungebrochenen Siegel der Adelsfamilie der Báthorys - ein schwarzer Brunnen auf rotem Feld. Der Bote stammt aus Kluftspitze. Der Verfasser des Schreibens ist nicht explizit erwähnt. Es fehlt jegliche Unterschrift.


    Werte Hexenjäger,


    Die Nachricht der vergangenen Geschehnisse, die sich in und um Wegesruh ereilt haben, sind an die Mauern unseres Adelshauses gebrandet und haben uns in tiefem Schock zurückgelassen.


    Das Haus Báthory überbringt sein tiefstes Bedauern an die Familien, denen durch die Grausamkeit der zutiefst in Ungnade gefallenen Männer, welche die Sprösslinge besagter Familien schlecht behandelt haben, Unrecht getan wurde.


    Das Haus Báthory verlangt danach, die festgenommenen Männer, welche durch die Recken der Hexenjäger gefasst wurden, auszuliefern, sodass sich das Adelshaus selbst um die Verderbten kümmern kann. Wir werden Männer schicken, die sich dem annehmen werden.


    Zudem wird ein Botschafter des Hauses Báthory in Bälde nach Wegesruh entsandt, um Klärungsbedarf mit dem Königshaus und den Adelsfamilien in Wegesruh in Bezug auf die Vorfälle, anzugehen, um die guten Bindungen zwischen Sturmhafen und Kluftspitze weiterhin aufrechtzuerhalten.


    Für das Bündnis. Für Gerechtigkeit.

  • Ein Brief geht durch einen Boten aus Windburg in der Amtsstube der Hexenjäger in Wegesruh ein. Teures Papier, feine Schrift, jedoch ohne jegliche Schnörkel. Das Papier duftet leicht nach Sandelholz und Patschuli. Adressiert ist der Brief an einen gewissen „Adrien Gelves“.


    Grüße Monsieur Gelves,


    ich habe erst kürzlich die drei Damen, die von den Gefolgsleuten der Báthorys festgehalten wurden und die wir aus den Fängen der Gefolgsleute und außerhalb von Wegesruh retten konnten, zurück zu ihren Familien und nach Windburg gebracht. Durch den andauernden Genesungsprozess der Damen und durch die derzeitige Gefahr durch die Dreugh hat sich dieses Unterfangen etwas verzögert. Nun sind die drei Frauen wieder in Windburg und ihrem Geburtsort bei ihren Verwandten.


    Für den Fall, dass Ihr sie nochmals zu den Geschehnissen befragen wollt, findet Ihr sie dort.

    Gleiches gilt für mich. Jedoch nur noch für absehbar kurze Zeit, ehe es mich weiter in den Norden verschlagen wird.


    Einen Brief, an das Gasthaus in Windburg gesendet, dürfte ich die nächsten Tage noch erhalten, einen hinterlegten Brief im Gasthaus in Wegesruh „Zur Trüben Neige“ dürfte ich mit Sicherheit vorfinden, sobald ich die Hafenstadt erneut besuche. Sobald ich zurück sein werde.


    Mit freundlichen Grüßen,
    Lucan Aurellius

  • Das Haus Báthory erhält ein Antwortschreiben mit dem Siegel der Hexenjäger aus der Amtsstube der Kommandantin.


    An das Haus Báthory,

    der Orden bedankt sich für die Anteilnahme die Euer Haus dieser Angelegenheit zukommen lässt. Eurer Bitte kann ich allerdings nicht entsprechen. Durch die Autorität des Großkönigs höchstselbst habe ich, Kommandantin Vivienne Lorans, die Hinrichtung dieser Männer bereits befohlen. Das Urteil wurde indes rechtskräftig vollstreckt. Tod durch den Strick. Eine Strafe die jedem blüht, der sich dunkler Zauberei und okkulter Praktiken bedient.

    Wisset das diese, zutiefst in Ungnade gefallenen Männer – wie Ihr sie nanntet – ein sehr umfassendes Geständnis abgegeben haben, dass zusammen mit den vorliegenden Beweisen eine Hinrichtung unerlässlich gemacht haben. Der Großkönig hat den Orden der Hexenjäger in die Hauptstadt des Bündnisses bestellt um die Ordnung aufrecht zu erhalten und dem Treiben finsterer Machenschaften Einhalt zu gebieten. Ihr versteht daher sicher gut das wir auf das Verlangen Eures Hauses hin allein keine Rücksicht nehmen konnten.

    Ferner möchte ich Euch darauf hinweisen zukünftig weiser bei der Auswahl Eurer Vasallen zu verfahren. Der Eindruck Ihr wäret nachlässig könnte entstehen. Zweifel ob der Loyalität des Hauses gegenüber dem Bündnis aufkommen. Derlei Diskrepanzen wollen wir tunlichst vermeiden.

    Möge Stendarr das Haus Báthory stets auf dem rechten Pfad führen.


    Hochachtungsvoll


    Vivienne Lorans

    Kommandantin der Hexenjäger

  • Einbruch in das Bankverlies der Hexenjäger


    Ein Bericht von Adrien Gelves – Hexenjäger


    Der Einbruch in das Bankverlies der Hexenjäger ereignete sich in der Nacht von gestern zu heute. Einem Hinweis eines kaiserlichen Söldners namens Lucan Aurellius folgend, suchten Schwester Cinis Ienith, die Alchemistin Shael, Rekrutin Ahjara und meine Wenigkeit die Bank von Wegesruh auf. Lucan Aurellius begegneten wir zuvor bei einem Auftrag, bei welchem dieser uns von einem Gerücht erzählte, demzufolge ein Einbruch in die Bank von Wegesruh bevorstünde. Dem Kaiserlichen Aurellius gelang es wohl, im Rahmen seiner Nachforschungen gegen das Haus Bàthory im Untergrund der Stadt einige Kontakte zu knüpfen und derartiges Wissen zu erlangen. Zur Klarstellung dessen sollte er zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu einer ausführlichen Befragung einberufen werden.


    Im Bankgebäude angekommen wurde schnell deutlich, dass etwas nicht stimmte. Nach einem kurzen Gespräch mit einem der Kassierer gestand dieser, dass es einen Einbruch in das Bankverlies der Hexenjäger gegeben haben soll. Warum man dies dem Orden nicht umgehend mitteilte, ließ er im Dunkeln. Der Orden wird auch hierzu nochmals in Gespräch mit der Bank treten müssen.


    Wenig später wurden wir in die unterirdischen Verliese geführt, wo wir auf die zur Tatzeit stationierten Wachen trafen. Eine Bretonin mit Namen Dorothy Antoinette und einem Ork mit Namen Urz gro-Grashk. Außerdem war einstweilen ein klaffendes Loch in der links vom Durchgang liegenden Wand zu vernehmen. Trümmerteile und die Überreste eines Gemäldes lagen auf dem Boden verstreut und waren nach ersten Untersuchungen durch Shael von außen mit einer Mischung aus Skooma und Schwarzpulver herausgesprengt wurden. Hinter dem Loch führte eine Treppe hinab in einen Teil der Kanalisation von Wegesruh, der nach aktuellem Ermittlungsstand von Skooma-Schmugglern als Unterschlupf benutzt wurde.


    Die Wachen Antoinette und gro-Grashk sagten aus, dass sie zur Tatzeit gerade den Wachwechsel durchführten, der zu jeder Zeit vor der verschlossenen Tür zu den Verliesen stattfände. Gerade als sie ihre Posten bezogen, hörten sie einen Lärm jenseits besagter Tür. Da diese mit zahlreichen Schlössern gesichert ist, habe es einige Augenblicke gedauert, bis sie sie vollständig geöffnet war und die Verliese betreten werden konnten. Der Gang dahinter lag ihren Aussagen nach im Dunkeln; die Lampen waren zerstört. Das Loch sei ihnen aber sogleich aufgefallen.

    Bevor sie weitere Untersuchungen anstellen konnten, wurden sie von einer Gruppe, bestehend aus zwei Männern und einer Khajiit, attackiert, die plötzlich aus dem Loch in der Wand auftauchten. Den beiden Wachen gelang es, die Angreifer in den Tunnel und hinab in das Lager der Schmuggler zurück zu treiben, wo ihren Aussagen nach ein Brand wütete. Einen der Angreifer konnte die Wache gro-Grashk erschlagen, der Rest vermochte zu fliehen. Wegen des Brandes mussten die beiden Wachen die Verfolgung abbrechen und sich zurückziehen.


    Wieder in den Fluren angekommen versicherten sie sich sodann, dass alle Schlösser unangetastet und die Fallen nicht ausgelöst worden waren. Der vordere Bereich wies keinen unsachgemäßen Umgang auf, weswegen die Wache gro-Grashk den hinteren Teil des Flures inspizierte, dort, wo das Verlies des Ordens liegt. Wache Antoinette hingegen wollte Verstärkung holen und eilte deswegen zurück, wurde aber - nach eigener Aussage - durch einen schweren Schlag auf den Hinterkopf bewusstlos geschlagen. Gro-Grashk sagte wiederum aus, er habe davon nichts mitbekommen und sei, als er gerade am Verlies der Hexenjäger anlangte, von etwas in den Hals gebissen worden. Kurz darauf sei er völlig paralysiert zu Boden gefallen, mit dem Gesicht voran. Er habe nichts mehr sehen können und behauptet, den Klang zweier Stiefelpaare wahrgenommen zu haben, die an ihm vorbeischritten. Gro-Grashk wiederholte stets, dass eins der Paare sehr leichtfüßig zugange war.

    Nachdem der Zustand der Lähmung abgeklungen war, will gro-Grashk zurückgeeilt und Antoinette bewusstlos auf dem Boden liegend vorgefunden haben. Sie sei erst durch ihn aufgeweckt worden. Gro-Grashk alarmierte daraufhin sogleich die Leitung der Bank.


    Den Spuren, die Shael und Ahjara sicherstellen konnten, und den Aussagen der Wachen nach zu urteilen, handelte es sich bei den Dieben um zwei Personen. Diese hatten sich über die Kanalisation im Lager der Schmuggler Zugang zum Bankverlies verschafft. Offenkundig wussten sie von dem Tunnel, der die Bank mit der Kanalisation verbindet. Im Lager der Schmuggler wurden schließlich zwei Leichen entdeckt. Eine davon war besagter Schmuggler, der von der Wache gro-Grashk erschlagen wurde. Unter Beachtung der zwei weiteren Flüchtigen handelte es sich bei den Schmugglern also um eine Gruppe von mindestens vier Mann Stärke.

    Die zweite Leiche, die einer Waldelfe, lag halb vergraben unter Trümmern. Ihrer Kleidung und Ausrüstung nach zu urteilen handelte es sich um die Alchemistin der Schmuggler die für diese das Skooma zubereitete. Ihr war die Kehle durchtrennt wurden, was letztlich bereits zum Ableben vor der Explosion geführt haben muss. Shael’s und Ahjaras Einschätzung nach war dies auch die eigentliche Todesursache. Sie wurde erst später von den Trümmern begraben. In der unteren Kammer waren ebenfalls Rückstände einer explosiven Substanz sicherzustellen, sodass davon ausgegangen werden kann, dass die Eindringlinge dort ebenfalls eine Wand sprengen mussten. Dies wird insbesondere dadurch deutlich, dass im hinteren Teil des Lagers der Schmuggler verrückte Regale vorzufinden waren sowie anhand der dort verteilten Trümmerteile und den an den Felswänden zurückgelassenen Schmauchspuren. Möglicherweise wurde das Feuer also durch die Explosion entfacht oder als Ablenkung durch die eigentlichen Täter gelegt. Die Rückstände der Skooma-Schwarzpulver-Mischung an der gesprengten Verlieswand lassen allerdings den Schluss zu, dass die Eindringlinge die zweite - und eigentliche - Sprengung improvisieren mussten, weil sie von dem ersten bereits versperrten Zugang im Lager der Schmuggler nichts wussten. Es ist aus diesem Anlass aktuell davon auszugehen, dass die beiden Täter nicht im Bunde mit den Schmugglern aus den Tunneln standen, da sie ansonsten über das nötige Wissen hierüber verfügt hätten.

    Wie sie es jedoch schafften, sich den Blicken der Wachen zu entziehen, bleibt vorerst ungeklärt. Nachdem beide Wachen außer Gefecht gesetzt waren, verschafften sich die Diebe Zugang zum Verlies der Hexenjäger. Dabei brachen sie den Schutzzauber, den Schmerzensbann, der über der Tür lag und lösten das Rätsel von Ondjage. Was im Inneren der Schatzkammer passierte, lässt sich nur grob rekonstruieren. Die Diebe schafften es wohl durch irgendeine Art von Magie, den Großteil der Besitztümer des Ordens aus dem Bankverlies zu entwenden und zu verschwinden ohne das Verlies dabei erneut durch die Tür zu verlassen - denn als Schwester Cinis und ich das Verlies betreten wollten, musste Cinis erneut die Prüfung von Ondjage bestehen, um den Zugang zum Verlies öffnen zu können. Sie müssen also mittels Portalmagie oder ähnlichem entkommen sein.

    Schwester Cinis konnte darüber hinaus, mit Hilfe der Alchemistin Shael, das Echo eines komplex gewebten Zaubers, bestehend aus Blutmagie, Heckenzauberei und daedrischer Magie, einfangen, doch dessen Zweck blieb ihr verborgen. Es ist aktuell nur zu mutmaßen, dass der hier ausgelöste Zauber für das Verschwinden der Reichtümer des Ordens und der Diebe verantwortlich ist.

    Die Diebe hatten zu allem Überfluss auch den uralten Geist aus seinem Reliquiar befreit, sodass wir diesen wieder in das Gefäß bannen mussten. Dabei verwüsteten sie das Verlies in umfangreichen Ausmaß. Weitere Untersuchungen stehen noch aus.



    Adrien Gelves


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